Der Borkenkäfer setzt Waldbesitzern zu

In diesem Waldstück mussten aufgrund des Borkenkäferbefalls massiv Bäume gefällt werden
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  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

In Jesteburg mussten Wälder beziehungsweise Waldstücke radikal abgeholzt werden.

mum. Jesteburg. Der Anblick macht traurig. In Jesteburg - speziell im Ortsteil Osterberg - mussten zahlreiche Bäume gefällt werden, weil sie vom Borkenkäfer befallen waren. "Die Wälder beziehungsweise Waldstücke mussten radikal abgeholzt werden", sagt Britta Witte, Fraktionschefin der CDU. Sie nimmt das zum Anlass für eine Anfrage an die Jesteburger Verwaltung. "Gibt es eine Zusammenstellung der betroffenen Grundstücke und eine Übersicht über die Eigentumsverhältnisse?" möchte Witte wissen. Zudem erwartet sie eine Auskunft darüber, ob eine Aufforstung vorgesehen oder sogar vorgeschrieben ist.
Mit ihrer Anfrage verbindet Witte auch einen Antrag. Unter Federführung der Verwaltung sollen Fachleute und betroffene Eigentümer gemeinsam über eine zukunftsorientierte Aufforstung der entsprechenden Waldstücke reden. "Mit Berücksichtigung der sich ändernden Klimaverhältnisse sind Laub- oder Mischwälder unter Verwendung geeigneter Bäume neu anzupflanzen", so Witte. "Es ist zu beraten, wie private Waldbesitzer bei Neupflanzungen unterstützt werden können." Etwa durch öffentliche Pflanzaktionen. Zudem soll beraten werden, ob ein Zuschuss gewährt werden kann beziehungsweise muss. Wittes Vorschlag soll bereits am Mittwoch, 28. August, im zuständigen Ausschuss für Straßen, Wege und Umwelt diskutiert werden.
Wie berichtet, spricht der Waldbesitzerverband bereits von einer "Jahrhundertkatastrophe". Durch die rasante Ausbreitung des Borkenkäfers sind Waldbestände in ganz Deutschland stark gefährdet. Vor allem ältere Nadelbäume, die in den meisten Fällen kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gepflanzt wurden, sind von der Plage betroffen. Viele Bäume mussten in den vergangenen Wochen gefällt werden.
Laut eines Berichts des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurden durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer 2018 Waldflächen von mindestens 114.000 Hektar vernichtet. Das entspricht 159.600 Fußballfeldern oder etwa der Hälfte der Fläche des Saarlands.
Die Schwerpunkte der Katastrophe lagen laut Knut Sierk, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten für die Region Nordost Niedersachsen, im südlichen Niedersachsen, vor allem im Harz, aber auch der Wald in der Region wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge: Durch die vielen Abholzungen wegen des Borkenkäfers sei der Holzpreis extrem gefallen.

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