Trotz Kostensteigerungen
Kinderbetreuung in Hollenstedt schnell ausbauen

Architekt Martin Menzel erläuterte, dass es kaum Einsparmöglichkeiten gibt
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bim. Hollenstedt. Die Kinderbetreuung in der Samtgemeinde Hollenstedt soll trotz der immens gestiegenen Baukosten schnellstmöglich ausgebaut werden. Darin waren sich sogar einmal Jürgen Ravens (CDU) und Ruth Alpers (Grüne) - wie sonst selten - einig. "Wenn wir den Kindern gerecht werden wollen, müssen wir Gas geben", sagte Ausschussvorsitzender Ravens. Der Umwelt-, Bau- und Ordnungsausschuss befürwortete bei drei Enthaltungen die nächsten Schritte für den Bau einer Kindertagesstätte in Halvesbostel und die Erweiterungen für die Kita in Moisburg und Appel. Der Bau eines Therapieraums für die Kita Dierstorf soll verschoben werden.
Wie berichtet, sind die Baukosten enorm gestiegen. Daraus ergibt sich eine Baukostensteigerung von 775.600 Euro (ohne Dierstorf). Die Steigerungen:

  • Neubau Kiga Halvesbostel von 640.400 auf 909.600 Euro,
  • Erweiterung Kita Moisburg von 861.000 auf 1.050.400 Euro,
  • Erweiterung Kita Appel von 1.114.000 auf 1.431.000 Euro.

Zuvor hatte Bauamtsleiter Daniel Heins berichtet, dass der Kita-Neubau in Halvesbostel bereits ausgeschrieben sei. Wegen der "enormen Kostenexplosion im Baugewerbe werden wir mit den kalkulierten Ansätzen nicht klarkommen", machte er deutlich. "Wenn wir nochmal eine solche Steigerung haben, werden die Karten neu gemischt." Es sei außerdem schwierig, noch längerfristige verbindliche Angebotszusagen von den Baufirmen zu bekommen.
Architekt Martin Menzel erläuterte, dass es im Grunde keine sinnvollen Einsparmöglichkeiten bei den Bauvorhaben gebe. Er wiederholte: "Es ist die bundesweite Situation, dass Baukosten steigen. Baustoffe werden ins Ausland verkauft. Aufgrund gebrochener Lieferketten gibt es Probleme beim Materialnachschub. Und wenn man es bekommt, dann nur zu Tagespreisen." Von den Grundrissen her seien die Architekten an Mindestanforderungen gebunden. Eine Holzrahmenbauweise sei bei öffentlichen Ausschreibungen im Vergleich zum Massivbau zehn bis 15 Prozent teurer. Auch müsse bei den Erweiterungen darauf geachtet werden, dass diese optisch zu den Bestandsgebäuden passen. "Es wird nicht billiger. Ob wir überhaupt Firmen bekommen, ist der Blick in die Glaskugel", so Menzel.
Bis zum 31. Dezember sei die Samtgemeinde bei den Elementarplätzen gut aufgestellt, berichtete Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers. Aber durch die Zuzüge in die Neubaugebiete könne man zeitlich dem Bedarf nicht immer nachkommen. Albers wies noch einmal auf die Bestrebungen hin, einen längeren Zeitraum für die Beantragung von Fördermitteln zu bekommen. Einen 180.000-Euro-Zuschuss für Appel würde die Samtgemeinde sonst verlieren. "Die 16 Kultusminister ziehen an einem Strang. Das muss in eine Gesetzesvorlage gegossen werden."
• Der Samtgemeinderat soll in seiner Sitzung am 26. Juli die Sperrvermerke für die Erweiterungskosten für die Kitas in Appel und Moisburg aufheben.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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