Bendestorf
Verletztes Reh einfach zurückgelassen

Das Reh hatte nach dem Angriff große Schmerzen. Es wurde vom Hundebesitzer einfach seinem Schicksal überlassen
  • Das Reh hatte nach dem Angriff große Schmerzen. Es wurde vom Hundebesitzer einfach seinem Schicksal überlassen
  • Foto: Schmanns
  • hochgeladen von Anke Settekorn

as. Bendestorf. Zu einem von einem Hund verletzten Reh im Waldstück "Am Sonnenberg" wurde der Bendestorfer Jagdpächter Joachim Schmanns am vergangenen Mittwoch gerufen. Am Sonnenberg angekommen, fand er das am Kopf mit schweren Bisswunden verletzte Reh an einem Grundstückszaun liegend. Auch ein Ohr war abgebissen.

Ein Zeuge, der die Polizei alarmiert hatte, berichtete, dass ein weiß-dunkel gefärbter mittelgroßer Hund das Reh attackiert habe. Der Hundebesitzer rief den Hund von weitem. Der Hund reagierte jedoch nicht. So entschied sich der Hundebesitzer zu seinem Hund zu gehen, damit dieser vom Reh ablässt. Dann nahm er den Hund und ging einfach seines Weges. Das schwer verletzte Reh blieb hilflos zurück.
Für Joachim Schmanns ist es unverständlich, dass der Hundebesitzer diesen Vorfall nicht sofort bei der Polizei oder beim zuständigen Jagdpächter gemeldet hat: "Damit hat er rücksichtslos in Kauf genommen, dass das Reh lange Zeit schlimme Qualen erleiden musste."

In dem Bendestorfer Waldstück seien täglich viele Spaziergänger mit ihren Hunden unterwegs, berichtet Schmanns. Das Wild könne damit relativ gut umgehen, vorausgesetzt, dass Hund und Spaziergänger auf den Wegen bleiben und nicht im Wald stöbern. Gerade jetzt im Winter ist das Nahrungsangebot für die Wildtiere stark eingeschränkt. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, liegt das Wild tagsüber im Schutzbereich von Bäumen und Sträuchern und ist dadurch eine relativ leichte Beute für Hunde.

Joachim Schmanns appelliert an die Hundebesitzer: "Bitte nehmt Rücksicht auf die Wildtiere, indem ihr dafür sorgt, dass die Hunde auf den Wegen bleiben. Das gilt auch ganz besonders für die kommende Brut- und Setzzeit, in der ein Leinenzwang für Hunde gesetzlich Vorgeschrieben ist!"

• Weitere Hinweise nimmt die Polizei Buchholz entgegen, Tel. 04181-2850.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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