Ein Pflichtjahr für die Gesellschaft

Alexandra Bisping
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Mit Überlegungen,ein Gesellschaftsjahr einzuführen,hat die CDU eine Diskussion angeschoben.



Die CDU hat eine Debatte um ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr nach Beendigung der Schulzeit angestoßen. Nachdem die Partei selbst vor mehr als sieben Jahren dafür gesorgt hatte, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wird, gibt es Überlegungen dazu, dass sich junge Menschen jetzt wieder ein Jahr lang für die Gemeinschaft stark machen - im sozialen Bereich oder durch den Dienst an der Waffe.
Lesen Sie dazu ein Pro und Contra der Redakteure Alexandra Bisping und Sascha Mummenhoff und diskutieren Sie mit! Senden Sie Ihre E-Mail an Sascha.Mummenhoff@kreiszeitung.net.

PRO

Der Staat, das sind wir alle!

Selbstverständlich wäre es am besten, wenn sich jeder freiwillig dazu entschließen würde, ein "Jahr für die Allgemeinheit" zu leisten. Doch dass da alle mitmachen ist ebenso unwahrscheinlich wie die Vorstellung, dass ein Teenager für einen Tag auf sein Handy verzichten kann.
Klar, gibt es viele Jugendliche, die sich ohne Zwang engagieren. Fast die Hälfte der Jugendtrainer beim TV Welle etwa sind unter 18 Jahre. Und machen einen wirklich guten Job. Aber das ist die Ausnahme.
Viele Schulabgänger leben in einer "sozialen Blase", gut behütet von Mama und Papa. Dank Turbo-Abi sind einige von ihnen bereits mit 17 Jahren mit der Schule fertig. Und dann? Diese Frage beantworten viele mit einer langen Pause zu Hause an der Playstation. Wozu Wehrdienst, wenn man doch auch beim Ballerspiel "Fortnite" gefahrlos in den Krieg ziehen kann.
Mir selbst hat mein Jahr bei der Bundeswehr nicht geschadet. Ich lernte neue Freunde
kennen, musste mich Herausforderungen stellen und wurde zum ersten Mal an meine
mentalen und körperlichen Grenzen geführt.
Davon abgesehen: Was wir jetzt diskutieren, wird wohl bald Notwendigkeit sein. Die Alterspyramide wird in 30 Jahren auf dem Kopf stehen. Immer weniger Einzahler in unser Sozialsystem versorgen immer mehr Alte. Ohne eine
Art soziales Pflichtjahr werden wir das nicht mehr schultern können. Wir müssen lernen,
dass "der Staat" nicht irgendeine abstrakte Institution ist
- sondern wir alle. Vor diesem Hintergrund ist es richtig, dass junge Leute dazu gebracht werden, sich zu engagieren.
Und: Was ist schon ein Jahr?Statisch gesehen wird die durchschnittliche Lebenserwartung im Jahr 2030 bei 85 Jahren liegen.

Sascha Mummenhoff

CONTRA

Sich ein Jahr engagieren, nur freiwillig

Diese Idee kann nur eine Gedankenblase sein: Ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für Schulabgänger? Bitte nicht! Die Verpflichtung zum Wehrdienst wurde nicht ohne Grund abgeschafft. Und wer sich nach dem Ende der Schulzeit ein Jahr lang sozial engagieren möchte, wird es machen, ohne dass es dazu eine "Zwangsverordnung" gibt. Denn lustlose Teenies, die beispielsweise auf hilfebedürftige (und wehrlose) Senioren losgelassen werden, sind ein grauenvoller Gedanke! Um die Lücke zu schließen, die in der Pflegepersonaldecke klafft, braucht es weit mehr als die Anordnung eines sozialen Jahres. Der Einsatz ungelernter Hilfskräfte dürfte die Lücke eher noch vergrößern. Die "Hiwis" brauchen eine dauerhafte Anleitung, was die Arbeit des Pflegedienstes noch erschwert und ihn von seiner Arbeit abhält. Wer mal mit einem Pfleger oder einer Pflegerin ins Gespräch gekommen ist, weiß, wie eng getaktet dort die Arbeitszeiten sind.
Auch der Kostenfaktor dürfte interessant sein: Laut Süddeutscher Zeitung würde es rund 7,5 Milliarden Euro kosten, würden 500.000 Schüler eines Jahrgangs nach Schulende zwangsverpflichtet.
Für das Allgemeinwohl einen Beitrag zu leisten, kann jungen Menschen nur gut tun. Sie dazu zu verdonnern, hilft meiner Meinung nicht, Toleranz, Gemeinschaft und Verständnis füreinander zu fördern. Dagegen könnte das Fördern von Freiwilligendiensten tatsächlich dafür sorgen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird.
Alexandra Bisping

Alexandra Bisping
Sascha Mummenhoff
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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