Jesteburger Rathaus-Pläne stoßen auf Kritik: "Torheit und Kurzsichtigkeit"

Wilfried Gerhard kritisiert die Erweiterungspläne des Rathauses
  • Wilfried Gerhard kritisiert die Erweiterungspläne des Rathauses
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

mum. Jesteburg. UWG Jes!-Vorsitzender Hansjörg Siede hatte die Pläne, das Rathaus auf dem Niedersachsenplatz zu erweitern, scharf kritisiert (das WOCHENBLATT berichtete): "Für uns wäre das ein unverzeihlicher Sündenfall. Das denkmalgeschützte Gesamtensemble aus Heimathaus, Zehntscheune und altem Rathaus ist das Jesteburger Juwel in der Ortsmitte. Wie kann man als heimatliebender Jesteburger auch nur darüber nachdenken, den Niedersachsenplatz durch eine Verdoppelung der Rathausflächen zu verunstalten?" Siede hatte stattdessen vorgeschlagen, einen neuen Standort für die Verwaltung zu finden. "Hierfür bietet sich sowohl die Zusammenarbeit mit möglichen Investoren - etwa auf dem ehemaligen Reitvereinsgelände - oder die Nachnutzung der alten Schulgebäude an."
Unterstützung bekommt Siede nun von Wilfried Gerhard, der sich häufig kritisch mit der Jesteburger Politik auseinandersetzt. "Leider gibt es immer wieder neue Projekte, an denen sich kommunalpolitische Torheit und Kurzsichtigkeit austoben kann - immer nach dem Motto: avanti dilettanti", so Gerhard. Die geplante Überbauung des Niedersachsenplatzes wäre ein solches Projekt. Es würde Jesteburgs identitätsstiftendes Ensemble aus gelungener Architektur und prominenter Topographie unwiederbringlich zerstören. Um Schaden von Jesteburg abzuwenden, regt Gerhard folgende Schritte an:
Es wird ein Ratsbeschluss herbeigeführt, der den Niedersachsenplatz zum städtebaulichen Zentrum Jesteburgs erklärt - mit der Folge, dass jede weitere Ortsentwicklung der Stärkung eben dieses Zentrums dienen müsste.
Die gesamte Verwaltung zieht in die Alte Schule um. Notwendige Um- und Anbauten würden sich finanziell in Grenzen halten und architektonisch unauffällig bleiben.
Die frei werdenden Flächen und Gebäude werden zur Belebung der neuen Ortsmitte genutzt, also in die Hände von Gewerbeinteressenten gegeben. Ein Café auf dem Niedersachsenplatz wäre zum Beispiel ein Hotspot sowohl für Einheimische wie Touristen.

Lesen Sie auch:
"Ein baupolitischer Sündenfall": Streit um Jesteburger Rathaus-Erweiterung

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen