Klimawandel deutlich spürbar

Der Jahrhundertsommer hat sich negativ auf den Wald ausgewirkt. Das wird aus dem Waldzustandsbericht deutlich. Aufforstungen sind notwendig Fotos: Forstbetriebsgemeinschaft Egestorf-Hanstedt / bim
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Panorama
Inhaberin Nicole Stubbe (li.) und Senior-Chefin Maren Stubbe von Stubbe's Gasthaus in Lühe

"Versteckter Lockdown" vorbei
Beherbungsverbot in Niedersachsen gekippt

(wei/ah/jd). Das Beherbergungsverbot in Niedersachsen ist gekippt: Laut einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg von Donnerstag ist diese Beschränkung für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots rechtswidrig. Ein Ferienpark-Betreiber war mit einem Eilverfahren vor das OVG gezogen - mit Erfolg: Das Verbot wurde vorläufig außer Kraft gesetzt. Auch die Gastronomen und Hoteliers in der Region dürften erleichtert sein - so wie die Betreiberinnen von Stubbe's Gasthaus im Alten Land. Sie...

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Corona-Zahlen für den Landkreis Harburg
Fehler in der Corona-Statistik: Kreis liefert neue Zahlen für infiziertes Seniorenheim in Neu Wulmstorf

as. Neu Wulmstorf. Statt 30 Personen sind erst drei Bewohner des Seniorenheims ""Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf genesen. Das teilte Bernhard Frosdorfer, Sprecher des Landkreis Harburg, am Dienstagnachmittag mit. Ein Fehler in der Corona-Statistik sei der Grund für zuvor falsch übermittelten Daten.  Insgesamt wurden 51 Bewohner der Einrichtung positiv auf Corona getestet. Aktuell gelten noch 41 Bewohner als infiziert. Bislang sind sieben Heimbewohner verstorben. Von den...

Panorama
Diese malerische Elbbucht war früher der Hafen von 
Hahnöfersand, über den alle Transporte abgewickelt wurden. Gefangene und Mitarbeiter wurden ebenso wie alle Waren so transportiert. Erst 1976 wurde im Zuge von Deichbaumaßnahmen der Damm gebaut, so dass Hahnöfersand mit dem Festland verbunden ist - und offiziell keine Insel mehr ist
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WOCHENBLATT-Streifzug über die Gefängnisinsel
Hahnöfersand: Naturparadies hinter Gittern

tk. Altes Land. Stille und Weite. Der Blick fällt auf eine malerische Bucht an der Elbe, die früher ein Hafen war. Neßsand und Hanskalbsand liegen gegenüber. Wenige Hundert Meter weiter, nach einem kurzen Fußmarsch, befindet sich inmitten bewirtschafteter Flächen ein einsamer Bauernhof. An diesem Oktobermorgen ist die Landschaft in warmes Sonnenlicht getaucht. Die Bäume der kleinen Allee hinter dem Hof beginnen langsam, sich zu herbstlich zu färben. Dass dieses naturnahe Paradies mit seinen...

Landwirtschaftsministerium veröffentlicht Waldzustandsbericht: Kronenverlichtung steigt an.

