Völkerverbindender Volkstanz

Deutsch-Brasilianische Freundschaft: die Hollenstedter Volkstänzer inmitten ihrer brasilianischen "Schüler"
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bim/nw. Hollenstedt. Die lebenslustigen Brasilianer lieben nicht nur lateinamerikanische Rhythmen, sondern auch den deutschen Volkstanz. Birgit Kleinekampmann und Erwin Eickhoff von der Volkstanzgruppe Hollenstedt und Umgebung verbrachten jetzt einige Tage im brasilianischen Gramado, um rund 100 Brasilianer zwischen 18 und 30 Jahren in zwei Kursen im Volkstanz zu unterrichten.
Den Kontakt hatte die Deutsche Gesellschaft für Volkstänze vermittelt. Die Tänzer trainierten täglich sieben Stunden unter der Anleitung der Nordheidjer. Abends wurde die Zeit zum Tanzen - von Volkstanz bis Samba - oder zum Erkunden der Stadt und ihrer Kneipen genutzt.
Hintergrund für die Deutsch-Brasilianischen Verbindungen: "Wegen der sozialen Probleme in Europa wanderten insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert viele Deutsche nach Brasilien aus. Im Süden Brasiliens fanden sie klimatische Bedingungen, die denen in der Heimat annähernd entsprachen, und sie konnten hier Ackerbau wie in Europa ausüben. In heutiger Zeit haben etwa zehn Prozent der Brasilianer deutsche Vorfahren, im südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul sogar 25Prozent", erklärt Birgit Kleinekampmann. "Die Deutschen nahmen ihre Sprache und ihre Kultur mit. Es gibt bis heute etliche Orte in denen Deutsch gesprochen wird, häufig ein Dialekt, z. B. aus dem Hunsrück. Ca. 300 Tanzgruppen im Süden Brasiliens tanzen deutsche Volkstänze und tragen bei Auftritten die entsprechenden Trachten. Für viele Tänzer geht es darum, die Kultur der Familie kennenzulernen."
Lebensfreunde und Geselligkeit machen auch in der Nordheide den Volkstanz aus. Nähere Infos unter www.volkstanzgruppe-hollenstedt.de.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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