"Komplizierte Situation!"

Das wurde auch Zeit: Bereits im April 2016 hatte das WOCHENBLATT über die "vergessene Baustelle" berichtet. Mit gut einem Jahr Verzögerung beginnen nun die Arbeiten
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"Vergessene Baustelle": Alter Bahnübergang bei Brackel wird endlich saniert / Vollsperrung ab Montag.

mum. Brackel. Offensichtlich hat der Landkreis Harburg ein neues Motto: "Was lange währt wird endlich gut!". Nachdem zuletzt die Kreuzung L212/K30/K51 - das "Evendorfer Kreuz" - zu einem Kreisverkehr ausgebaut wurde (das WOCHENBLATT hatte bereits im April 2015 genau dieses aufgrund von zahlreichen Unfällen gefordert), packt die Behörde nun die nächste "vergessene Baustelle" an. Laut Sprecher Bernhard Frosdorfer soll im Bereich des Bahnübergangs zwischen Brackel und Holtorfsloh die Fahrbahn und die Entwässerungsleitungen (Durchlässe) auf einer Länge von rund 200 Metern erneuert werden. "Gleichzeitig wird der aufgehobene Bahnübergang zurück gebaut", so Frosdorfer. Dazu müsse die Kreisstraße 22 im Baustellenbereich voll gesperrt werden. Wenn die Witterung es zulässt, erfolgen die Bauarbeiten voraussichtlich ab Montag, 15. Januar, und sollen Ende März abgeschlossen sein.
WOCHENBLATT-Leser Ulrich von Wieding hatte sich bereits im April 2016 über die Dauerbaustelle geärgert. Schon damals ruhten die Arbeiten dort gut eineinhalb Jahren. Die Straße war verengt, das Tempo auf 30-Stundenkilometer reduziert worden. Zwar wurde damals der Asphalt ausgebessert, aber dann geschah nichts mehr. Da auf den ersten Blick auch keine Beschädigungen an der Fahrbahn zu erkennen sind, lag für von Wieding der Schluss nahe, dass die Barken schlichtweg vergessen wurden.
"Die Situation ist kompliziert", sagt Landkreis-Sprecher Johannes Freudewald damals auf WOCHENBLATT-Nachfrage. "Die Teilsperrung befindet sich auf dem Bahnübergang der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Buchholz." Dort sei ein Rohrdurchlass in etwa vier Meter Tiefe eingebrochen. "Die Überprüfung ergab, dass auch die anderen dort befindlichen Durchlässe erneuert werden müssen", so Freudewald weiter. Durch die große Tiefe müsse der gesamte Bahndamm aufgebrochen werden. "Wir streben daher jetzt an, den Bahnübergang zurückzubauen. Dadurch werden die Durchlässe nur noch in etwa eineinhalb Meter Tiefe liegen."
Mitarbeiter der Betriebsgemeinschaft Straßendienst hatten laut Freudewald im Sommer 2015 durch Zufall den Schaden festgestellt und zumindest die Straße mit Asphalt ausgebessert. Und warum ist seitdem nichts geschehen? Die Baugrunderkundungen seien sehr aufwendig gewesen. Parallel wurden Gespräche mit der Deutschen Bahn über den Rückbau geführt. "Wenn alles wie geplant verläuft, sollen die Arbeiten im Herbst 2016 erfolgen." Mit mehr als einem Jahr Verspätung ist es nun endlich soweit!

Sanierung kostet 377.000 Euro

Für die Arbeiten ist eine Vollsperrung notwendig. Die Umleitung ist ausgeschildert über die Kiestrasse zwischen der Autobahnanschlussstelle Thieshope und der Kreisstraße 22 nach Holtorfsloh. Hierbei handelt es sich um eine Privatstraße, die mit freundlicher Erlaubnis der Eigentümer während der Bauzeit genutzt werden darf. Der Schulbusverkehr ist durch die Umleitung nicht beeinträchtigt. Alle bekannten Haltestellen werden weiterhin regulär bedient. Die Kosten der Baumaßnahme betragen rund 377.000 Euro. Ausgeführt werden die Arbeiten durch Fima Ohland aus Ebstorf. Der Landkreis Harburg appelliert ausdrücklich an alle Verkehrsteilnehmer, sich an die auf der Umleitungsstrecke vorgegebene zulässige Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer zu halten.

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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