Beeindruckende Schlichtheit

Die St. Martins-Kirche wird am Sonntag 175 Jahre alt. Das wird im Zuge eines Festgottesdienstes gefeiert
4Bilder
  • Die St. Martins-Kirche wird am Sonntag 175 Jahre alt. Das wird im Zuge eines Festgottesdienstes gefeiert
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Jesteburg feiert Kirchweihjubiläum / Mitglieder schenken sich selbst ein neues Lesepult.

mum. Jesteburg. Das ist ein besonderer Termin für die Mitglieder der St. Martins-Kirchengemeinde: Am Sonntag, 17. Dezember, jährt sich die Einweihung des Kirchengebäudes aus dem Jahr 1842 zum 175. Mal. Aus diesem Anlass feiert die Kirche einen besonderen Gottesdienst, in dem Landes-Superintendent Dieter Rathing aus Lüneburg zu Gast sein wird und die Predigt spricht. Gleichzeitig wird damit ein neuer so genannter „Ambo“ (so nennt man das Lesepult in einer Kirche) seiner Bestimmung übergeben. Im Auftrag des Kirchenvorstands hatte die Holzbildhauermeisterin Almut Andersson aus Eddelsen das neue Prinzipalstück angefertigt. Zahlreiche Jesteburger Gemeindeglieder und Freunde der Kirche sind seit Mitte Mai der Idee einer „Geburtstagsgeschenk-Aktion“ gefolgt und haben gemeinsam das Sammelziel von 5.000 Euro für die wertvolle Anschaffung erreicht. „Nun dürfen alle gespannt sein, wie der neue Ambo aussieht und wie er sich in den Kirchenraum einfügt“, sagt Sprecherin Carola von der Lieth. Auf einer innen liegenden Stiftertafel sollen die Namen der Spender verewigt werden.
Die St. Martins-Kirche ist in ihrem klassizistischen Baustil im Kirchenkreis Hittfeld einzigartig. Die Gemeinde erteilte im Jahr 1841 dem Architekten und Konsistorialbaurat Friedrich August Ludwig Hellner (1791-1862) den Auftrag, für einen kompletten Neubau nach Abriss ihrer alten Feldsteinkirche. Heute beeindruckt die Jesteburger Kirche schon von außen durch ihre hohen Rundbogenfenster und die wenig sakral anmutende Schlichtheit. Zudem ist das nahezu quadratische Gebäude turmlos - der hölzerne Glockenturm aus dem Jahr 1768 steht in einiger Entfernung. Im Innern konzentriert sich der Blick auf einen Kanzelaltar. Also die bauliche Einheit des Altartisches mit der direkt darüber liegenden Kanzel. „Seit der Reformation symbolisiert ein Kanzelaltar in einer protestantischen Kirche die Gleichwertigkeit von Sakrament (Abendmahl/Taufe) und Wort (Schriftlesung/Predigt)“, so Carola von der Lieth.
Dank der lutherischen Prägung der Architektur war es der Jesteburger St. Martins-Gemeinde 2017 möglich, sowohl das Festjahr „500 Jahre Reformation“ und das ortseigene 175-jährige Jubiläum der Kirche gemeinsam zu feiern. Ein starkes Programm mit Höhepunkten in der Passsionszeit (Predigt-Reihe zu Luthers vier Soli), in den Sommermonaten (Pilgern im Priestertum aller Gläubigen) bis hin zum Reformationsfesttag, unter anderem mit einer Stafettenlesung des Römerbriefes, begleitete die Gläubigen und Interessenten durch das ganze Jahr.
Mit dem feierlichen Gottesdienst am Sonntag, 17. Dezember, um 10 Uhr und einem anschließenden kleinen Festakt mit Mittagessen im Gemeindehaus soll das Festjahr nun abgeschlossen werden.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Blaulicht
Polizeikommissar Laurin Maier kontrollierte auch das Pedelec von Fritz Koch und sprach mit ihm über Diebstahlsicherung
2 Bilder

