Kommunikation als Grundstein
Knut Willenbockel kandidiert in Horneburg als Samtgemeinde-Bürgermeister

Knut Willenbockel möchte mit den Bürgern auf Augenhöhe kommunizieren
  • Knut Willenbockel möchte mit den Bürgern auf Augenhöhe kommunizieren
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wei/jd. Horneburg. Noch steht Knut Willenbockel (43) als Vize-Verwaltungschef der Samtgemeinde Horneburg dem derzeitigen Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Herwede zur Seite. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird nach der Bürgermeisterwahl am 12. September der jetzige Vize der neue Chef im Horneburger Rathaus sein. Denn Herwede tritt nicht wieder an und Willenbockel hat seinen Hut in den Ring geworfen. "Das Interesse am Bürgermeister-Posten war schon immer da", sagt Willenbockel. Dass es jetzt so schnell gehe, sei nicht geplant gewesen. Dennoch will er sich nun der Herausforderung stellen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist Willenbockel der einzige Kandidat für das Amt des Samtgemeinde-Bürgermeisters.

Das sind seine Ziele

Sollte er die Wahl gewinnen, will Willenbockel vor allem auf Kommunikation und sachliche Diskussionen setzen. "Man kann es nicht allen recht machen". Darüber ist sich auch der Bürgermeister-Kandidat im Klaren. Dennoch will er versuchen, möglichst viele in die politische Willensbildung einzubinden. Der 43-Jährige möchte den Dialog suchen und betont, offen für Ideen und Anregungen zu sein. Kommunikation sei nun einmal ein wichtiger Eckpfeiler, um das gemeinschaftliche Leben zu gestalten. "Ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft ist das Ehrenamt", sagt Willenbockel. Er selbst engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Sportbereich. Er möchte erreichen, dass das Ehrenamt künftig noch stärker in der Gesellschaft verankert wird. Dafür will er allen Ehrenamtlichen eine Anlaufstelle bei der Verwaltung bieten. Für den Familienvater sind Familien mit Kindern ebenfalls ein wichtiges Thema. Daher ist es sein Ziel, das Betreuungsangebot weiter auszubauen und flexibler zu gestalten. Denn gerade die Pandemie habe gezeigt, wie schwierig es sein könne, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Das soll mit der Erweiterung der Betreuungsangebote erleichtert werden. "Diesen Weg hat die Samtgemeinde Horneburg bereits eingeschlagen und hier möchte ich in Zukunft anknüpfen", sagt Willenbockel. 

Ein Wahlkampf in Corona-Zeiten bringt einige Probleme mit sich. Das weiß auch Willenbockel. Da es kaum machbar ist, persönlich mit den Menschen in Kontakt zu treten, hat sich der Kandidat einiges ausgedacht, um möglichst viele potenzielle Wähler zu erreichen. Zum einen hat er eine Webseite erstellt (www.willenbockel-fuer-horneburg.de/) und zum anderen postet er regelmäßig Beiträge auf Facebook und Instagram. Damit möchte er auch die jüngere Generation ansprechen. Außerdem überlegt er, Flyer zu verteilen. Diese sollen sich überwiegend an die Älteren richten. In Planung sei außerdem eine Art Sprechstunde über Telefon oder Livestream mit Chatfunktion, zum Beispiel auf Facebook, so Willenbockel. Wie gut das ankommt, solle aber erst einmal getestet werden.

Zurzeit wohnt Willenbockel zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter (15) in Stade. Ein Umzug nach Horneburg ist in Planung und das passende Grundstück sei bereits gekauft. Gebaut werde aber erst nach der Wahl.

Ein paar private Fakten

1977 in Bergen (Landkreis Celle) geboren, wuchs Knut Willenbockel mit zwei Geschwistern auf. Sein beruflicher Werdegang begann mit einem dualen Studium als Diplom-Verwaltungswirt bei der Stadt Celle. Seine erste Stelle erhielt er als Leiter der Bußgeldstelle im Rechtsamt des Landkreises Stade. Nach einigen weiteren Posten bei den Landkreisen Stade und Cuxhaven kam er 2015 als Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Soziales in die Samtgemeinde Horneburg.
Bereits mit 15 Jahren betreute der heute 43-Jährige Basketball-Teams und war bei Spielen auch als Schiedsrichter tätig. Und auch heute noch ist Willenbockel dem Sport verbunden: Er ist Vorsitzender des Kreissportbundes.

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