Landkreis sieht Wolfsschutz vor Weidetierhaltung

Die VNP Stiftung unterhält unter anderem acht Heidschnuckenherden. "Ihr Bestand wird durch den Landkreis gefährdet", sagt Geschäftsführer Mathias Zimmermann
2Bilder
  • Die VNP Stiftung unterhält unter anderem acht Heidschnuckenherden. "Ihr Bestand wird durch den Landkreis gefährdet", sagt Geschäftsführer Mathias Zimmermann
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff
Panorama

Corona-Geschehen im Landkreis Harburg
Zwei weitere Tote im Seniorenheim

(os). Der Landkreis Harburg meldete am Montag, 19. Oktober, zwei weitere Corona-Tote. Sie waren Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf, in dem sich Ende September zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang zehn Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Montag exakt 1.000 bestätigte Corona-Fälle...

VNP Stiftung kritisiert Untere Naturschutzbehörde wegen neuer Verordnung. 

(mum).
Mathias Zimmermann, Geschäftsführer der VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide, ist mächtig sauer auf die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg. "Es ist völlig inakzeptabel, wenn die Untere Naturschutzbehörde Aufgaben wahrnimmt, die der EU, dem Bund und dem Land Niedersachsen obliegen." Dieses Vorgehen kritisiere die VNP Stiftung auf das Schärfste, "stellt es doch den Erhalt sowie den Schutzzweck des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide grundsätzlich infrage".
Zimmermann erklärt: "Im Entwurf zur Begründung für die neu zu fassende Verordnung für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist auf Bestreben der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg unter Paragraph 3 'Schutzwürdigkeit und Schutzbedarf' folgender Passus eingefügt worden: 'Sofern es zu Zielkonflikten zwischen der Weidetierhaltung und anderen Zielen des Naturschutzes oder Gesetzesgrundlagen wie beispielsweise dem Artenschutzrecht kommen sollte, müsste das Ziel der Nachahmung der Heidebauernwirtschaft gegebenenfalls zurückstehen. Beispielsweise ist es nicht Zweck der Verordnung, eine Wolfsentnahme durch die Erhaltung der Heidebauernwirtschaft zu rechtfertigen'." Mit diesem Passus wäre der Erhalt der historischen Kulturlandschaft rund um den Wilseder Berg nicht nur infrage stellt, sondern massiv gefährdet, so Zimmermann. Er warnt: "Ohne die Landschaftspflege mit acht Heidschnuckenherden sowie mit Robust-Pferde- und Rinderrassen im Naturschutzgebiet ist der Erhalt der historischen Kulturlandschaft nicht umsetzbar. Wenn der genannte Passus Einzug in die Begründung der NSG-Verordnung erhalten sollte, ist diese Form der Landschaftspflege durch die VNP Stiftung und private Heidschnuckenhalter kaum länger aufrecht zu erhalten."
Wie zahlreiche Beobachtungen und Angriffe von Wölfen auf am Tage gehütete Heidschnucken im Naturschutzgebiet oder der Riss eines "Dülmener" Fohlens vor einigen Wochen vermutlich durch Wölfe belegten, sei der Druck auch auf die VNP Stiftung mittlerweile an der Grenze des Zumutbaren angekommen. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) habe dies laut Zimmermann erkannt und sei bestrebt, mit der gezielten Entnahme von Einzelwölfen zu handeln. Aus Sicht der VNP Stiftung wird der Landkreis Harburg seiner eigentlichen Aufgabe nicht gerecht.

Die VNP Stiftung unterhält unter anderem acht Heidschnuckenherden. "Ihr Bestand wird durch den Landkreis gefährdet", sagt Geschäftsführer Mathias Zimmermann
VNP-Geschäftsführer Mathias Zimmermann
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Panorama
Auch in Straßennähe sind Wölfe unterwegs - oft mit fatalen Folgen

Weil verbindliche Regelungen fehlen
Angefahrener Wolf wurde erst nach Stunden erlöst

ce. Landkreis. "Es müssen endlich klare Anweisungen her, wie mit Wölfen - vor allem, wenn sie verwundet sind - umzugehen ist! Sonst bleibt das Tierwohl auf der Strecke." Das fordert Horst Günter Jagau, Vorsitzender der Jägerschaft Landkreis Harburg (JLH), nach dem jüngsten Vorfall mit einem Wolf in der Region. Am Wochenende war Autofahrern an der Landstraße zwischen Toppenstedt und Garlstorf (Landkreis Harburg) ein Tier aufgefallen, das sich apathisch, weil offensichtlich schwer verletzt, am...

Service

Infektions-Zahlen in einer Woche verdoppelt
Landkreis Stade: Der höchste Wert an aktuell Corona-Infizierten seit einem halben Jahr

jd. Stade. Der Landkreis Stade meldet am Dienstagmorgen 30 aktuell mit dem Coronavirus infizierte Personen. Das ist eine Verdoppelung im Vergleich zur Vorwoche und der höchste Wert seit einem halben Jahr. So viel Fälle gab es zuletzt am 15. April, also mitten in der ersten Corona-Welle. Damit ist aber noch längst nicht der Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht: Der war am 28. März mit damals 76 aktuellen Fällen. Entsprechend hat sich auch die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Stade...

Panorama

Corona-Geschehen im Landkreis Harburg
Zwei weitere Tote im Seniorenheim

(os). Der Landkreis Harburg meldete am Montag, 19. Oktober, zwei weitere Corona-Tote. Sie waren Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf, in dem sich Ende September zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang zehn Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Montag exakt 1.000 bestätigte Corona-Fälle...

Panorama
Einer krebskranken Frau aus Winsen wurde mit dem Trip an die Elbe ein Herzenswunsch erfüllt 
Fotos: Malteser
2 Bilder

Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser Buxtehude
Als letzter Wunsch noch einmal an die Elbe

tk. Buxtehude. Das neue Fahrzeug der Malteser aus Buxtehude sieht wie ein ganz normaler Rettungswagen aus - Blaulicht inklusive. Es ist aber sehr viel mehr: nämlich ein Herzenswunsch-Krankenwagen. Die Malteser in der Estestadt beteiligen sich damit künftig an einem bundesweiten Projekt der Ehrenamtlichen: Sie erfüllen letzte Wünsche von Menschen, die sehr bald sterben werden. Seit dreieinhalb Jahren erfüllen die Malteser in Niedersachsen die Wünsche von Todkranken. Ein Sterbenskranker wollte...

Wirtschaft
Freude bei der Fahrzeugübergabe (v.li.): Olaf Langer (Kuhn+Witte), Ole Bernatzki (Inhaber AHD), Oliver Bohn (Geschäftsführer Kuhn+Witte) und Lescek Malski (AHD)

Ein Unternehmen steht unter Strom
Der Ambulante Hauspflege Dienst (AHD) erweitert seine E-Auto-Flotte

"Ein tolles Fahrzeug. Der VW ID.3 fährt sich ausgezeichnet. Es war eine gute Entscheidung, diese beiden E-Fahrzeuge zu unserer Fahrzeugflotte hinzuzufügen", sagte Ole Bernatzki, Inhaber des Jesteburger Hauspflege Dienstes (AHD). Oliver Bohn (Geschäftsführer des Autohauses Kuhn+Witte) und Verkaufsberater Olaf Lange übergaben die beiden neuen E-Fahrzeuge am AHD-Firmensitz in Jesteburg. Der AHD verfügt bereits über vier VW E-Golf, die problemlos den Alltag im Pflegedienst absolvieren. "Unsere...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen