Jesteburger Rat macht Weg für Großprojekte frei

Kritisiert den Deal mit Steffen Lücking: Hansjörg Siede
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mum. Jesteburg. Die Gemeinde Jesteburg drückt mächtig aufs Tempo bei großen Bauvorhaben: Am Mittwochabend gab der Gemeinderat gleich für mehrere Projekte grünes Licht.

Hansjörg Siede: "Wir lassen uns erpressen!"

Schierhorner Weg: Investor Steffen Lücking darf mit der Feinjustierung am Schierhorner Weg beginnen. Mit großer Mehrheit verabschiedete der Rat die Aufstellung eines B-Plans. Dort sollen 106 Wohneinheiten entstehen. Allerdings muss Lücking noch zwei Kröten schlucken: Die Grünen haben sich mit ihrem Vorschlag durchsetzen können, dass im B-Plan deutlich ein ökologischer Ansatz zu erkennen ist. Außerdem dürfen höchsten bei bis zu zehn Prozent der Einfamilienhäuser Einliegerwohnungen integriert werden. Lücking stellt der Gemeinde ein 3.500 Quadratmeter großes Grundstück für eine Kindertagesstätte zur Verfügung. Kritik an dem Projekt kommt von der UWG Jes!. "Wir lassen uns hier von einem Investor eiskalt erpressen. Steffen Lücking führt uns vor", sagt Vorsitzender Hans-Jörg Siede, der damit den WOCHENBLATT-Bericht bestätigt, dass die Gemeinde dem Deal nur zustimmt, damit Lücking wiederum dabei hilft, den Kreisel an der Lüllauer Straße zu realisieren. Lücking übernimmt von Jürgen Meyer die Restfläche seines Grundstücks zu einem stolzen Preis. Als "Trostpflaster" gibt es 106 Wohneinheiten.

Ehemaliger Reitplatz:
Abzüglich der Flächen für Schulneubau (5.000 Quadratmeter), Bauhof-Erweiterung (1.000 Quadratmeter) und einem Grundstück, das der Eigentümer nicht verkaufen möchte (3.000 Quadratmeter), stehen dort noch etwa 11.000 Quadratmeter zur Verfügung. Die CDU setzte sich dank Unterstützung von UWG, Grüne und FDP mit dem Antrag durch, die Fläche an einen Investor zu veräußern. Wie berichtet, signalisierte das Unternehmen Adler SPR aus Hamburg Interesse, dort "urbanes Wohnen und Arbeiten" zu realisieren.

Spielplatz "In der Koppel": Die Gemeinde nimmt das Angebot eines Buchholzer Investors an, auf einer Teilfläche (1.200 Quadratmeter) des Spielplatzes ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten zu errichten. Der Investor soll zugestimmt haben, eine Fläche von 600 Quadratmetern für einen Spielplatz zur Verfügung zu stellen. Auch die vorhandene Wallanlage soll erhalten bleiben. Die Gemeinde rechnet mit einem Verkaufserlös von etwa 240.000 Euro, die wiederum in den neuen Spielplatz am Seeveufer investiert werden sollen.

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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