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Klingendes Kleinod in Gefahr
Kirchengemeinde St. Martin sammelt Spenden für die Restaurierung der Kirchenorgel

"Mit etwa 180 Jahren gehört die Orgel einfach zur Kirche und zur Ortsgeschichte und ist schon aus diesem Grund erhaltenswert", ist Dr. Hiska Karrasch-Bergander von der Kirchengemeinde St. Martin überzeugt
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  • "Mit etwa 180 Jahren gehört die Orgel einfach zur Kirche und zur Ortsgeschichte und ist schon aus diesem Grund erhaltenswert", ist Dr. Hiska Karrasch-Bergander von der Kirchengemeinde St. Martin überzeugt
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as. Jesteburg. Seit rund 180 Jahren erklingt die von Eduard Meyer gebaute Orgel in der St. Martins-Kirche (Kirchweg 10) in Jesteburg. Wie viele Hochzeiten, Taufen und Konfirmationen wurden schon von den Klängen dieser Orgel begleitet. Jetzt muss das Musikinstrument restauriert werden.

"Es ist eine kleine, aber feine Orgel, die wir hier haben", sagt Dr. Hiska Karrasch-Bergander von der Kirchengemeinde St. Martin. Sie leitet den Förderkreis der Jesteburger Kirchengemeinde und ist Mitglied im Präsidium des Kirchenkreistages. Wie die Kirche wurde die Orgel 1842 in Jesteburg erbaut. Für ihren Klang sorgen Holz- und Metallpfeifen, die jetzt dringend überholt werden müssen. Die letzte Generalüberholung wurde 1978 durchgeführt. "Am Holz ist Schimmel, an den Metallpfeifen macht sich der Metallfraß zu schaffen", berichtet Karrasch-Bergander. "Die Orgel muss dringend gereinigt, repariert und intoniert werden." Rund 30.000 Euro muss die Kirchengemeinde an eigenen Mitteln dafür aufbringen, das sind etwa Zweidrittel der Gesamtsumme. Die Landeskirche übernimmt ein weiteres Drittel.

Zwar kann die Orgel derzeit noch gespielt werden. "Aber wenn wir die Orgel nicht ganz verlieren wollen, muss dringend etwas geschehen", betont Hiska Karrasch-Bergander. Das Instrument muss renoviert werden, denn der Erwerb einer neuen Orgel kommt aufgrund des Denkmalschutzes nicht Infrage.

Im kommenden Sommer soll die Orgel instand gesetzt werden, bis dahin muss die Kirchengemeinde die Eigenmittel beisammen haben. Eine Herausforderung, denn Benefiz-Veranstaltungen zugunsten der Kirchenorgel können derzeit nicht durchgeführt werden. "Viele Gemeindemitglieder lassen sich aber etwas einfallen, um uns zu unterstützen", freut sich Hiska Karrasch-Bergander. Zum Beispiel gibt es jetzt jeden Sonntag von 16.30 bis 17.30 Uhr vor dem Glockenturm der Kirche im Freien einen kleinen Basar, auf dem Gemeindemitglieder Schönes und Selbstgemachtes zugunsten der Orgelsanierung verkaufen. Dort wird es auch die Möglichkeit geben, Geldspenden für die Orgel abzugeben.

Die von der Kirchengemeinde für Dezember geplanten Orgelführungen mussten Corona-bedingt abgesagt werden. "Diese werden aber nachgeholt, sobald es uns möglich ist", sagt Dr. Hiska Karrasch-Bergander.
Hintergrund: Die St. Martinskirche ist eine klassische Nordheidekirche und wurde 1842 gebaut. Die Kirche ist schlicht und hell gehalten, mit großen Fenstern die viel Licht ins Innere lassen. Die Orgel wurde anlässlich des Kirchenneubaus als eines der ersten Werke des Orgelbauers Eduard Meyer aus Hannover 1842 für die St. Martinskirche gebaut. Sie besteht aus hunderten Pfeifen und tausend Einzelteilen. "Mit etwa 180 Jahren gehört die Orgel einfach zur Kirche und zur Ortsgeschichte und ist schon aus diesem Grund erhaltenswert", ist Dr. Hiska Karrasch-Bergander überzeugt.

Wer die Kirchengemeinde St. Martin unterstützen möchte, spendet an: Kirchengemeinde St. Martin Jesteburg, IBAN: DE40207500000090401720, BIC: NOLADE21HAM, Verwendungszweck: FKB / Orgelrestaurierung, Gemeindenr. 5118.
Mehr Infos unter www.kirche-jesteburg.de.

• Die Orgel in Jesteburg ist nicht die einzige, die repariert werden muss: Auch die Orgel der Kirchengemeinde Handeloh muss instand gesetzt werden. Und in der Kreuzkirchengemeinde Sprötze wurde die Generalüberholung (Kosten: 32.000 Euro) nach zweieinhalb Monaten im Mai dieses Jahres abgeschlossen.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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