Erste Hilfe für die Seele

Ehrenamtliche des Kriseninterventionsteams werden alarmiert, wenn Menschen zu Opfern oder Augenzeugen stark schockierender Ereignisse wurden
  • Ehrenamtliche des Kriseninterventionsteams werden alarmiert, wenn Menschen zu Opfern oder Augenzeugen stark schockierender Ereignisse wurden
  • Foto: DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg e.V.
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes sucht neue ehrenamtliche Mitarbeiter.

(mum). Wer sich vorstellen kann, Menschen nach psychisch stark belastenden Ereignissen, beispielsweise Unfällen oder Gewaltverbrechen, zur Seite zu stehen, kann sich an zwei Terminen (16. Mai und 6. Juni) informieren.
Eine junge Frau wird brutal überfallen, ein Mann erfährt vom Freitod seines Sohnes, beim Großbrand eines Wohnhauses werden die Bewohner, darunter viele Kinder, evakuiert: In Situationen wie diesen sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK-Kriseninterventionsteams (KIT) zur Stelle, um den Betroffenen zur Seite zu stehen. Sie leisten psychosoziale Notfallversorgung, das heißt sie stabilisieren Opfer, Angehörige oder Augenzeugen, bieten ihnen menschliche Nähe an und vermitteln weiterführende Hilfe. Das Risiko, dass die Betroffenen langfristige traumatische Schäden erleiden, wird dadurch erheblich vermindert.
"Wir sind vor Ort, wenn wir gebraucht werden. Und das an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr", so KIT-Teamleiter Malte Stüben. Auf rund 300 Einsätze kommen die rund 40 Ehrenamtlichen des KIT pro Jahr. Jeden Tag haben zwei von ihnen einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst. Damit muss jeder KIT-Mitarbeiter an zwei Tagen im Monat mit einer Alarmierung rechnen. Alarmiert wird das KIT von den Einsatzkräften, also von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst in Hamburg.
Auf die Anforderungen als Krisenhelfer werden die Ehrenamtlichen mit einer Qualifizierung an mehreren Wochenenden vorbereitet. Das Qualifizierungskonzept wurde vom DRK in Hamburg entwickelt. Es wird inzwischen bundesweit umgesetzt. Als Teil des Teams nehmen Ehrenamtliche regelmäßig an Fortbildungen und Supervisionen teil. Voraussetzungen für die Bewerbung sind ein Mindestalter von 25 Jahren, physische und psychische Belastbarkeit, ein Führerschein der Klasse B und zeitliche Flexibilität für die regelmäßigen Bereitschaftsdienste.
• Wer sich beim KIT engagieren möchte, kann am 16. Mai und 6. Juni Näheres erfahren: KIT-Verantwortliche informieren ab 19 Uhr im Hamburg Leuchtfeuer, Lotsenhaus (Museumstraße 3, in 22765 Hamburg). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen zur Ausbildung und zum Bewerbungsverfahren gibt es auch unter www.kit-hamburg.de oder unter der Rufnummer 040 / 76 60 92-69.

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