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Waldsiedlung: Gemeinde will abwarten

Stehen Bürgermeister Wolf Rosenzweig (SPD) Schadenersatzforderungen ins Haus? (Foto: spd)
Neu Wulmstorfer Rat hat umstrittenes Bauprojekt gekippt

mi. Neu Wulmstorf. Gegner des Projekts sind zufrieden, die Investoren und Befürworter verärgert: In einer geheimen Kampfabstimmung votierte der Rat der Gemeinde Neu Wulmstorf jetzt mit 17:15 Stimmen gegen den Bebauungsplanentwurf für die Waldsiedlung.
Das hoch umstrittene Projekt "Waldsiedlung" sieht vor, auf einem 15 Hektar großen Wald-Areal auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger-Kaserne eine Einzelhaussiedlung mit bis zu 53 Objekten auf großzügigen Grundstücken zu bauen. Investoren sind die Sparkasse Harburg-Buxtehude und die Niedersächsische Landgesellschaft.
Mit dem Votum hat der Rat dem Projekt de facto den Todesstoß erteilt. Theoretisch wäre zwar noch ein weiterer Vorstoß mit einen veränderten B-Plan-Entwurf möglich, allerdings würde wohl auch diesem die notwendige Mehrheit im Gemeinderat fehlen.
Entsprechend skeptisch ist man bei der Gemeinde Neu Wulmstorf, ob sich die Waldsiedlung noch realisieren lässt. Pressesprecherin Sandra Lyck: "Wir haben das Votum unseren Partnern mitgeteilt. Jetzt warten wir ab". Impulse aus der Politik das Projekt mit einem veränderten Plan quasi neuzustarten, gebe es nicht. Weiter schwebt auch das Damoklesschwert horrender Schadenersatzforderungen über der Gemeinde. Wie berichtet, gehen vertrauliche Dokumente aus der Verwaltung von einer Maximalsumme von 2,8 Millionen Euro aus. Lesen Sie auch