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Kampagne: „Inklusion ist ein Menschenrecht“

(Foto: Fotolia Gerhard Seybert)

Sozialverband Neu Wulmstorf beteiligt sich an landesweiter Aktion für Barrierefreiheit

mi. Neu Wulmstorf. "Ich bin nicht behindert, ich werde behindert" - unter diesem Motto steht eine landesweite Kampagne des Sozialverbands Deutschland (SoVD), die eine bessere Umsetzung der Inklusion für behinderte Menschen fordert. An den Aktionen nimmt auch der Ortsverband Neu Wulmstorf teil.
"Wer sehbehindert, hörgeschädigt oder mit einem körperlichen Handicap unterwegs ist, kennt auch in Neu Wulmstorf die Orte und Wege, die an Bordsteinkanten enden oder die Orte, die man gar nicht erst aufsuchen muss, weil man eh nichts hört", so die SoVD-Ortsvorsitzende und stellvertretende Kreisvorsitzende Änne Heinrich. "Der SoVD prangert als Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung an, dass in Neu Wulmstorf viele Gehwege nicht barrierefrei sind." Noch gravierender sei aber, dass auch manche Arztpraxis nicht von Gehbehinderten zu erreichen sei.
Als Schirmherrin für die Aktion konnte der SoVD Neu Wulmstorf die Sozialdemokratin Regina Buyny gewinnen. Sie nutzt selbst einen Rollstuhl und kennt daher die Probleme Betroffener. Als Mitglied im Rat der Gemeinde kennt sie Schwachstellen, wo politisch und mit Infrastrukturmaßnahmen Abhilfe geschaffen werden muss. Beispielsweise fehle in Bildungseinrichtungen oft das Personal für Inklusion.
Aus dem SoVD-Ortsverbandsvorstand begleitet der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Wolthausen die Aktion. Er war über lange Jahre Personalratsvorsitzender einer großen Krankenkasse und berichtet aus seiner Erfahrung, dass viele Unternehmen lieber eine Strafe zahlen, bevor sie jemanden mit einem Schwerbehindertenausweis einstellen. Solche Behinderungen für Menschen, die eigentlich Inklusion brauchen, will der Ortsverband Neu Wulmstorf sammeln und damit zur niedersachsenweiten Kampagne des SoVD beitragen.
Der Vorstand bittet Mitglieder und Interessierte, Orte oder Bedingungen des öffentlichen Lebens zu benennen, die im Ort nicht barrierefrei sind. Bis August nimmt Jürgen Wolthausen entsprechende Meldungen unter juergen_wolthausen@web.de oder unter Tel. 0151- 649 67 233 entgegen. Die "Fundstellenliste" wird am Ende der lokalen Aktion an den Bürgermeister übergeben. „Inklusion ist ein Menschenrecht“, betont die Vorsitzende Änne Heinrich. Ihr Ziel: Die regionale Politik muss Barrierefreiheit und Inklusion ernst nehmen.