as. Jesteburg. "Scheitert der Neubau bezahlbarer Wohnungen in Jesteburg?", fragt SPD-Ratsfrau Cornelia Ziegert im Vorfeld des Gemeinderates, der am heutigen Mittwoch um 19 Uhr im Schützenhaus (Am Alten Moor 10) in Jesteburg tagt. Ihr Vorwurf: CDU, Grüne, UWG Jes! und FDP blockieren den Neubau bezahlbarer Wohnungen durch die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft für den Landkreis Harburg (KWG) im Baugebiet Brettbeekskoppeln-Ost in Jesteburg.

KWG-Neubau benötigt zwölf Meter Firsthöhe
Wie berichtet, will die KWG auf der rund 1,16 Hektar großen Fläche 13 Reihenhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser mit je neun Wohnungen bauen. Laut Vorlage ist eine Erhöhung der Firsthöhe von elf auf zwölf Meter erforderlich, um weiterhin die angestrebte Miete von 8,50 Euro pro Quadratmeter halten zu können.
Bei elf Metern Firsthöhe könnte das Gebäude nicht wie bei den bisherigen KWG-Projekten in Salzhausen, Klecken und Winsen in kostensparender Systembauweise errichtet werden, weiterhin drohen Wohnflächenverluste, befürchtet die Wohnungsbaugesellschaft. Das bereits von der KWG in Jesteburg errichtete Mehrfamilienhaus am Pfarrweg hat eine Firsthöhe von 11,70 Metern, plus Sockel liegt die Gesamthöhe bei zwölf Metern.

Streitthema für SPD und UWG Jes!

Während Cornelia Ziegert und die SPD sich dafür aussprechen, die maximale Firsthöhe von zwölf Metern zumindest für den sozialen Wohnungsbau zuzulassen, lehnt die UWG Jes! eine Ausnahme der maximalen Gebäudehöhe ab. "Weder die Bebauungsdichte noch die Stellplatzschlüssel entsprechen Planungen für eine nachhaltige und ortsangepasste Baupolitik“, kritisiert Hansjörg Siede (Vorsitzender der UWG Jes!) die aktuellen Pläne. „Wenn die Gemeinde bei der maximalen Gebäudehöhe von elf Metern für Neubauten nachgibt, werden wir einen Domino-Effekt erleben. Jeder andere Investor würde sich auf diese Ausnahme berufen und Jesteburg würde sich einen weiteren Schritt in Richtung städtischer Bebauung bewegen“, erläutert Siede die UWG Jes!-Position. Weiterhin fordert die UWG Jes! einen Stellplatzschlüssel, um sicherzustellen, dass ausreichend Parkmöglichkeiten für die Anwohner vorhanden sind und es nicht zum Parkplatzchaos kommt.
Den Verweis auf eine ortsangepasste Baupolitik lässt Cornelia Ziegert nicht gelten. „Die Argumentation der anderen Ratsfraktionen ist völlig unglaubwürdig“, kritisiert die SPD-Ratsfrau. „Das KWG-Gebäude am Pfarrweg mit einer Rot-Klinker-Fassade und einem regionaltypischen Satteldach vermittelt viel besser einen ländlichen Charakter als die vorhandene Umgebungsbebauung an der Schützenstraße und in den Brettbeekskoppeln mit großdimensionierten Zweckbauten sowie allen möglichen Dachkonstruktionen und Fassadenverkleidungen, die insgesamt eher einen städtischen Eindruck hinterlassen.“

Die CDU ist jetzt das Zünglein an der Waage, ihre Mitglieder stimmten zuletzt unterschiedlich zu den Themen ab.

Cornelia Ziegert, SPD
Hansjörg Siede, UWG Jes!
Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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