Sanierung der Liebfrauenkirche
Wurde in Horneburg ein Geheimgang gefunden?

Pastorin Aggie-Eleanor von Dewitz-Bodman freut sich über den Start der Sanierungsarbeiten in der Liebfrauenkirche
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wei. Horneburg. Die Sanierungen der Liebfrauenkirche in Horneburg sind in vollem Gange. Eigentlich sollten die ersten Arbeiten schon im März durchgeführt werden, aber Corona machte einen Strich durch die Rechnung der Kirchengemeinde. Das Warten auf den Baustart hatte Ende September ein Ende, als der erste Teil des Gerüsts rund um die Kirche aufgebaut wurde.

Das wird gemacht

Für die Kirche sind drei große Projekte in Planung. Zum einen soll das Dach erneuert werden, weil sich bei Stürmen immer wieder Dachziegel lösten.
Das zweite Projekt ist die Heizung. Da sei etwas Besonderes geplant, so die Vorsitzende des Kirchenvorstandes und Baubeauftragte, Dorothee Kröger. Die alte Heizung sei kaputt und nun sei es Zeit für Neues. Eine Fußbodenheizung soll in Zukunft die Gemeinde in der Kirche warmhalten. Mit einem besonderen Be- und Entlüftungssystem soll dann der typische Kirchengeruch der Vergangenheit angehören und die Luftfeuchtigkeit besser reguliert werden können. In der Zwischenzeit wurde aber trotzdem schon einiges in der Kirche gemacht. Bei Projekt Nummer drei, der Innensanierung, wurden die Bänke ausgebaut und die Orgel und der Altar staubdicht verpackt. Möglicherweise wurde sogar ein Geheimgang unter den Bänken entdeckt. In der Gemeinde werde vermutet, dass ein solcher Gang von der Kirche zum Burgmannshof existiert. Pastorin Aggie-Eleanor von Dewitz-Bodman glaubt jedoch noch nicht an den Geheimgang. "Ich glaube, da verlaufen nur Heizungsrohre", sagt sie.

Viel verändert werden soll der Innenraum der Kirche aber nicht. Bis auf ein paar Kleinigkeiten und einen neuen Fußboden bleibt alles so, wie es war. "Wir wollen uns für die Zukunft aufstellen und etwas moderner werden", so Kröger. Die Kirche wird also mit neuer Technik ausgestattet, um auch für die kommenden Jahre und den damit verbundenen technischen Fortschritt gewappnet zu sein. Diese Arbeiten seien auch dringend fällig, denn seit über 60 Jahren wurde dort nichts mehr gemacht.

Über die Dauer der Arbeiten konnte die Baubeauftragte noch nichts Genaues sagen. In der jetzigen Zeit könne immer wieder etwas dazwischenkommen. "Ich bin froh, wenn wir Weihnachten 2021 wieder in der Kirche sein können", hofft Dorothee Kröger.

Was kostet die Sanierung?

Die gesamten geplanten Kosten sind durch Corona und den dadurch entstandenen Aufschub enorm gestiegen. Für das Dach und die Heizung kommen Kosten in Höhe von 980.195 Euro auf, die bereits von der Landeskirche und dem Kirchenkreis finanziert sind. Für die Innensanierung, für die die Kirchengemeinde selbst aufkommen muss, fallen Kosten in Höhe von 634.652 Euro an. Schon lange, bevor es losging, hatte die Kirche zu Spenden aufgerufen. Wie hoch die genaue Summe der bereits gespendeten Gelder ist, könne die Pastorin aber nicht genau sagen, weil sich dafür an verschiedenen Spendentöpfen bedient werde. "Die Spendenbeteiligung ist groß", freut sich von Dewitz-Bodman.
Trotz der dringend benötigten Spenden verzichtete die Kirche während der Monate mit den höchsten Infektionszahlen bewusst auf Spendenaufrufe. "Es war nicht die Zeit zum Geld sammeln. Wir als Kirche mussten uns positionieren und für andere da sein", betonte Kröger.
Während der Sanierungsarbeiten finden die Gottesdienste im Gemeindehaus gegenüber der Liebfrauenkirche statt.

Aktion auf Facebook

Martin Luther sagte einmal, er würde immer einen Apfelbaum pflanzen, auch wenn die Welt am nächsten Tag untergehen würde. "Das passt ganz gut in die aktuelle Corona-Situation", sagte Pastorin Aggie-Eleanor von Dewitz-Bodman und hat sich etwas überlegt.
Damit die Gemeindemitglieder immer auf dem Laufenden bleiben, postet die Pastorin in der Facebook-Gruppe zur Renovierung der Kirche regelmäßig Bilder vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten.
Um das Ganze etwas spannender zu machen, versteckt sie auf den Fotos eine kleine Martin-Luther-Legofigur, die als Symbol für Hoffnung in dieser schweren Zeit stehen soll. Die Gruppenmitglieder sollen diese Figur suchen und dann natürlich auch finden.

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