"Diese Festsetzungen sind seit 2018 bekannt"
B-Plan Brettbeekskoppeln-Ost: Grüne und CDU Jesteburg beziehen Stellung zur KWG

as. Jesteburg. Der Bebauungsplan Brettbeekskoppeln-Ost beschäftigt weiterhin die Jesteburger Politik. Grüne und CDU üben jetzt deutliche Kritik an der KWG.

Hintergrund: Mit deutlicher Mehrheit hat der Gemeinderat Jesteburg in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, für die von der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft für den Landkreis Harburg (KWG) im Baugebiet Brettbeekskoppeln-Ost in Jesteburg geplanten zwei Mehrfamilienhäuser die Firsthöhe auf elf Meter zu begrenzen und den gesetzlichen Stellplatzschlüssel von 1,3 pro Wohneinheit im Bebauungsplan festzuschreiben. Laut KWG-Geschäftsführer Michael Thurmann hat das erhebliche Folgen: Das Projekt müsse jetzt komplett umgeplant werden. Das koste nicht nur Geld, sondern auch Zeit und gehe zulasten des günstigen Wohnraums (das WOCHENBLATT berichtete).

Sauer stößt CDU und den Grünen auf, dass laut Thurmann beide Forderungen erst seit August 2020 aufgestellt seien. Bereits in der Bebauungsplanung aus dem Jahr 2018 habe der Planer jedoch festgelegt, dass mit den "Festsetzungen vermieden werden soll, dass Gebäude mit dem Anschein von drei Vollgeschossen entstehen, die hier wesensfremd sind", sagt Dr. Reinhard Feldhaus, Ortsverbandsvorsitzender CDU Samtgemeinde Jesteburg. Diese Festsetzungen waren elf Meter Firsthöhe und ein Stellplatzschlüssel von 1,3 je Wohneinheit. "Es zeigt sich hier, dass diese Festlegungen frühzeitig allen bekannt waren, mithin auch sicherlich Herrn Thurmann von der KWG. Seine Behauptungen, die Politik hätte nachträglich im August an diesen elementaren Vorgaben etwas geändert, ist insofern nicht richtig und folglich auch nicht die damit zusammenhängenden weiteren Ausführungen."

Auch die Grünen teilen diese Ansicht. "Diese Festlegungen waren von Beginn an auch Herrn Thurmann von der KWG bekannt. Deshalb ist seine Behauptung, wir hätten nachträglich im August 2020 etwas verändert, nicht richtig", sagt Birgit Heilmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Jesteburg. Dass die durch die Festsetzung notwendig gewordene Umplanung einen Verlust von zwei Wohneinheiten oder einen Anstieg des ursprünglich mit 8,50 Euro pro Quadratmeter geplanten Mietpreises zur Folge haben könnte, lässt sie nicht gelten. „Die Errichtung von bezahlbarem Wohnraum auch bei elf Meter Firsthöhe muss möglich sein. Dazu müssen entsprechende Modelle in die serielle Modulbauweise aufgenommen werden“, fordert Birgit Heilmann. Es gelte, den Spagat zwischen sozialen, dörflich-strukturellen, finanziellen und ökologischen Zielsetzungen hinzubekommen.

Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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