Ortsdurchfahrt Marxen: "Wir müssen mit der Situation umgehen"

Wilhelm Neven appelliert an die Marxener Bürger, mehr Rücksicht zu nehmen
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Sanierung der Ortsdurchfahrt Marxen: Wilhelm Neven hat Verständnis für die Verzögerung. 

mum. Marxen.
Die Sanierung der Marxener Ortsdurchfahrt - vor allem die mögliche Verzögerung um sechs Monate - beschäftigt die Anwohner sowie diejenigen, die die Strecke nutzen (möchten). Wie berichtet, geht Bürgermeister Christian Meyer davon aus, dass die ursprünglich für das Frühjahr geplante Fertigstellung erst im Herbst kommenden Jahres stattfinden wird. Hintergrund für die Verzögerung sei, dass die Versorgungsleitungen komplizierter verlegt werden müssen als ursprünglich gedacht. Zusätzlich erschwert wird das Projekt, weil die Ortsdurchfahrt extrem schmal ist. Die Häuser stehen nah an der Straße. "Dies wiederum macht es erforderlich, dass die unterschiedlichen Leitungen in unterschiedlichen Höhen verlegt werden müssen", so Meyer.
WOCHENBLATT-Leser Frank Runge aus Marxen ist mit der Situation unzufrieden. "Der Unmut in Marxen über die Baustelle wächst." Runge kritisiert auch die Situation im zweiten Abschnitt. "Dort wird es richtig eng und Großgeräte können nicht mehr auf den Acker, weil dazwischen die Baustelle liegt und sie einen Umweg von etlichen Kilometern fahren müssen."
Landwirt Wilhelm Neven ist von der Baustelle direkt betroffen. Seine Reitanlage Hof Tönns liegt nahe der ersten Absperrung. "Um von meinen Feldern zur Scheune zu kommen, muss ich zum Teil über Brackel fahren", so Neven. Allerdings bringt er großes Verständnis für die Arbeiten auf. "Wir alle hier im Dorf wollten, dass die Straße saniert wird. Also müssen wir mit den Auswirkungen jetzt auch leben." Neven weist auf die großen Probleme bei den Arbeiten hin. "Offensichtlich gibt es dort Leitungen, die nirgends verzeichnet sind."
Neven, der auch Vorsitzender des Kreisverbands Lüneburger Heide des Landvolks Niedersachsen, ist, appelliert an die Bürger: "Wir müssen einfach alle mehr Rücksicht aufeinander nehmen." Konkret wäre es beispielsweise gut, wenn sich die Anwohner an die Parkverbote halten würden, "dann würde auch der Verkehr besser fließen." Zudem sollten gerade die Anwohner in den Straßen "Kamp" und "Moorburg" ihre Pkw möglichst nicht auf der Straße abstellen, sondern versuchen, auf den Grundstücken zu parken. Zuletzt seien da noch die Pendler, denen Neven rät, von vornherein Marxen während der Baustellen-Phase zu meiden.
Neven weist auf die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Schierhorn vor vier Jahren hin. Die Arbeiten zogen sich über eineinhalb Jahren - betroffen war eine Strecke von gut 1,4 Kilometern. Allerdings war der Untergrund längst nicht so kompliziert wie in Marxen, wo es um 1,3 Kilometer geht. "Entscheidend ist aber, dass die Bürger dort die Zeit gemeinsam durchgestanden haben und jetzt sehr zufrieden sind. Das wünsche ich mir auch für mein Dorf."

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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