"Wollte nur noch schlafen"

Für Loretta Wollenberg war der Umzug durch den Ort der emotionale Höhepunkt des Dorffestes Fotos: os/mum
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Loretta Wollenberg zieht nach der Organisation des Dorffestes Bilanz / Lob an die Rathaus-Mitarbeiter.

mum. Jesteburg. Loretta Wollenberg hat mit großem Erfolg das Jesteburger Dorffest organisiert. Über ihre Erfahrungen sprach sie jetzt mit WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff.

WOCHENBLATT: Hinter Ihnen liegt eine spannende, aber bestimmt auch anstrengende Zeit. Was haben Sie am Sonntagabend gedacht, nachdem das Dorffest beendet war?
Loretta Wollenberg: Meine Mitstreiterin Simone Hardt und ich waren gegen 19 Uhr nach Abwasch, Bänke schleppen und Niedersachsenplatz fegen zu Hause. Beim gemeinsamen Absacker fühlte ich große Freude über die zahlreiche positive Resonanz, die uns entgegengebracht wurde. Eine Stunde später zu Hause wollte ich nur noch schlafen.

WOCHENBLATT:
Was hat Ihnen am besten gefallen?
Wollenberg: Die Zusammenarbeit und das große Engagement der Vereine und aller beteiligten Institutionen. Ebenso die Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern der Gemeinde. Als Programmpunkt hat mich unser Umzug zu Beginn sehr berührt, weil so viele mit sehr viel Spaß teilgenommen haben. Besonderer Dank gilt unserem Schützenkönig Gunnar Jäckel.

WOCHENBLATT:
Gibt es etwas für das Sie sich selbst kritisieren würden?
Wollenberg: Oh ja. Ich mag Zusammenarbeit in gegenseitigem Vertrauen. Nur so entsteht eine kameradschaftliche und kreative Zusammenarbeit, die die ganze Vorbereitungszeit mit den Beteiligten ausgezeichnet hat. Trotzdem übersieht man immer wieder den, der dieses Vertrauen ausnutzt. Wie immer kommt es von dort, wo man es am wenigsten vermutet hat. Ich habe da für mich noch keinen gangbaren Weg gefunden, so etwas auszuschließen.

WOCHENBLATT:
Von wem haben Sie sich gut unterstützt gefühlt - und warum?
Wollenberg: Die Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern der Gemeinde war wirklich eine große Unterstützung. Immer sehr schnell lösungsorientiert, immer ansprechbar. Beispielsweise stand uns der Bauhof zur Abholung der geliehenen Bierzelt-Garnituren zur Verfügung. Die Schlussabrechnung wird auch über die Gemeinde abgewickelt. Das gewährt Transparenz.

WOCHENBLATT:
Wenn Sie wieder ein Dorffest organisieren würde, wie würde das aussehen?
Wollenberg: Noch intensiver in der Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen und Institutionen. Wir könnten auf positive Erfahrungswerte aufbauen, die Einteilung der unterschiedlichen Vorbereitungsgruppen hat sich als sehr produktiv erwiesen. Da könnte etwas besonderes durch die Gemeinschaft entstehen, die sich gefunden hat. Interesse seitens der Vereine gäbe es.

WOCHENBLATT:
Und bewerben Sie sich wieder?
Wollenberg: Bewerben ist die eine Seite, der immerwährende Gegenwind die andere. Es würde für die Zukunft des Dorffestes sicherlich Sinn machen, die Strukturen und Erfahrungen der diesjährigen Zusammenarbeit zu nutzen und auszubauen, um einen Weg in die Zukunft zu bereiten."

WOCHENBLATT:
Danke für das Gespräch.

Ein Blick auf die Kosten

Mit 6.000 Euro hat die Gemeinde das Dorffest unterstützt. "Damit kann man so eine Veranstaltung nicht gestalten", sagt Loretta Wollenberg. Die 6.000 Euro seien eine Basis, die überhaupt das Nachdenken über so ein Fest erlaube. Für das WOCHENBLATT öffnet die Organisatorin das Kassenbuch.
• Bühne: 3.700 Euro
• Toiletten: 780 Euro
• GEMA-Gebühren: 550 Euro
• DRK: Etwa 700 Euro. "Leider wurde der Auftrag seitens des DRK am Abend zuvor aufgrund zahlreicher Erkrankungen storniert", so Wollenberg. Selbst das DRK habe keinen Ersatz finden können. "Die Feuerwehr hätte notfalls die Erstversorgung übernommen.
Laut Wollenberg blieben ein paar Euro für Werbung. "Da ist noch keine Musik gebucht und noch vieles andere fehlt. Sie rechnet damit, dass sie selbst etwa 1.000 Euro aus eigener Kasse zuzahlt. "Leider haben wir vor unserer Bewerbung auch einem Ratsmitglied vertraut, der uns die Spende eines größeren Sponsors als gesichert zusagte. Da kam aber nichts."

Ein Fest für das Dorf

Für Loretta Wollenberg war der Umzug durch den Ort der emotionale Höhepunkt des Dorffestes Fotos: os/mum
Hat zum ersten Mal das Jesteburger Dorffest organisiert: Loretta 
Wollenberg
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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