Keine Zeit für Besinnlichkeit - Erich Wiedemann schaltet Kommunalaufsicht wegen Schützen-Zuschuss ein

Erich Wiedemann lässt einen Zuschuss für den Schützenverein Schierhorn von der Kommunalaufsicht prüfen
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mum. Jesteburg. Die Zeit der Besinnlichkeit ist in Jesteburg schon wieder vorbei. Erich Wiedemann (FDP) will den vom Gemeinderat abgesegneten Zuschuss in Höhe von 1.600 Euro für den Schützenverein Schierhorn von der Kommunalaufsicht prüfen lassen. Wiedemann schreibt an den Landkreis Harburg: „Ich bitte Sie, zu prüfen, ob dieser Beschluss im Einklang mit der Niedersächsischen Kommunalverfassung steht, und ihn, falls nicht, zu annullieren. Er wurde von Bürgermeister Udo Heitmann damit begründet, dass er persönlich im Verweigerungsfalle nicht mehr am Schützenfest im Schierhorn teilnehmen könne.“ Wiedemann sei davon überzeugt, dass der Zuschuss den Interessen der Jesteburger Steuerzahler Schaden zufügen würde und dass Gemeindedirektor Hans-Heinrich Höper verpflichtet gewesen wäre, den Rat darauf hinzuweisen.
Wie berichtet, soll das Geld für eine neue Küche und dringend erforderliche Erweiterungsarbeiten im Schützenhaus verwendet werden. Insgesamt rechnet der Verein mit Kosten in Höhe von etwa 8.000 Euro. Der Rat gab das Geld allerdings erst nach einem äußerst emotionalen Appell von Bürgermeister Udo Heitmann (SPD) frei. Der Bürgermeister hatte unter anderem betont, dass es gerade zwischen Schierhorn und den Jesteburger Ortsteilen Thelstorf, Wiedenhof und Lüllau eine enge Verbindung gebe. Der Appell des Bürgermeisters zeigte Wirkung. Britta Witte (CDU) bat um eine Sitzungsunterbrechung. Im Anschluss beantragte sie die Unterstützung der Schützen in derselben Höhe, wie auch Hanstedt sie gewährt. Das Ergebnis: 12:8 für den Zuschuss.
• Erich Wiedemann (73) saß mehr als 20 Jahre Jahre für die FDP im Gemeinderat. Zudem kommentierte der ehemalige Spiegel-Redakteur das Geschehen in seinem Heimatort in seinem Internet-Blog „Die kleine Zeitung“.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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