Bundesweite Kontrolle
Radfahrer sollen "sicher.mobil.leben"

(bim). Immer wieder appelliert der Allgemeinde Deutsche Fahrradclub (ADFC) an die motorisierten Verkehrsteilnehmer, auf den Schutz von Radfahrern und die einzuhaltenden Abstände zu achten. Radfahrer haben auch immer wieder mit auf Radfahrstreifen parkenden oder haltenden Lieferfahrzeugen oder Pkw zu kämpfen. Aber es gibt auch echte Rüpel-Radfahrer, die Autofahrer zur Verzweiflung bringen, ohne zu gucken über den Zebrastreifen "kacheln" oder rote Ampeln umfahren. Um beide Seiten für eine...

Panorama
5 Bilder

6. Mai: Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Harburg
66,42: Inzidenzwert steigt leicht an

(sv). Der Inzidenzwert ist am heutigen Donnerstag, 6. Mai, im Landkreis Harburg wieder leicht gestiegen auf 66,42 (am Vortag: 65,24). Heute meldet der Landkreis 303 aktive Fälle (+23). Seit Ausbruch der Pandemie waren 6.286 Personen an COVID-19 erkrankt (+36), davon sind bislang 5.876 wieder genesen (+13). Die Zahl der an oder mit dem Coronavirus Verstorbenen bleibt heute konstant bei 107. Das sind die Corona-Zahlen in den einzelnen Kommunen am heutigen Donnerstag, 6. Mai: Stadt Buchholz:...

Wirtschaft
Die Budni-Baustelle in der Zinnhütte wächst schnell. Im vierten Quartal soll der Drogeriemarkt eröffnet werden
3 Bilder

Budni, Netto und Modehaus Schacht
Tostedts Geschäftswelt wird neu gemischt

bim. Tostedt. Die Geschäftswelt in Tostedt ist in Bewegung: Auf dem Gelände der im Jahr 2013 abgebrannten Autowerkstatt in der Zinnhütte baut der Drogeriemarkt Budnikowsky eine zweite Filiale, in die Räume des ehemaligen Aldi-Marktes Unter den Linden soll ein Netto-Markt einziehen, und statt Modeverkauf wird es bei Schacht in der Bahnhofstraße künftig Therapieräume geben. • Budnikowsky: Wie berichtet, hatte Budni vergangenen November auf Anfrage mitgeteilt, dass der Budni-Standort Unter den...

Politik
Wer folgt auf die Führungskräfte, die das 
Rathaus verlassen haben?

Wo sind die größten Baustellen?
Exodus der Führungskräfte aus dem Rathaus Apensen

tk. Apensen. "Petra allein im Rathaus" wäre die passende Schlagzeile, wenn es um die Zukunft der Samtgemeinde-Verwaltung in Apensen geht. Der Samtgemeinde-Bürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock sind innerhalb kurzer Zeit drei Führungskräfte abhandengekommen: Sabine Benden, Bauamtsleiterin und stellvertretende Bürgermeisterin, Tanja von der Bey, Chefin im Ordnungs- und Standesamt, und jetzt auch noch Kämmerin Margit Reschke. Optimisten sprechen zwar von der Chance eines Neubeginns. Dem schönen...

Politik
Seit 2016 liegt der Ortskern in Langenrehm brach, über eine Lösung wurde lange diskutiert - ohne Ergebnis

Langenrehmer wenden sich an Verwaltung
Offener Brief der Anwohner

lm. Langenrehm. Kommt nun endlich Bewegung in die Dorferneuerung in Langenrehm? Zumindest haben sich Bewohner des kleinen Ortes nun in einem offenen Brief an die Gemeindeverwaltung, den Ortsrat und den Landkreis gewandt. Und darin gehen die Anwohner hart mit den Verantwortlichen ins Gericht. Das einst idyllische Langenrehm, in dem drei Gastwirte angesiedelt waren, würde mittlerweile einen Preis für das "hässlichste Dorf des Landkreises" gewinnen, heißt es in dem Brief. Der konkrete Vorwurf der...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen