Wölfe tappen in die Fotofalle

Ein Wolfsrudel bestehend aus fünf Tieren wurde jetzt auf dem Hanstedter „Töps“ fotografiert
  • Ein Wolfsrudel bestehend aus fünf Tieren wurde jetzt auf dem Hanstedter „Töps“ fotografiert
  • Foto: VNP
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Wolfsrudel streift über den „Töps“ / Kürzlich angefahrenes Tier vermutlich Teil der Gruppe.

mum. Hanstedt. Offensichtlich schreitet die Wiederbesiedlung des Wolfes gen Westen schneller voran, als anfangs gedacht. Nachdem es bereits erste Meldungen über ein Wolfsrudel im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide gab, tappte jetzt ein fünfköpfiges Rudel auf dem Hanstedter „Töps“ in eine Fotofalle. Bei den am Samstag, 10. Dezember, fotografierten Wölfen handelt es sich vermutlich um zwei erwachsene Tiere und drei Welpen.
Wie berichtet, war ein junges, weibliches Tier am 17. Dezember auf der Kreisstraße 55 bei Schierhorn bei einem Autounfall tödlich verletzt worden. „Es ist wahrscheinlich, dass es sich um ein Tier aus dieser Gruppe handelt“, sagt Steffen Albers von der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide.
Laut Albers könne nur darüber spekuliert werden, wie viele Wölfe es derzeit im Landkreis Harburg gibt und ob es bereits zu Überschneidungen mit anderen Rudeln gekommen ist. Die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen werde in Form eines landesweiten Monitorings durch einen Kooperationsvertrag zwischen dem Niedersächsischen Umweltministerium und der Landesjägerschaft Niedersachsen begleitet.
• Über erste Wolfs-Sichtungen in der Samtgemeinde Hanstedt hatte das WOCHENBLATT bereits im Sommer 2014 berichtet. Nachdem Katharina Heitmann einen Wolf in ihrem Garten gesehen hatte - sie wohnt in Jesteburg-Lüllau, am Rande eines Waldes - und ihr Erlebnis im WOCHENBLATT erzählte, meldete sich wenig später Harald Stöver. Er wohnt etwas abgelegen Im Höpen bei Schierhorn. Das ist Luftlinie höchstens drei Kilometer von dort entfernt, wo Katharina Heitmann den Wolf gesichtet hatte. Landwirt Stöver wollte sogar gleich eine ganze Wolfs-Familie beobachtet haben.
• Experten sagen, dass eine zufällige Begegnung von Mensch und Wolf sehr selten ist, da Wölfe den Menschen meist zuerst bemerken und sich dann nicht zeigen. Dennoch sei ein Treffen, etwa bei ungünstigen Windverhältnissen, nicht gänzlich auszuschließen.
Grundsätzlich gelte: Wer einen Wolf sieht, sollte sich ruhig verhalten. „Bleiben Sie stehen und halten Sie Abstand“, heißt es auf der Homepage der Wolfsregion Lausitz. „Sprechen Sie das Tier ruhig an, falls es noch nicht auf Sie aufmerksam geworden ist. Bevor es verschwindet, versuchen Sie, sich sein Aussehen gut einzuprägen und melden Sie die Sichtung.“ Wenn einem die Situation nicht geheuer ist, sollte man nicht davon laufen, sondern langsam rückwärts gehen und dabei laut sprechen.
„Falls der Wolf sich Ihnen wider Erwarten nähert, halten Sie an, schreien Sie ihn an und klatschen Sie in die Hände“, so die Wolfs-Experten.
In Wolfsgebieten sollten Hunde grundsätzlich an der Leine geführt werden. Es könne vorkommen, dass sich Wölfe für ihren Verwandten interessieren. Eine Gefahr für den Hundehalter bestehe nicht - ebenso wenig für den Hund, solange er nah am Menschen ist.
• Wer einen Wolf sieht, sollte sich an Hans Brackelmann unter der Rufnummer 04171 - 69 35 97 wenden. Er ist als Wolfsbeauftragter für den Landkreis Harburg zuständig.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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