Grünes Licht für Famila-Ansiedlung

Mit der Verabschiedung des B-Plans wurde die Ansiedlung des Famila-Marktes auf dem ehemaligen Festhallengelände auf den Weg gebracht
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Gemeinderat verabschiedet Bebauungsplan "Am Brettbach" mit großer Mehrheit

as. Jesteburg. "Es ist ein wichtiger Tag für Jesteburg", sagte Bauausschuss-Vorsitzende Britta Witte (CDU) jetzt auf der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch. Der Rat hat mehrheitlich beschlossen, den geänderten Bebauungsplan Nr. 1.46 "Am Brettbach" zu verabschieden und damit die Ansiedlung des Famila-Marktes auf dem ehemaligen Festhallen-Grundstück am südlichen Ortsrand auf den Weg zu bringen. Britta Witte sprach von einem "Meilenstein": "Dank des B-Plans wird es immer wahrscheinlicher, dass die Menschen in Jesteburg bald vernünftig einkaufen können", so Witte. Diese Ansicht teilten nicht alle Ratsmitglieder. FDP und UWG sehen den B-Plan nach wie vor kritisch. Sie halten die zwischenzeitlich als Standort diskutierte Fläche am Sandbarg für besser geeignet.
Seit Jahren kämpfen die Jesteburger darum, den Verbrauchermarkt auf dem ehemaligen Festhallengelände ansiedeln zu können. Zwischenzeitlich hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Genehmigung des B-Plans gestoppt und ihn für unwirksam erklärt. Der B-Plan hatte gegen das Raumordnungsprogramm verstoßen: Großflächiger Einzelhandel durfte in Jesteburg nur in der Ortsmitte ansiedeln, zudem war die geplante Verkaufsfläche von 3.220 Quadratmetern zu groß. Die Nachbargemeinde Hanstedt klagte gegen die Ansiedlung des Marktes in Jesteburg und gewann.
Dass es jetzt doch grünes Licht für den Supermarkt gibt, ist einer Novelle des Raumordnungsprogramms zu verdanken. Denn mit der Änderung können neue Lebensmittelmärkte auch außerhalb des Ortszentrums entstehen, wenn eine Ansiedlung im Ortskern nicht möglich ist. Entscheidend ist auch, dass der Famila-Markt mit einer Verkaufsfläche von 2.420 Quadratmetern deutlich kleiner wird als ursprünglich geplant.
Noch ist aber nicht sicher, dass der Supermarkt sich tatsächlich in Jesteburg ansiedelt. Denn mit seiner Entscheidung hat der Gemeinderat lediglich den B-Plan auf den Weg gebracht, Gegner können immer noch gegen die Ansiedlung des Marktes auf dem ehemaligen Festhallengelände klagen. Allerdings ist es wohl sehr unwahrscheinlich, dass eine erneute Klage aus Hanstedt kommt: Dort hat sich inzwischen ein Netto-Markt angesiedelt und Edeka Conrad will erweitern.

Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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