Die Welt etwas besser gemacht

Die Armut in Rumänien und Moldawien ist groß. Darunter leiden vor allem die Kinder. Der Weihnachtspäckchen-Konvoi von Round Table, Ladies‘ Circle, Tangent und Old Tablers kann das Problem nicht ändern, aber lindern. Dank der Unterstützung vieler Spender - auch der WOCHENBLATT-Leser - wurden diesmal 132.000 Geschenke übergeben und damit die Welt etwas besser gemacht.
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  • Die Armut in Rumänien und Moldawien ist groß. Darunter leiden vor allem die Kinder. Der Weihnachtspäckchen-Konvoi von Round Table, Ladies‘ Circle, Tangent und Old Tablers kann das Problem nicht ändern, aber lindern. Dank der Unterstützung vieler Spender - auch der WOCHENBLATT-Leser - wurden diesmal 132.000 Geschenke übergeben und damit die Welt etwas besser gemacht.
  • Foto: Björn Schirmer
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Die Mitglieder von Round Table, Ladies' Circle, Tangent Club und Old Tablers bringen 132.000 Päckchen zu bedürftigen Kindern.

(mum). Timor Buchhorn (40, Seevetal-Lindhorst) und Florian Clever (36, Hamburg-Harburg) werden dieses Weihnachtsfest mit sehr gemischten Gefühlen erleben. Gemeinsam mit 230 ehrenamtlichen Helfern brachten die Mitglieder des Service-Clubs Round Table mehr als 132.000 Weihnachtspäckchen nach Bulgarien, Rumänien, Moldawien und in die Ukraine - darunter fast 10.000 Päckchen aus den Landkreisen Harburg und Stade. In der „Welt der Armut“ zauberten sie ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder und wurden zeitgleich mit erschreckender Armut konfrontiert.
„Wir verteilten Tausende von Geschenken an Kinder, teilweise in Waisenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Schulen, Kindergärten und auch zu Hause“, so Buchhorn. „Besonders beeindruckt hat mich ein geistig-behinderter Junge, der mich ganz fest umarmt hat und nicht mehr loslassen wollte. In dieser Umarmung war so viel Liebe zu spüren.“ Es sei ein unbeschreiblich tolles Gefühl, in die dankbaren, leuchtenden Kinderaugen zu schauen.
Bereits seit 2001 organisiert Round Table in der Vorweihnachtszeit den Geschenke-Konvoi. Seit Jahren geschieht dies in enger Kooperation mit Ladies Circle, Tangent Club und Old Tablers - und seit Jahren steigt die Anzahl der Päckchen. „Ich bin immer noch sehr bewegt, wenn ich an die vergangenen Wochen denke“, so Florian Clever, der wie Buchhorn zum ersten Mal an dem Konvoi teilnahm. „Ich wollte nicht nur die Pakete einsammeln, sondern sehen, wer sie später bekommt.“
Bereits Mitte Oktober begannen die Mitglieder der beteiligten Clubs in Kindergärten und Schulen für die Aktion zu werben. „Ich war überrascht, wie einfach es war, um Unterstützung zu bitten“, so Buchhorn. Da die Mitglieder des Tisches aus den Landkreisen Harburg und Stade stammen, beteiligten sich Einrichtungen von Apensen bis Welle an der Aktion. Anfang November sammelten die Helfer die Päckchen in den unterschiedlichen Einrichtungen ein. Da sich auch viele andere Clubs aus Harburg Stadt und Land beteiligten, kamen allein in der Nordheide knapp 10.000 Geschenke zusammen. Unterstützung erhielten die Tabler von Detlev Dose. Der Inhaber von „STS - Seevetaler Transport Service GmbH“ („Seevetaler Warenhotel“) stellte seine Logistik-Halle zur Verfügung. Dort wurden die vielen Päckchen in große Umkartons verpackt und auf Paletten gestapelt. Dose organisierte schließlich auch den Weitertransport nach Hanau, wo alle Geschenke aus ganz Deutschland gesammelt und schließlich auf die Lkw verteilt wurden. Zudem steuerte STS-Mitarbeiter Julian Lange ein Fahrzeug nach Rumänien.
Am 2. Dezember begann für Buchhorn und Clever das große Abenteuer. Gemeinsam mit den vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern ging es in einem aus 39 Fahrzeugen bestehenden Konvoi nach Bulgarien, Rumänien, Moldawien und in die Ukraine. Während Buchhorn nach Rumänien fuhr, verteilte Clever in Moldawien Geschenke. Jeden Morgen teilten sich die Helfer auf und besuchten kleine Dörfer, wo die Tabler - unterstützt von lokalen Hilfsorganisationen - die Geschenke in Kindergärten und Schulen verteilten.
„Eine Situation wird mir im Gedächtnis bleiben“, sagt Clever. „Wir waren gerade damit fertig, knapp 600 Pakete zu verteilen. Plötzlich war da ein kleines Mädchen, das noch kein Geschenk bekommen hatte. Aber wir hatten keines mehr. Das Mädchen begann zu weinen. Zum Glück fand jemand von uns noch ein Päckchen und lief dem Mädchen hinterher. Das Kind fiel der Frau mit strahlenden Augen um den Hals.“
Nach fünf Tagen ging es schließlich wieder zurück nach Deutschland. Im Gepäck unglaublich viele Eindrücke. „Ich bin mir bewusst, dass wir die Welt dort nicht ändern können. Jedoch schenken wir den Kindern ein paar schöne Momente“, so Buchhorn.  Es sei großartig zu sehen, wie viele Menschen diese Aktion unterstützen.

• Weitere Informationen gibt es online unter www.round-table.de und www.weihnachtspaeckchenkonvoi.de.

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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