(mum). Mitte Dezember veröffentlichte das Landwirtschaftsministerium den aktuellen Waldzustandsbericht für den Zeitraum September 2017 bis August 2018. Danach ist die mittlere Kronenverlichtung aufgrund der Wärme und Trockenheit in diesem Sommer im Durchschnitt über alle Baumarten und Altersklassen hinweg um zwei Prozentpunkte auf 19 Prozent angestiegen. Bei älteren Eichen sind Verluste von bis zu einem Drittel der Blattmasse deutlich sichtbar. Außer der Trockenheit setzte auch der Fraß von Schmetterlingsraupen wie der vom Eichenprozessionsspinner, deren Brennhaare auch beim Menschen gesundheitliche Schäden hervorrufen, den Eichen sehr zu. Viele schädliche Arten werden durch den angehenden Klimawandel in ihrer Ausbreitung stark begünstigt.
Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen: "Das sind erst die Auswirkungen, die wir bis zum Ende der Außenaufnahmen im August wahrgenommen haben, im weiteren Jahresverlauf sah es dann noch wesentlich schlechter aus. Und auch in den nächsten Jahren werden wir wohl noch mit den Auswirkungen dieses Jahrhundertsommers zu kämpfen haben." Erst dann werde sich zeigen, wie die Bäume mit dem verfrühten Laubabwurf zurechtkommen und wie groß die kommende Borkenkäferkalamität wird. "Wir brauchen finanzielle Hilfe für unsere Waldbesitzer, um mit diesen Schäden zurecht zu kommen, vor allen Dingen aber um das Sturmholz und die bereits von Käfern befallenen Bäume schnellst möglichst aus unseren Wäldern zu bekommen", so Leben, der in Schätzendorf (Samtgemeinde Hanstedt) wohnt, weiter.
Sturm, Dürre und Käfer haben vor allem in Südniedersachsen, der Region Osnabrück aber auch in anderen Landstrichen verheerende Schäden angerichtet. Außer ausgewachsenen Bäumen wurden leider auch die Kulturen großflächig Opfer dieser Katastrophe. "Um die jetzt kahlen Flächen wieder aufzuforsten, das Schadholz bewältigen zu können und gegen den nächsten Borkenkäferangriffe gewappnet zu sein, sind personelle und finanzielle Hilfen dringend erforderlich", macht Leben deutlich. Es zeige sich, wie wichtig der Kampf gegen die negativen Auswirkungen des Klimawandels ist. Hierbei könne die Forstwirtschaft, als große CO2-Senke in Wald und Holzprodukten, einen immensen Beitrag erbringen. "Wir leisten gern unseren Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel", sagt Präsident Leben.

Forstwirte hoffen auf milden Winter
(mi). Was für den Privatwald gilt, dass kann Knut Sierk, Pressesprecher der Niedersächischen Landesforsten, auch für den Staatswald bestätigen. Sierk: "Der Klimawandel ist im Wald angekommen, darunter leidet vor allem die Fichte." Immer trockenere Sommer machten der Kiefernart laut Sierk schwer zu schaffen. Auch für die mit dem Klimawandel einhergehenden häufigen Stürme ist der Flachwurzler sehr anfällig. Sierk: "Eine Zukunft hat der Nadelbaum nur noch dort, wo er wirklich Standort-angepasst gepflanzt ist." Im allgemeinen ließe sich außerdem sagen, dass der Wald generell unter der großen Trockenheit gelitten habe. Sierk: "Setzlinge sind vertrocknet und der Schädlingsbefall hat zugenommen." Die Forstwirtschaft hoffe jetzt auf einen milden Winter ohne heftigen Frost, damit zu den Trockenheits- nicht auch noch Frostschäden hinzukommen.

Ein Jahr nach "Friederike"
(mum). Mitte Januar 2018 fegte Orkan "Friederike" durch Niedersachsen und allein in den Wäldern der Landesforsten wurden mehr als eine Million Bäume umgeworfen. In ganz Niedersachsen kamen laut einem Bericht des NDR etwa 3,2 Millionen Kubikmeter Sturmholz zusammen, davon rund 1,6 Millionen Kubikmeter in den Landesforsten. Dort sind die Aufräumarbeiten inzwischen vielerorts abgeschlossen und das Sturmholz ist aufgearbeitet. In vielen privaten und Genossenschaftswäldern läuft die Aufarbeitung teilweise noch.
Der Sturm führte zu einem Überangebot auf dem Holzmarkt. Dieses wurde zusätzlich durch den Borkenkäfer befeuert. Wegen der Insekten mussten im vergangenen Sommer zahlreiche Fichten zusätzlich gefällt werden. Weil der Holzverkauf derzeit nur wenig Geld einbringt, lagern die Landesforsten mehr als 130.000 Kubikmeter Fichtenstämme in Nass- und Folienlagern. Erst wenn die Preise steigen, soll das Holz verkauft werden.  

