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Britische Corona-Mutation im Landkreis Stade entdeckt

Mehr Respekt, bitte!

WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff

Zugegeben - Kommunalpolitiker kommen in meinen Berichten eher selten gut weg. Zu gern kritisiere ich Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen kann. Dennoch habe ich großen Respekt vor dem Engagement der Ratsherren und -frauen. Viele von ihnen investieren viel Zeit, um ihre Kommunen weiterzuentwickeln. Fraktionssitzungen, Fachausschüsse und Gemeinderat - da kommen viele Stunden ehrenamtliches Engagement zusammen.
Als regelmäßiger Gast in Ausschuss-Sitzungen, beziehungsweise im Gemeinderat, stelle ich fest, dass vielen Bürgern nicht klar ist, dass es sich bei den Ratsmitgliedern um Menschen aus ihrer Mitte handelt. Neulich wurden Ausschuss-Mitglieder beschimpft, weil sie eine wenig populäre, aber in der Sache richtige Entscheidung getroffen haben.
Ich kann verstehen, dass es manche Bürger nur dann in bestimmte Sitzungen zieht, wenn es um für sie relevante Themen geht. Doch das entbindet sie nicht davon, sich an die Spielregeln zu halten. Eine Einwohnerfragestunde (in der Regel 30 Minuten) dient dazu, Fragen zu stellen - und nicht Statements abzugeben oder mit Schimpftiraden die Politiker zu beleidigen.
Neulich erwartete eine Frau im Zuge einer Fragestunde über komplexe Sachverhalte aufgeklärt zu werden. Als ihr geantwortet wurde, dies sei nicht der richtige Ort, man hätte das aber bereits im Zuge von Info-Veranstaltungen häufig gemacht, war ihre Antwort: "Da hatte ich keine Zeit."
Das Tolle an den Ratsmitglieder ist doch, dass sie unsere Nachbarn sind. Ich wünsche mir, dass die Leute auf der Straße ins Gespräch kommen. Und wenn ich mich mit den Ansichten eines Ratsmitglieds nicht identifizieren kann, gibt es alle fünf Jahre ein einfaches Mittel: Zur Wahl gehen!
Sascha Mummenhoff

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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