„City-Manager“ als Lösung?

Britta Witte (CDU) setzt sich für einen „City-Manager“ für Jesteburg ein
  • Britta Witte (CDU) setzt sich für einen „City-Manager“ für Jesteburg ein
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Nach WOCHENBLATT-Bericht: Britta Witte regt „Kümmerer“ an / Strategien gegen das „Geschäftssterben“.

mum. Jesteburg. Ist ein City-Manager die Lösung für das Ende des Leerstands in Jesteburg? Die CDU setzt zumindest darauf. „Leider sehen wir die Entwicklung von sanierungsbedürftigen Immobilien, hohen Mieten und nicht nachvollziehbarem Leerstand ja schon etwas länger“, sagt Britta Witte. Die Fraktionschefin der CDU in Jesteburg und Vorsitzende des Bauausschusses reagiert damit auf die Kritik von Anja Sauermann. Die Inhaberin des Damen-Fitness-Studios „Beautyworld AS“ hatte im WOCHENBLATT gefordert, dass sich Politik, Immobilienbesitzer und Mieter zusammensetzen sollen. „Wenn in Jesteburg nicht bald etwas geschieht, dann werden noch viele weitere Geschäfte schließen“, so Sauermann, die ihr Studio aufgrund zu hoher Mietforderungen im März schließt und in Holm-Seppensen neu eröffenen wird.
„Die Politik kann da nur selten etwas machen. Auch wenn es uns ärgert“, so Britta Witte. „Wir können höchstens mit passenden Rahmenbedingungen den Immobilienbesitzern behilflich sein.“ Gerade im Fall des ehemaligen Elektrogeschäfts an der Lüllauer Straße habe der Rat bereits zweimal beantragten Befreiungen entsprochen. Trotzdem tue sich nichts. Ähnlich sei es mit einem Antrag der Bäckerei Weiss gewesen.
Britta Witte hält nichts von der SPD-Idee, dass die Gemeinde neuen Einzelhändlern im Ort mit der Übernahme der ersten Jahresmiete unter die Arme greifen soll (das WOCHENBLATT berichtete). „Das ist für mich kein tragfähiges Konzept, dieses Geld könnte man wohl auch gleich verbrennen.“ Aber: „Zumindest für die Sanierung von Immobilien bietet die Städtebauförderung einige Chancen“, so Witte. „Im Zuge dieses Programms sei auch zumindest befristet ein „Kümmerer“ oder „City-Manager“ zu beauftragen. „Vielleicht ist gerade die zweite Bezeichnung ein etwas zu großes Wort für einen Ort wie Jesteburg. Aber wir denken, dass das Thema Wirtschaft einen höheren Stellenwert in der Gemeinde einnehmen muss.“ Das erfordere professionelle Hilfe - für die Verwaltung, die Politik, die Gewerbetreibenden, den GeWerbekreis und die Immobilienbesitzer. Aus diesem Grund habe die CDU den Antrag gestellt, einen „City-Manager“ einzustellen.
Konkret heißt es in dem Antrag: „Nach Maßgabe des Städtebauförderungs-Programms und zur Einleitung und Begleitung eines Prozesses zur Stabilisierung des Einzelhandels in Jesteburg, beantragen wir die Einstellung eines ‚City-Managers‘ direkt als Stelle bei der Verwaltung oder alternativ als externen Berater. Befristet kann diese Stelle über die Städtebauförderung finanziert werden.“
Britta Witte: „In den vergangenen Jahren hat sich das Angebot im Bereich Einzelhandel in Jesteburg zunehmend reduziert. Zum einen ist dies sicherlich dem hohen Kaufkraftverlust durch das Fehlen eines ansprechenden Vollsortimenters geschuldet. Zum anderen beklagen sich die Unternehmer im Ort zunehmend über nicht angemessene Mieten und erhebliche Renovierungsrückstände der Mietobjekte. Teilweise wurden auch schon Geschäftsobjekte von Investoren aufgekauft und werden ungenutzt dem Verfall preisgegeben.“ Die Fraktionschefin will gemeinsam mit allen Beteiligten Strategien gegen das „Geschäftssterben“ entwickeln. „Das ist eine große und zeitaufwendige Aufgabe, die fundiertes Fachwissen, viel Überzeugungskraft und Manager-Qualitäten erfordert“, sagt Witte. „Wir halten hier durchaus eine auf Dauer angelegte zusätzliche Stelle in der Verwaltung für angemessen.“
• Der Antrag wird vermutlich während der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur am 26. April (19 Uhr) in der Seniorenbegegnungsstätte am Sandbarg beraten.

