(bim/nw). In einem offenen Brief wenden sich jetzt die Vorstände des TuS „Jahn“ Hollenstedt-Wenzendorf und des FC Este 2012 an Sozialdezernent Reiner Kaminski sowie die Schulleiter Holger Blenck (IGS Buchholz) und Jörg Berthold (Gymnasium Neu Wulmstorf). Die Genannten hätten in der Öffentlichkeit zum Thema Ansteckungsgefahr im Sport und insbesondere in der Samtgemeinde Hollenstedt "öffentlich Schuldzuweisungen bezüglich des Ursprungs von COVID-19-Infektionen gemacht" und "irreführend durchblicken lassen, dass die im Raum Hollenstedt zu verzeichnende Häufung von Positiv-Fällen auf die Sportausübung in unseren Vereinen zurückzuführen ist." Damit seien Verunsicherung und Ängste geschürt worden, die jeglicher Grundlage entbehrten.
Beide Vereine seien sich aber sowohl ihrer sozialen als auch ihrer fürsorglichen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft und insbesondere ihren Mitgliedern sehr bewusst. Die Vereinsvorstände verweisen auf die in den Vereinen getroffenen Maßnahmen, um der Infektion mit dem Virus im Rahmen des Vereinslebens vorzubeugen:
"Als einer der ersten Vereine des Landkreises Harburg hat der TuS 'Jahn' für die Sportplätze in Hollenstedt, Moisburg und Wenzendorf, die Tennisanlage, die Max-Schmeling-Hallen und die Günter-Wendisch-Halle Umbaumaßnahmen getätigt und ein Hygienekonzept erstellt, das von den zuständigen Behörden ausdrücklich als vorbildlich gelobt wird. Während in vielen Schulen Hallensport derzeit immer noch nicht möglich ist, dürfen in Hollenstedt bei Sportveranstaltungen sogar bis zu 63 Zuschauer auf der Tribüne sitzen."
Und auch der FC Este habe schon vor Beginn der Saison und mit Wiederaufnahme des Trainings umfangreiche Schutzmaßnahmen beschlossen, umgesetzt und in einem Hygienekonzept festgeschrieben. "Dieses Hygienekonzept wurde vom zuständigen Gesundheitsamt in Winsen geprüft und uneingeschränkt genehmigt." Beide Vereine überprüften und optimierten diese Konzepte ständig.
"Wir sind im Gespräch mit unseren Sportlern, Mitgliedern und Zuschauern, um für die Notwendigkeit der ergriffenen Maßnahmen zu werben und auf deren Umsetzung zu achten."
Ein besonderes Zeichen für die Verantwortung der Vereinsführungen sei die Einstellung des Jugend-Trainingsbetriebes der Handballabteilung vom 9. bis zum 27. September nach vermehrten Corona-Verdachtsfällen, ohne dass eine entsprechende Anordnung des Gesundheitsamtes vorgelegen habe. Und das, obwohl vier Mannschaften vor den Qualifikationsspielen zur Oberliga bzw. Landesliga stünden.
"Die allgemeine Verunsicherung im Jugendbereich wird insbesondere durch das aktuelle Infektionsgeschehen in einigen Schulen unseres Landkreises verstärkt. Wir können allerdings nur im Rahmen unserer Möglichkeiten auf unseren Sportanlagen und in unserem Umfeld wirken. Um den Spielbetrieb unter den zahlreichen Auflagen gewährleisten zu können, bedarf es des großen Engagements vieler ehrenamtlicher Helfer in unseren Vereinen. Für dieses Engagement bedanken wir uns sehr.
Wenig hilfreich und geradezu ärgerlich ist deshalb die zum Teil sehr einseitig negative öffentliche Diskussion um die Arbeit der Vereine unter diesen erschwerten Bedingungen durch einige Bildungsträger sowie offizielle Vertreter des Gesundheitsamtes", heißt es weiter.
"Wir verwahren uns gegen öffentliche Schuldzuweisungen an unsere Vereine. Wir haben in unserem Umfeld alles dafür getan, dass bis zum heutigen Tag kein Infektionsfall in unseren Vereinen bekannt ist, der ursächlich mit dem Trainings- oder Spielbetrieb in Zusammenhang gebracht werden kann. Wir werden alles dafür tun, damit das so bleibt!", erklären die Vorstände.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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