Zwei neue Ampeln

An der Kreuzung Schierhorner Weg/Schützenstraße soll eine Ampel helfen, die Schüler sicher über die Straße zu führen
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Jesteburg: Trotz der Freude über positive Abstimmung kritisiert der Elternrat die Politik scharf

mum. Jesteburg. Jetzt dürfte der Aufstellung von zwei neuen Ampeln nichts mehr im Weg stehen. Nachdem zuvor der Jesteburger Gemeinderat zugestimmt hatte, gab auch der Samtgemeinderat "grünes Licht". Seit 2009 fordern Eltern eine Ampellösung an der Kreuzung Schierhorner Weg/Schützenstraße. Zuletzt hatten sich immer weniger Lotsen gefunden, die am jetzigen Zebrastreifen unterstützend den Verkehr regeln wollten. Auch vor dem neuen Feuerwehrgerätehaus wird zukünftig eine Ampel die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr sicher die Landstraße queren lassen. Einziger Wermutstropfen: Wie berichtet, sind die Kosten explodiert. Statt geplanter 100.000 Euro müssen Gemeinde und Samtgemeinde nun fast das Doppelte ausgeben.
"Wir sind froh, dass endlich ein Beschluss gefasst wurde. Jetzt gilt es, in der Arbeitsgruppe 'Sicherer Schulweg', die wir angestoßen haben, weitere Maßnahmen zu ergreifen, die rund um die Schulen und Kindergärten und an neuralgischen Punkten ebenfalls die Sicherheit für die Kinder erhöhen", sagt UWG Jes!-Chef Hansjörg Siede.
Irritationen gab es in den vergangenen Tagen, weil einzelne Ratsmitglieder die Entscheidung für die Ampel wieder aufheben wollten. "Für uns war es sehr überraschend, dass aus den Reihen der SPD auf einmal der Bau eines Kreisels am Schierhorner Weg als bessere Alternative ins Spiel gebracht wurde. Der Vorstoß war geradezu absurd, fußte er weder auf einer fachlichen Begründung noch hatte er die Sicherheit der Kinder im Fokus", so Siede. Tatsächlich hatte Cornelia Ziegert vorgeschlagen, über einen Kreisverkehr nachzudenken. In ihren Überlegungen spielte eine Rolle, das dort geplante Wohngebiet zu erschließen. Vermutlich hätten die Kosten über einen städtebaulichen Vertrag an den Investor weitergereicht werden können.
Auch der Schulelternrat der Grundschule spart trotz der Freude über die Ampeln nicht mit Kritik. "Wir sind erleichtert, dass sich eine Mehrheit für die Ampel gefunden hat, zugleich sind wir aber auch enttäuscht vom Sinneswandel mehrerer Ratsmitglieder", sagt Tatjana Detloff-Borgschulte. "Dass eine mehrfach einstimmige, beziehungsweise mit großer Mehrheit gefasste Entscheidung dermaßen in Frage gestellt wird, weil Mehrkosten entstehen, ist für uns nicht nachvollziehbar und erschüttert unser Vertrauen in einige Politiker." An der Notwendigkeit der Ampel habe sich nichts geändert. "Die unzähligen Argumente wurden in der Vergangenheit mehrfach dargelegt. Auch wenn wir Verständnis für die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde haben, erwarten wir, dass die Sicherheit der Kinder absolute Priorität hat und alle Politiker zu ihrem Wort stehen. Der Vorschlag, einen Kreisel zu prüfen, ist schnell als Versuch entlarvt, das durch das künftige Neubaugebiet anstehende Verkehrsproblem am Schierhorner Weg zu entschärfen - hilft den Kindern beim Überqueren der Straße an diesem Brennpunkt aber nicht", so Tatjana Detloff-Borgschulte. Zumal ein entsprechendes Projekt wohl erst in mehreren Jahren umgesetzt werden würde.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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