„Wir brauchen positives Denken!
Jammern oder Schlechtreden bringt nichts.“

Das von Britta Witte thematisierte „Geschäftssterben“ betrifft nicht alle Unternehmen in Jesteburg. Silke von Kroge und Sabine Seebeck teilen die Kritik nicht. „Seit sieben Jahren betreiben wir das Einzelhandelsgeschäft ‚Berg & Tal‘ und wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagen die beiden Inhaberinnen unisono. Gemeinsam loben sie das Engagement der Unternehmer in Jesteburg. „Außer uns tragen noch viele andere, zum Teil lange ansässige Gewerbetreibende, dazu bei, dass der Ortskern vielfältige Möglichkeiten zum Einkaufen und Verweilen bietet.“ Unter anderem sei der Wochenmarkt eine Bereicherung.
„Natürlich sehen wir, dass es auch Verbesserungsbedarf in verschiedenen Bereichen gibt“, sagt Sabine Seebeck. „Hier sind alle aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten: Politiker, Immobilienbesitzer, Geschäftsleute und Bewohner des Ortes.“ Jesteburg pauschal schlecht zu reden, sei weder gerechtfertigt, noch entspreche es den Tatsachen. Das Duo wünscht sich, dass die in Jesteburg tätigen Unternehmen wahrgenommen und gewertschätzt werden.
„Immer nur zu hören, was nicht gut in Jesteburg ist, bringt weder dem Ort noch dem Gewerbe Vorteile. Handel lebt immer auch von Zuversicht sowie einer positiven Grundhaltung und nicht vom Klagen, Jammern oder Schlechtreden. Positives Denken brauchen wir alle, um notwendige Verbesserungen anzustoßen und die Zukunft des Ortes aktiv mitgestalten zu können.“

Lesen Sie auch:
„Ein Ort zum Schlafengehen!“
"In Jesteburg muss dringend etwas geschehen!"

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Panorama

Corona-Zahlen im Landkreis Harburg
Inzidenzwert steigt auf 64,8

os. Winsen. Am Donnerstag, 29. Oktober, meldete der Landkreis Harburg 1.221 bestätigte Corona-Fälle - ein Plus von 41 zum Vortag. Die Zahl der Genesenen stieg um 31 auf 979, die Zahl der Verstorbenen blieb bei 24. Die akuten Corona-Fälle summierten sich damit auf 218. 488 Personen befanden sich in Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert kletterte auf 64,8. Die Corona-Zahlen der vergangenen Wochen im Überblick: 28. Oktober 2020: 1.180 bestätigte Fälle / 948 Genesene / 24 Tote 27....

Panorama

Bewohner in Apensen positiv getestet
Corona-Fall in Flüchtlingsunterkunft

sla. Apensen. In einer Flüchtlingsunterkunft in Apensen ist ein Flüchtling nachweislich an Corona erkrankt. Die anderen fünf Bewohner der Unterkunft, die alle in Einzelzimmern wohnen, befinden sich in Quarantäne und wurde bereits getestet. Das Testergebnis steht aktuell noch aus, sagt Tanja von der Bey, Mitarbeiterin der Gemeinde Apensen. Die Bewohner würden sich an alle Abstands- und Hygieneregeln halten und wären zudem mit Desinfektionsmitteln hinreichend ausgestattet.

Service

So viel wie nie: 90 aktive Corona-Fälle am Freitag, 30. Oktober
Aktuelle Corona-Zahlen im Landkreis Stade: Höchstwert vom März wird übertroffen

jd. Stade. Der Landkreis Stade hat bei den aktiven Corona-Fällen den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie erreicht: Das Stader Gesundheitsamt meldet am Freitag, 30. Oktober, 90 aktuell mit dem Coronavirus infizierte Personen. Innerhalb nur eines Tages sind 27 neue Fälle hinzugekommen. Das bedeutet einen Anstieg um 43 Prozent. Der bisherige Höchstwert von 76 aktuellen Corona-Fällen vom 28. März ist damit deutlich übertroffen.  Sieben-Tage-Inzidenz klettert nach oben Damit schnellt im...

Panorama
Bei der Auktion "ebbes-ersteigern.de" gibt es mit etwas Glück Mega-Reiseangebote zur Hälfte des Preises

Mega-Auktion rund um Urlaub, Reisen und Freizeit von 14. bis 30. November
Reiseschnäppchen mit "ebbes-ersteigern.de"

Mit der neuen Auktion ebbes-ersteigern.de gibt es auch in dieser Zeit tolle Möglichkeiten, "mal rauszukommen", sich zu erholen und sich etwas zu gönnen. Denn "ebbes-ersteigern.de" bietet vom 14. bis 30. November 2020 jede Menge attraktive Reiseschnäppchen. "Diese Plattform könnte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen", sagt Stephan Schrader, Geschäftsführer des WOCHENBLATT, das die Auktion mit ins Leben gerufen hat. "Wir alle wollen auf andere Gedanken kommen. Sich und anderen eine Freude zu...

Panorama

Wegen des zweiten Shutdowns
Diese Veranstaltungen wurden im Landkreis Harburg wegen Corona abgesagt

os. Landkreis Harburg. Wegen des neuerlichen Shutdowns werden im Landkreis Harburg wieder zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, egal ob im Sport, in der Kultur oder in der Politik. Das WOCHENBLATT dokumentiert an dieser Stelle, welche Veranstaltungen abgesagt wurden. Die Liste wird fortlaufend angepasst. Die Samtgemeinde Jesteburg sowie die Gemeinde Rosengarten setzen im November vorerst mit den Sitzungen der Fachgremien aus. In Buchholz wurden bereits die Sitzungen der Ortsräte...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen