Antrag der CDU-/SPD-Gruppe
Wohnbebauung und Ortsumfahrung für Hollenstedt forcieren

Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme hatte in der Einwohnerversammlung im Februar vergangenen Jahres erste Ideen für die Gärtnereifläche vorgestellt
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bim. Hollenstedt. Einen Antrag zur weiteren Ortsentwicklung und zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans hat die Gruppe CDU/SPD in der Gemeinde Hollenstedt jetzt vorgelegt. Der Flächennutzungsplan - die letzte Änderung erfolgte im Jahr 2011 - müsse in jedem Fall fortgeschrieben werden, um die weiteren Planungen für die Flächen der ehemaligen Gärtnerei Heins an der Moisburger Straße zu ermöglichen. Diese Flächen hatte die Gemeinde erworben, um die Möglichkeit zur Ortsentwicklung selbst in der Hand zu haben.
Einzelhandel im
Ortszentrum stärken

Zur Vorbereitung der weiteren Ortsplanung hat die Gemeinde auf einstimmigen Ratsbeschluss hin ein Gutachten über ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept in Auftrag gegeben. Dieses soll Grundlage für eine Entscheidungshilfe bei der Ausweisung von Einzelhandelsflächen sein. Das Einzelhandelgutachten liegt nun vor. Die Gutachter sprechen sich dafür aus, den Einzelhandel einschließlich der Lebensmittelmärkte im vorhandenen Ortszentrum zu stärken. Dieser Empfehlung schließt sich die Gruppe CDU/SPD an. Der bestehende Einzelhandel solle an den bestehenden Standorten weiterentwickelt werden. Dies betreffe insbesondere den Edeka-Markt, für dessen Neugestaltung die Beteiligten ein zukunftsfähiges und zeitgemäßes Konzept vorlegen sollten.
Die ehemalige Gärtnerei-Fläche an der Moisburger Straße stehe damit für Wohnbebauung zur Verfügung. "Hollenstedt ist weiterhin ein gefragter Wohnort, nicht zuletzt wegen der in den vergangenen Jahren erweiterten Kinderbetreuungsmöglichkeiten", heißt es in der Mitteilung der CDU-/SPD-Gruppe. Auf den Flächen der ehemaligen Gärtnerei könne zumindest ein Teil der großen Nachfrage nach Grundstücken und Wohnraum der Hollenstedter Bürgerinnen und Bürger befriedigt werden. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Hollenstedt mit den Stimmen der Wählergemeinschaft und der Grünen den Bebauungsplan für das geplante Wohnbaugebiet „Nördlich der Bergstraße“ gestoppt habe, so CDU und SPD.
Aus ihrer Sicht sei auch der Bau einer Ortsumfahrung dringend erforderlich, um den Durchgangsverkehr im Ort zu verringern. Dass dies vielen Hollenstedter Bürgern ein wichtiges Anliegen ist, zeigte sich auch in der Bürgerversammlung vor rund einem Jahr. Die Planungen sollten daher zügig begonnen werden. Ziel sei es, den Ort insbesondere von den Pendlern zu entlasten, die die Holveder Straße benutzen sowie aus Richtung Apensen zur Autobahn fahren. Auch der Verkehr im Falle einer Autobahnsperrung könne aus dem Ortskern herausgehalten werden. Dazu solle eine Trasse im Westen um das bestehende Gewerbegebiet herum geplant werden, was zugleich eine moderate Erweiterung dieses Gewerbegebiets ermögliche, so der Vorschlag.
Vorhaben möglichst
schnell realisieren

Parallel zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans sollen laut CDU-/SPD-Gruppe die entsprechenden Bebauungspläne erstellt bzw. geändert werden, um eine möglichst schnelle Realisierung der Vorhaben zu ermöglichen.
„Es handelt sich um zentrale Vorhaben, die Hollenstedt als attraktiven Wohnort weiter voranbringen werden. Ich freue mich, dass die Gruppe CDU/SPD diese guten und notwendigen Schritte unterstützt“, sagt Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme (CDU).

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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