Sambia-Förderverein
Für eine bessere Perspektive

Dank der Einrichtung eines Labors besteht erstmals die Möglichkeit, dass die Schüler in "Fountain Gate" ihr Abitur machen
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  • Dank der Einrichtung eines Labors besteht erstmals die Möglichkeit, dass die Schüler in "Fountain Gate" ihr Abitur machen
  • Foto: Sambia-Förderverein
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Sambia-Förderverein freut sich über den Abschluss zweier wichtiger Projekte.

Bereits seit den 1990er Jahren engagiert sich der ehemalige Jesteburger Arzt Werner Huber im afrikanischen Sambia. Der von ihm gegründete Förderverein unterstützt unter anderem ein Kinderdorf, in dem auch AIDS-Waisen beschult werden. Zudem macht die Versorgung der hungernden Bevölkerung einen großen Teil der ehrenamtlichen Arbeit aus.
Jetzt hatte Huber doppelten Grund zur Freude: Zwei aus seiner Sicht wichtige Projekte konnten mit der Hilfe großzügiger Spenden abgeschlossen werden. Mit der Fertigstellung eines Schullabors wurde die Oberstufe der Schule jetzt offiziell anerkannt. "Dadurch haben 350 Schüler die Möglichkeit, den höchsten Abschluss im Land zu erreichen", so Huber.

mum. Jesteburg. Das sind gute Nachrichten: Als Gemeinschaftsprojekt der beiden Vereine Sambia-Förderverein und Millennium Goals Achievement konnten jetzt zwei wichtige Projekte abgeschlossen werden. Zum einen wurde das Kinderdorf "Fountain Gate" mit einer Solar-Warmwasser-Anlage ausgerüstet. Zum anderen wurde der Bau eines Schullabors für Chemie und Biologie eingeweiht. "In beiden Fällen handelt es sich um echte Meilensteine", freut sich Werner Huber. Der ehemalige Jesteburger Arzt ist Vorsitzender des Sambia-Fördervereins. Sein Verein erfährt seit vielen Jahren eine große Unterstützung aus dem Landkreis Harburg.
Doch der Reihe nach: 18 Häuser des Kinderdorfs "Fountain Gate" wurden jetzt mit einer Solar-Warmwasser-Anlage ausgestattet. Es handelt sich um jeweils zwei Platten, in denen das Wasser erhitzt wird, und einen 300-Liter-Speicher. Dazu mussten im Kinderdorf neue Wasserleitungen verlegt werden. "Nun können die Kinder erstmals warm duschen", so Huber. "Man mag es kaum glauben, aber im Winter kann es in Sambia nachts und morgens richtig kalt sein." Außer den 13 Unterkünften für Waisen wurden weitere Gebäude ausgestattet - etwa die Küche und die Lehrer- sowie Hausmeisterhäuser. Insgesamt hat das Projekt 74.000 Euro gekostet. Die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gab einen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro. "Wir sind sehr glücklich über den erfolgreichen Abschluss", sagt Huber.
"Waren vor wenigen Jahren nur etwa 100 Kinder im Heim untergebracht, so sind es heute 350 Jungen und Mädchen, die den Tag auf dem Gelände verbringen", berichtet Huber. Davon sind 130 Waisen. 60 Kinder stammen aus armen Familien aus der Umgebung, die den Tag über voll versorgt werden und nur zum Schlafen in ihre Dörfer gehen. 60 Jungen und Mädchen werden als Internatskinder betreut. Das heißt, sie haben zwar Familien wohnen allerdings während der Woche im Heim. Etwa 100 Kinder besuchen dort "nur" die Schule.
Glücklich ist der Jesteburger auch über den erfolgreichen Abschluss des zweiten Projekts - der Bau eines Schullabors für Chemie und Biologie in "Fountain Gate". Dieses war eine Voraussetzung für die staatliche Anerkennung der Oberstufe der "Fountain Gate"-Schule. "In Sambia muss jedes Gymnasium ein solches Labor haben, auch die staatlichen Einrichtungen", erklärt Huber. Für den Bau des Labors erhielt der Verein einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent von der Bingo-Umweltstiftung.
"Nun können die 'Fountain Gate'-Kinder in ihr eigenes Gymnasium gehen", berichtet Huber. "Mit der Schulbehörde konnten unsere Partner aushandeln, dass die erste Klasse bereits mit dem neuen Schuljahr beginnen konnte, obwohl das Labor noch nicht fertig war." In diese Klasse gehen 20 Kinder, 15 stammen aus "Fountain Gate" und fünf von außerhalb. Bisher mussten die Kinder für die Oberschule ins weit entfernte Lusaka gefahren werden.
Nach wie vor macht die Hungerhilfe einen großen Teil der Arbeit des Sambia-Fördervereins aus. Aktuell erhalten 200 Unterernährte regelmäßig Zusatznahrung. Dafür bringt der Verein monatlich bis zu 2.000 Euro auf. Die Begünstigten erhalten einmal monatlich unter anderem zehn Kilo Maismehl, zwei Kilo Sojamehl und Sojakonzentrat sowie eine Flasche Öl. Unterstützung ist sehr willkommen.

Eine Patenschaft für 60 Euro
Werner Huber gründete 1993 den Sambia-Förderverein. Eines der wichtigsten Projekte ist die Unterstützung des 2009 eröffneten Kinderdorfs für AIDS-Waisen "Fountain Gate". Dort wohnen inzwischen 130 Waisen- und 60 Internatskinder. Die Schule wird von 350 Kindern besucht. Eine volle Patenschaft kostet 60 Euro im Monat, eine halbe 30 Euro. Wie wichtig die Unterstützung aus Deutschland ist, wird auch daran deutlich, dass es in Sambia keinerlei Sozialhilfe für Waisenkinder gibt - und damit auch keine anderen Unterstützer für das Kinderdorf.
"Besonders dankbar sind wir auch für Daueraufträge", sagt Werner Huber. "Bereits fünf Euro im Monat sind eine gute Hilfe." Er verspricht, dass keine Verwaltungskosten anfallen. "Die volle Spende kommt ungekürzt dem Projekt zugute."
Die Bankverbindung lautet:
Sambia-Förderverein e.V.
IBAN-Nummer:
DE06207500000001011303
BIC: NOLA DE 21HAM
Sparkasse Harburg-Buxtehude
• www.sambia-foerderverein.de.

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