Streuobst macht Schule

Drei angehende Streuobst-Pädagogen leiteten die Erstklässler beim "Büschelbinden" an. Es wird Reisig gesammelt und zu Bündeln zusammengebunden. Dieses soll als Brennmaterial für einen Lehmbackofen dienen
  • Drei angehende Streuobst-Pädagogen leiteten die Erstklässler beim "Büschelbinden" an. Es wird Reisig gesammelt und zu Bündeln zusammengebunden. Dieses soll als Brennmaterial für einen Lehmbackofen dienen
  • Foto: Niedersächsische Landesforsten
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Pädagogik-Seminar im Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide.


(mum).
In diesen Tagen war unter den mächtigen Eichen der jahrhundertealten Ehrhorner Hofstelle mächtig was los. Mehr als 60 Schüler trafen sich mit 25 angehenden Streuobst-Pädagogen. Es war eine echte "Win-Win-Situation": Die Schüler haben viel über Tierspuren, Vögel und praktische Arbeiten rund um Streuobstwiesen gelernt und die angehenden Streuobst-Pädagogen konnten sich im Umgang und in der praktischen pädagogischen Arbeit mit Schulklassen üben.
In einer Gemeinschaftsaktion des BUND Niedersachsen und der Niedersächsischen Landesforsten lernten die Teilnehmer an vier Tagen viel über die ökologische Bedeutung der Streuobstwiesen, den richtigen Obstbaumschnitt und über pädagogische Aktionen mit Kindern und Jugendlichen, die dann auch in die Praxis umgesetzt werden mussten.
Das Gemeinschaftsprojekt in Ehrhorn hatten Sabine Washof vom BUND und Annika Böhm vom Waldpädagogikzentrum (WPZ) Lüneburger Heide gemeinsam organisiert. In ganz Niedersachsen sollen ausgebildete Streuobst-Pädagogen Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das Thema begeistern und diese gefährdete Kulturlandschaft gemeinsam mit allen Sinnen entdecken. Die Schulung umfasst insgesamt fünf Ausbildungsblöcke auf das gesamte Jahr verteilt. Nach einer erfolgreichen schriftlichen und praktischen Prüfung können die frisch gebackenen Streuobst- Pädagogen das erlernte Wissen weitergeben.
In Streuobstwiesen findet man bis zu 5.000 Tierarten, ungefähr 300 Tierarten leben direkt von Apfelbäumen - davon allein 70 Wildbienenarten.
Das Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide gehört zum Niedersächsischen Forstamt Sellhorn. Es liegt inmitten des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide, eingebettet in einer faszinierenden Dünenlandschaft zwischen den Ortschaften Wintermoor und Bispingen. Es ist die Bildungseinrichtung der Niedersächsischen Landesforsten der nördlichen und zentralen Lüneburger Heide zwischen Neu Wulmstorf, Lüneburg, Walsrode und Rotenburg. Die Angebote waldbezogener Umweltbildungsarbeit richten sich an Schulklassen aller Schulformen und aller Jahrgangsstufen sowie an sonstige Kinder- und Jugendgruppen.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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