Der Jahrhundertsommer hat sich negativ auf den Wald ausgewirkt. Das wird aus dem Waldzustandsbericht deutlich. Aufforstungen sind notwendig Fotos: Forstbetriebsgemeinschaft Egestorf-Hanstedt / bim
Norbert Leben: "Wir brauchen finanzielle Hilfe für 
unsere Waldbesitzer"
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Service
Kein Telefon, kein Internet, kein TV - derzeit gibt es viele Störungen bei Vodafone

Bildschirme bleiben zappenduster
Vodafone-Kunden in Winsen, Stelle und Seevetal beklagen zunehmende Störungen

(thl). "Was macht Vodafone eigentlich? Immer abends wird das Internet plötzlich langsamer, sodass man kaum noch online arbeiten kann. Für einen im Homeoffice ist das schlimm." So und ähnlich klangen zahlreiche Beschwerden von Bürgern aus Winsen, Stelle und Seevetal, die sich in der WOCHENBLATT-Redaktion meldeten. Immer mit dem Hinweis, dass man das Gefühl habe, dass der Telefonriese sich nicht kümmere und Beschwerden im Nirwana verschwinden würden. Auch in verschiedenen Facebook-Gruppen wird...

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400er Marke bei Infektionen überschritten
Wichtiger Corona-Wert: Landkreis Stade zeitweise bundesweit auf Platz 2

jd. Stade. Der Landkreis Stade lag in dieser Woche bundesweit auf Platz 2, was einen wichtigen Corona-Wert anbelangt - und das in positivem Sinne: In der Wochenmitte wurde für den Landkreis eine 7-Tages-Inzidenz von lediglich 1,5 ausgewiesen. Das war nach dem Altmarkkreis (Sachsen-Anhalt) der zweitniedrigste Wert in ganz Deutschland. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Coronavirus infiziert haben, berechnet auf 100.000 Einwohner. Die...

Panorama

Corona-Zahlen: aktuell 124 Infizierte im Landkreis Harburg
22 Corona-Tote: Ein weiterer Senior aus Neu Wulmstorf gestorben

as. Winsen. Der Landkreis Harburg meldete am Donnerstag, 15. Oktober, einen weiteren Corona-Toten. Erneut ist ein Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf aufgrund einer Corona-Infektion gestorben. Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang acht Todesfälle gemeldet (das WOCHENBLATT berichtete).  Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Donnerstag 976 bestätigte Corona-Fälle gemeldet, das sind 17 Infektionen mehr als am...

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Henrik Hauschild und Laurien Hagemann auf einem der 
mächtigen Maishäcksler. Von so hoch oben, kann man die Gefahr im Feld nicht erkennen
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Wenn ernten zur Gefahr wird
Metallteile im Maisfeld: Sabotage oder naiver Übermut?

bim. Otter/Nenndorf. Die Maisernte ist zu 95 Prozent geschafft. Die Landwirte und Lohnunternehmen sind froh, die Futter- und Energiepflanze ins Trockene gebracht zu haben. Umso unverständlicher finden Henrik Hauschild, Juniorchef des Lohnunternehmens Hauschild aus Nenndorf, und seine Partnerin Laurien Hagemann, dass Unbekannte in einem Maisfeld in Otter (Samtgemeinde Tostedt) Metallgegenstände, u.a. Ringe und Schellen, an die Maispflanzen gehängt haben - mitten in der Maisernte. War es...

Panorama
Symbolfoto: Eltern und Kinder der Lebenshilfe-Kita sind in Sorge vor der Schließung einer Gruppe und sogar der gesamten Einrichtung

Eltern in Sorge vor Betreuungs-Aus
Lebenshilfe Buxtehude will eine Kita loswerden

tk. Immenbeck. Eltern und Kinder in der Lebenshilfe-Kita "Inne Beek" im Buxtehuder Ortsteil Immenbeck sind in heller Aufregung: Die Lebenshilfe hat das Aus für die Wolfsgruppe zum 1. November angekündigt. Das hat Lebenshilfe-Geschäftsführerin Iris Wolf kurzfristig Anfang Oktober auch der Stadt mitgeteilt, die von dieser Hiobsbotschaft genauso wie die betroffenen Eltern überrascht wurde. Grund für die Schließung: Es fehlt pädagogisches Fachpersonal. Zur Gruppenschließung wird es aller...

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