Geschockt vom Müll in Bliedersdorfer Naturschutzgebiet
Familie Kaefel kann nicht glauben, was achtlose Menschen in der Natur entsorgen

Erik versteht nicht, warum jemand eine fast volle Flasche Motoröl in die Natur wirft Fotos: privat
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  • Erik versteht nicht, warum jemand eine fast volle Flasche Motoröl in die Natur wirft Fotos: privat
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jab. Bliedersdorf. Umweltschutz ist eines der großen Themen unserer Zeit. Müllvermeidung und die korrekte Entsorgung sind dabei zwei Punkte, für die sich viele Gemeinden im Frühjahr stark gemacht haben. Auch die Samtgemeinde Horneburg hat mit ihrer Müllsammelaktion einen Beitrag geleistet.

Alle Orte der Samtgemeinde haben sich an der Aktion beteiligt. Insgesamt nahmen rund 500 Personen bei der Sammlung von sogenanntem Wildmüll teil. Die größte Unterstützung gab es in Dollern - hier fanden sich 134 aktive Müllsammler - dicht gefolgt von Nottensdorf mit 133 Aktiven. Horneburg wartete mit 93 Teilnehmern auf, Agathenburg mit 71 und Bliedersdorf mit 66.

Zwischen Postmoor und Horneburg war Jana Kaefel mit ihren Kindern Marie (5) und Erik (2) sowie ihrem Mann und dem Nachbarskind Felix im Naturschutzgebiet unterwegs, um die Natur von sowohl achtlos als auch vollkommen beabsichtigt weggeworfenem Müll zu befreien. Ihr ist es wichtig, der nächsten Generation zu vermitteln, wie sie mit der Umwelt umgehen sollten. Schon bei normalen Spaziergängen achten bereits die Kleinsten auf Müll in der Natur und entsorgen ihn.

"Wir sind es leider schon gewohnt, dass viel unbedacht weggeworfen wird", so die Mutter. Der Baggersee sei wieder unerhört zugemüllt gewesen. Die Familie war geschockt, was sie alles gefunden haben. Neben den erwarteten Zigarettenschachteln und anderem Kleinkram entdeckten die Kaefels auch noch ein kaputtes Schlauchboot sowie eine mehr als halbvolle Kiste Bier.

"Die Kinder waren entsetzt, was Leute alles so wegschmeißen und zurücklassen", so Jana Kaefel. Erschreckend waren auch die Mengen an Metallschrott, die die Menschen achtlos liegen lassen. Sogar Sondermüll wurde einfach in die Natur geworfen. Eine noch zur Hälfte gefüllte Flasche Motoröl barg der kleine Erik - und das in einem Naturschutzgebiet. Immer mehr Wut und Enttäuschung machte sich bei der Familie breit. Schlimm sei es für die Mutter auch, ihren Kindern den Grund solcher verantwortungslosen Müllentsorgungen nicht erklären zu können.

Am Ende ihrer Müllsammlung waren drei große Säcke zusammengekommen - allein ein Sack voll nur mit Flaschen. Die Mutter hat einen Appell an alle Müllsünder: "Nehmt euren Müll mit nach Hause und entsorgt ihn vernünftig."

Erik versteht nicht, warum jemand eine fast volle Flasche Motoröl in die Natur wirft Fotos: privat
Felix (11) hilft fleißig mit, die Metallteile einzusammeln

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