Das Leid mit den Wahlplakaten - muss das wirklich so sein?

Mehr Werbung geht nicht. Grüne, CDU, SPD und „UWG Jes!“ buhlen gemeinsam mit einem Bestatter um Aufmerksamkeit
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Panorama

Corona-Geschehen im Landkreis Harburg
Zwei weitere Tote im Seniorenheim

(os). Der Landkreis Harburg meldete am Montag, 19. Oktober, zwei weitere Corona-Tote. Sie waren Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf, in dem sich Ende September zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang zehn Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Montag exakt 1.000 bestätigte Corona-Fälle...

mum. Jesteburg. Bernd Jost ist ein Mann klarer Worte. Und in diesem Fall dürfte er zahlreichen Menschen aus der Seele sprechen: „Ich finde die ganzen Wahlplakate schrecklich. Überall stehen die Dinger rum und machen den Ort nicht unbedingt attraktiver.“ Jost, der für die CDU im Gemeinderat sitzt und auch bei der Wahl im September wieder antritt, schließt auch seine eigene Partei bei der Kritik nicht aus. „Ich finde, das ist insgesamt zu viel. Dank zahlreicher Internet-Anbieter werden die Plakate offensichtlich zudem immer günstiger, so dass sie leider auch immer größer werden.“ Ein Trend, der wohl leider nicht zu stoppen ist.
Wer aus Lüllau kommend nach Jesteburg fährt, darf sich über eine besonders geschmacklose Plakatfläche freuen. An der Zufahrt zum Gewerbegebiet werben gleich vier Parteien mit wenig kreativen Sprüchen um die Gunst der Wähler. Oder wie kommt „Grün ist die Liebe - zu sauberer Luft, zu klarem Wasser, zu Land und Leuten“ der Grünen an? „Weniger Löcher, mehr Netz“, verspricht die CDU. Schade nur, dass die Christdemokraten damit nicht die vielen Schlaglöcher in Jesteburg meinen. Ihnen scheint es wichtiger zu sein, dass kleine Kinder im Internet surfen, statt mit ihren Haustieren spielen. Oder was soll das Plakat aussagen?
„Menschen beteiligen, Gerechtigkeit schaffen“, verspricht die SPD. Und lässt tatsächlich ihren Worten Taten folgen. „Erstmal finden sich auf der Wählerliste zahlreiche Kandidaten ohne Parteibuch“, so Ortsvereinschef Steffen Burmeister. Böse Zungen behaupten, ihnen bleibe auch keine andere Wahl, denn in Jesteburg würde es kaum noch Sozialdemokraten geben. Schön auch das Motto der neuen Wählergemeinschaft „UWG Jes!“: „100 Prozent Klüngel frei!“.
Bleibt zu hoffen, dass für alle vier Parteien es kein schlechtes Vorzeichen ist, dass sie mit ihren Plakaten das Werbeschild eines Bestattungsunternehmens flankieren.
Das Plakat mit der besten Aussage findet sich vor der „Lisa-Kate“. Dort steht einfach nur der Rahmen - ohne jeglichen Inhalt. Welche Partei damit wohl auf Wähler-Jagd geht?

Mehr Werbung geht nicht. Grüne, CDU, SPD und „UWG Jes!“ buhlen gemeinsam mit einem Bestatter um Aufmerksamkeit
Endlich ein Plakat mit klarer Aussage? Offensichtlich hat eine Partei hier vergessen, für Inhalt zu sorgen
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Panorama
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Einer krebskranken Frau aus Winsen wurde mit dem Trip an die Elbe ein Herzenswunsch erfüllt 
Fotos: Malteser
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Freude bei der Fahrzeugübergabe (v.li.): Olaf Langer (Kuhn+Witte), Ole Bernatzki (Inhaber AHD), Oliver Bohn (Geschäftsführer Kuhn+Witte) und Lescek Malski (AHD)

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