„Schwimm-Asyl“ in Bendestorf und Hanstedt

Die umfangreichen Schäden führten zur Schließung des 
Jesteburger Freibads
  • Die umfangreichen Schäden führten zur Schließung des
    Jesteburger Freibads
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Freibad-Schließung in Jesteburg: Dauerkarten können umgetauscht werden / Ermäßigung für 2018.



mum. Jesteburg. Das sind gute Nachrichten für alle Saisonkarten-Inhaber (etwa 1.500) des Jesteburger Freibads! Wie der Förderverein „Unser Freibad“ mitteilt, können die Tickets auch im Bendestorfer Freibad genutzt werden. Dazu müssen die Dauerkarten dort umgetauscht werden. Diejenigen, die daran kein Interesse haben, bekommen im kommenden Jahr einen Rabatt in Höhe von zehn Prozent auf die Saisonkarte 2018. „Wichtig ist, dass die alte Saisonkarte als Beleg aufgehoben wird“, heißt es seitens des Fördervereins. Die Mehrfacheintritte (Zehner-Karten) können im nächsten Jahr weiter genutzt werden. Auch diese Karten sollten daher aufgehoben werden. Auch im Hanstedter Freibad hat man auf die Jesteburger „Freibad-Krise“ reagiert. Dort bekommen Dauerkarten-Inhaber für 30 Euro Einritt bis zum Saisonende.
Wie berichtet, musste das Freibad am Freitag vor einer Woche geschlossen werden. Die Gemeinde sah sich zu diesem drastischen Schritt veranlasst, „weil akute Verletzungsgefahr aufgrund diverser Fliesenschäden besteht“, so Thorsten Radde. Er ist bei der Samtgemeinde Jesteburg für die Gebäudewirtschaft zuständig. „Bevor sich Personen aufgrund gerissener oder wackeliger Fliesen verletzen, muss das Bad geschlossen und die Schäden in angemessener Weise behoben werden.“
Auch der Vorstand des Freibad-Fördervereins war von der Nachricht des vorzeitigen Saisonendes überrascht. „Natürlich sind wir davon nicht begeistert“, sagte Vorsitzender Henning Buss im WOCHENBLATT-Gespräch. „Da die Schließung an einem Freitagmittag angeordnet wurde, war es leider für uns nicht mehr möglich, alle offenen Fragen mit der Verwaltung der Gemeinde Jesteburg als Betreiber des Bades zu klären.“
Inzwischen fanden diese Gespräche statt - und Lösungen wurden gefunden. Unter anderem mit dem Ergebnis, dass die Dauerkarte-Inhaber nach Bendestorf ausweichen können. Außerdem fand am Mittwoch eine öffentliche Begehung statt. Etwa 30 Bürger ließen sich von Buss und Radde die Fliesenschäden zeigen. „Nach einer teilweisen sehr regen Diskussion waren sich alle einig, dass alles dafür getan werden muss, damit das Freibad im nächsten Jahr wieder öffnen kann“, so der Fördervereins-Chef.
Gegen 18 Uhr kamen auch die Mitglieder des Jesteburger Verwaltungsausschusses dazu, um sich ein Bild vom schlechten Zustand des Beckenkopfes zu machen. Im Anschluss fiel die Entscheidung, nach Bendestorf auszuweichen. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten für Jesteburg: Die Gemeinde kommt für die Saisonkarten auf, die in Bendestorf eingetauscht werden - natürlich nur anteilig für den Rest der Saison. Zudem versucht Buss Lösungen für die unterschiedlichen Schwimmkurse zu finden.

„Wir sind geschockt!“


Obwohl nun eine Regelung gefunden wurde, gibt es von Freibadbesuchern auch Kritik wegen der Schließung: „Wir Frühschwimmer sind noch immer geschockt“, sagt Regina Jurgeleit. „Viele Schwimmer kommen zu Fuß oder mit dem Rad zum Freibad. Sie können nicht nach Bendestorf oder Hanstedt ausweichen.“ Für viele ältere Schwimmer sei das Bad auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt gewesen. „Die Art und Weise, wie die Schließung erfolgte, war unangebracht“, so Jurgeleit. „Zum Schluss stellt sich für alle die Frage, wie wird es mit dem Schwimmbad weitergehen? In Jesteburg wird viel Geld verschwendet - etwa für Kunst auf den Gehwegen. Aber das Bad muss geschlossen werden.“

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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