Energiesparprojekt trägt erste Früchte

Michael Brieden-Segler (v. li.), Anna-Katharina Poppe und Erich Küng sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen ihres Projekts Foto: jab
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Initiatorin und externe Dienstleister ziehen nach sechs Monaten eine erste positive Bilanz

jab. Horneburg. Die Arbeit des interkommunalen Projekts "Energiesparmodelle in der Region Altes Land und Horneburg" sowie erste Ergebnisse wurden bei der Sitzung der Schulausschüsse der Samtgemeinden Horneburg und Lühe sowie der Gemeinde Jork durch Klimaschutzmanagerin Anna-Katharina Poppe zusammen mit den externen Dienstleistern Michael Brieden-Segler und Erich Küng vorgestellt.

Die Grundlage für das Projekt war das 2015 von den Samtgemeinden Horneburg und Lühe sowie der Gemeinde Lühe beschlossene Klimaschutzkonzept zur Einsparung von CO₂-Emissionen. Dieses beinhaltete neben Bereichen wie Kommunen und Privathaushalten auch den wichtigen Punkt Schule. Hierfür gab es viele Maßnahmen, wie z.B. den Umweltwettbewerb "Klimadetektive". Ein im Klimaschutzkonzept enthaltenes Prämienmodell soll den Schulen einen Anreiz bieten, Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Denn über die Prämien lassen sich wiederum andere Projekte an Schulen finanzieren.

Zunächst mussten aber erst einmal die möglichen Fördermöglichkeiten ausgewählt und mit den Kommunen sowie mit den Schulen gesprochen werden, so Poppe. Nach Erhalt des Zuwendungsbescheids im April 2018 über eine Laufzeit von vier Jahren mit einem Zuschuss von 54.000 Euro ging es in die Ausschreibung und zur Vergabe an die externen Dienstleister, um ein rundes Gesamtpaket zu schnüren. Offizieller Start des Projekts, an dem nun zehn Grund- und Oberschulen der Region teilnehmen, war im Sommer 2018.

Das Ziel sei es, langfristig zu einer Verhaltensänderung bei den Kindern, aber auch bei Lehrkräften und den Hausmeistern zu kommen, so Brieden-Segler. Die Schüler bringen das Gelernte oftmals mit nach Hause und bewirken dann auch bei ihren Eltern ein Umdenken. Um die Schulen bei der Umsetzung zu unterstützen, bieten die Dienstleister verschiedene Seminare und Materialien, wie einen Messkoffer für Energie-AGs oder Plakate und Unterrichtsmaterialien, an. Zusätzlich erhalten die Schulen einen Zugang zu einer Energiedatenbank, in der sie ihre Zählerstände eingeben und direkt ihre Einsparungen sehen können.

Auch eine Langzeittemperaturmessung hilft den Teilnehmern, noch mehr für das Thema effektives Heizen, aber auch Lüften zu sensibilisieren. Auch die Drittnutzer der Schulräume und Sporthallen, wie Sportvereine oder Musikschulen, müssen mit ins Boot geholt werden. Kommunikation sei hier besonders wichtig, meint Brieden-Segler. Große Investitionen seien nicht das Ziel eines solchen Projekts.

Er sei schon zu Beginn des Projektes insgesamt recht zufrieden mit dem Stand der Schulen beim Energiesparen. Durch die Messungen könne man aber an einigen Stellen, wie im Bereich des Heizens, noch Optimierungsbedarf erkennen, so der Energiecoach. "Die Schulen befinden sich aber schon auf einem hohen Niveau." Allerdings sei es wichtig, die Maßnahmen zum Energiesparen langfristig umzusetzen, damit nach Auslaufen der Förderung der Verbrauch ohne den Prämienanreiz nicht wieder steige, so Brieden-Segler.

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