Das WOCHENBLATT fragt seine Leser: Einbahnstraßen-Idee

Der Vorschlag von Matthias Wagner sieht vor, dass der Verkehr unter anderem durch den Moorweg geführt wird
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Und das sagen die WOCHENBLATT-Leser zu Vorschlag von Matthias Wagner:
• Burkhard Homburg (Kamerunstraße): "Das von Matthias Wagner aufgezeigte Konzept ist nahezu genial. Es überträgt alle Vorteile eines 'Roundabout' in eine vorhandene Straßenführung. Die Realisierung darf gern den Fachleuten überlassen bleiben."
• Markus Hornburg (Jesteburg): "Ich kann beim Blick auf Hittfeld nicht nachvollziehen, warum ein Dorf mit vernünftiger Umgehungsstraße zu einem 'Schlafdorf' verkommt. Ich finde, ein beruhigter Dorfkern ist einladend und sicher schöner für den Aufenthalt, als eine 'Autobahn', so wie sie jetzt durch Jesteburg führt. Bei allem Wohlwollen für den sicher gut gemeinten Vorstoß fehlt mir völlig das Verständnis, wie dieser Plan das ungeheure Verkehrsaufkommen über baulich bedingt enge Straßen, mitten durch dicht besiedelte Wohngebiete führen will? Wenn man eines festhalten kann, dann dass es merkwürdig anmutet, wie wenig in Jesteburg überhaupt passiert."
• Malte Jesussek (Seevetal): "Herr Wagner hat vor, Hauptverkehrszweige von Ladenstraßen in Siedlungen zu legen. Vorbei an Schulen und vor allem an dem größten Jesteburger Spielplatz. Zudem müssten sämtliche Straßen für ein solches Verkehrsaufkommen saniert oder erst angelegt werden. Zusätzlich müsste die Straße Ziegeleiweg verbreitert werden, da aufgrund der vielen parkenden Autos nicht viel Platz bleibt. Allerdings wäre ich als Anwohner der Straße Seevetal/Ziegeleiweg nicht bereit, mein ohnehin schon kleines Grundstück zu veräußern, damit ein Hauptverkehrszweig direkt zwei Meter an meinem Haus vorbeiführt."
• Bernd Wenzel (Buchholz): "Vor zehn bis 20 Jahren hatte ich die Idee, die Hamburg-Pendler über den Moorweg und Marxen zur A7 zu führen. Wegen der nahe gelegenen Schule verwarf ich dies sofort. Jesteburg sollte die beiden Problemkreuzungen mit Ampeln versehen. Das wäre billiger als zwei Kreisverkehre mit Grundstücksankauf und ginge schneller. Kreisverkehre funktionieren nur gut, wenn sie groß genug sind. Die bisher in Jesteburg angedachten Kreisel sind zu klein und würden Rückstauungen verursachen, die von einem Kreisel in den anderen hinein reichten."
• Hagen-Christian Kümmel (Moorweg): "Der Moorweg ist eine Tempo 30-Zone und das zurecht. Krippe, Kindergarten, Grundschule und seit einigen Jahren auch die Oberschule sind guter Grund für diese Entscheidung. Der Pausenhof der Grundschule befindet sich offen gestaltet direkt am Moorweg. Hier ist schon jetzt erhöhte Vorsicht geboten. Der Verkehr in Jesteburg mag ein Problem darstellen. Die Einmündung nach Lüllau ist häufig an einem Samstag stadteinwärts grundsätzlich ein Nadelöhr. Eine Ampel wird jedoch auch da wenig helfen."
• Klaus Baden (Marxen): "Nachdem ich 25 Jahre nach Buchholz zur Arbeit gefahren bin, hatte ich im Stau genug Gelegenheit mir über diese Kreuzung Gedanken zu machen. Mein Vorschlag: Zwei Kreisel, einmal an der Kreuzung nach Itzenbüttel und einmal in Höhe Budnikowsky. 1. Fahrtrichtung von Lüllau: Nur Rechtsabbiegen und dann im Kreisel bei Budnikowsky zurück in Richtung Hittfeld. 2. Fahrtrichtung von Asendorf: Nur Rechtsabbiegen und im Kreisel nach Itzenbüttel zurück in Richtung Lüllau."
• Insa Blees (Jesteburg): "Die Idee einer Einbahnstraße finde ich im Prinzip ganz pfiffig. Nur sollten die vorhanden Verkehrswege dafür auch geeignet sein. Ich kenne die Strecke Seevestraße-Seeveufer-Dachsweg ganz gut und mir ist absolut schleierhaft, wieso ausgerechnet hier der Durchgangsverkehr geleitet werden soll. Direkt am großen Spielplatz am Seeveufer vorbei, bei dem die Kinder oft die an die Straße grenzende Grünfläche in ihre Spiele mit einbeziehen. Ich weiß auch nicht, ob Herrn Wagner klar ist, dass Durchgangsverkehr nicht nur aus Pkw besteht. Und für Lkw sind die schmalen Straßen sehr problematisch. Mit einem Ausbau des Ziegeleiwegs ist es da nicht getan."

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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