Im Kinderdorf "Fountain Gate" ein Zuhause gefunden
Der Sambia Förderverein rettet Kinderleben

Mussten sich allein durchschlagen, bis sie nach Fountain Gate kamen: Der elfjährige Lameck ...
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  • Foto: Sambia Förderverein
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as. Jesteburg. Nach jahrelangem Hunger, Not und Elend haben die jungen Sambier Lameck (elf) und Benson (14) jetzt in dem Kinderdorf "Fountain Gate" die Chance auf ein neues Leben erhalten. Das Kinderdorf wird betrieben vom Sambia Förderverein Jesteburg, der mit seinen finanziellen Mitteln nicht nur Bauprojekte umsetzt, sondern Kinderleben verändert - konkret wie das der zwei Brüder.

Benson und Lameck kamen im Januar dieses Jahres in das vom Sambia Förderverein vor zwölf Jahren gegründete Kinderdorf "Fountain Gate". Lameck war bei der Ankunft stark unterernährt - die Geschwister hatten eine wahre Odysee hinter sich.

2018 sind ihre Eltern verstorben. Zunächst verblieben die Brüder in der Obhut von Nachbarn, diese warfen sie aber ein Jahr später hinaus, weil sie ihnen zu viel Arbeit machten. Die Jungs, neun und zwölf Jahre alt, wurden allein in die Ostprovinz Sambias geschickt, sollten dort bei einer Tante unterkommen. Weil sie aber keine genaue Adresse ihrer Verwandten hatten, kamen sie dort nie an.

Um zu überleben, schlugen sie sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Sie lebten in schlimmen Verhältnissen, bis sie von der Polizei aufgegriffen wurden. Lameck war stark unterernährt. Die Beamten leiteten die Kinder an das Sozialamt weiter, das die beiden schließlich im Kinderdorf "Fountain Gate" unterbrachte.

"Wir wollen Kindern wie diesen Brüdern auch künftig helfen", sagt Werner Huber, Gründer und Vorsitzender des Fördervereins. Für den Unterhalt des Kinderdorfes, für die Versorgung der Tageskinder, für die Mubuyu-Mädchenschule und für Hungerhilfe muss der Verein monatlich 14.000 Euro aufbringen. Damit nicht genug, steht als Nächstes ein Schulneubau in "Fountain Gate" an - der Verein rechnet dafür mit Kosten von rund 200.000 Euro.

Hinzu kommen die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die zuletzt in einer heftigen Corona-Welle über das Land hereinbrachen. Unter anderem mit der Lieferung von gespendeten Schnelltests (das WOCHENBLATT berichtete) konnte der Förderverein dazu beitragen, dass die Partnerorganisation Chreso Ministries Menschen in Sambia während der Erkrankungswelle helfen konnte.

Jesteburger Sambia-Förderverein organisiert Hilfs-Aktion

"Wir sind sehr froh, dass unsere Einrichtungen wie das Kinderdorf 'Fountain Gate' und die Mubuyu Mädchenschule die Welle ohne schwere Krankheitsfälle überstanden haben", sagt Werner Huber.

Über seine Arbeit, vergangene und zukünftige Projekte informiert der Sambia Förderverein am Sonntag, 10. Oktober, ab 15 Uhr im Heimathaus (Niedersachsenplatz 5) in Jesteburg. Geplant ist ein halbstündiger Vortrag mit Bildern und Videos. Dann gibt es Kaffee und Kuchen gegen Spende, bevor von ca. 16 bis 16.30 Uhr ein weiterer Vortrag folgt. Es gelten 3G- und Hygieneregeln, Kontakte werden über die Luca-App nachverfolgt.

Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins sowie zu Spendenmöglichkeiten gibt es online unter www.sambia-fv.de.

Der Sambia Förderverein
1993 von dem Bendestorfer Arzt Werner Huber gegründet, hat der Sambia Förderverein das Ziel, durch Aufbau und Unterstützung geeigneter Projekte in Sambia Hilfestellung in Fällen schwerwiegender humanitärer Defizite zu geben, und zwar besonders in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Ausbildung.
Dabei achtet der Verein darauf, dass durch die Projekte möglichst eine dauerhafte Hilfe installiert wird - Hilfe zur Selbsthilfe.
www.sambia-fv.de

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 und sein Bruder Benson (14)
Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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