Jetzt als Wahlhelfer melden
Landkreis Harburg sucht Ehrenamtliche für Landtagswahl

Am 9. Oktober wird im Landkreis Harburg der Landtag und der Landrat gewählt Foto: Adobe Stock / eb-picture
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  • hochgeladen von Anke Settekorn

Sie sind einfach unverzichtbar und ohne sie kann eine Wahl genauso wenig stattfinden wie ohne Kandidatinnen und Kandidaten: Für die Landtags- und Landratswahl am 9. Oktober suchen der Landkreis Harburg und die Kommunen Ehrenamtliche, die sich engagieren und als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer beim Auszählen der Stimmen dabei sein wollen.

WOCHENBLATT-Redakteurin Anke Settekorn war im vergangenen Jahr sowohl bei der Kommunal- als auch bei der Bundestagswahl Wahlhelferin und berichtet von ihren Erfahrungen: "Um 7.30 Uhr treffen sich alle Wahlhelfer zu einer kurzen Besprechung im Wahllokal. Dann folgt die Einteilung in Schichten. Für mich geht es um 13 Uhr los. Gemeinsam mit den anderen Freiwilligen mache ich fünf Stunden lang abwechselnd Häkchen im Wählerverzeichnis, teile Wahlzettel aus, desinfiziere die Kabinen und Stifte, weise die Wähler auf die Hygieneregeln hin und assistiere beim Einwurf in die Urne. Die Stimmung ist gelöst, die Wähler durchgehend freundlich. Als Wahlhelfer erhält man schon während der Wahl interessante Einblicke: Geben viele oder wenige Bürger ihre Stimme ab, sind unter den Wählern viele junge oder eher ältere Menschen? Wird eher vormittags gewählt oder kommen viele noch 'auf den letzten Drücker'?
Um 18 Uhr werden die Türen geschlossen und es wird richtig spannend: Die Stimmen werden ausgezählt. Wie lang der Einsatz als Wahlhelfer dauert, hängt von der Anzahl der Stimmzettel und Wahlmöglichkeiten ab: Während die Auszählung bei der Kommunalwahl (vier Wahlzettel) sechs Stunden gedauert hat, geht das Stimmenzählen bei der Bundestagswahl (ein Zettel, zwei Kreuze) erfreulich schnell. Danach wird alles zusammengepackt und der Wahlvorsteher bringt die Unterlagen ins Rathaus."

Allein für die Auszählung der Briefwahlstimmen werden im Kreishaus insgesamt etwa 400 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt. Sie können sich ab sofort ganz einfach und unkompliziert über die Seite www.landkreis-harburg.de/ichzaehle anmelden oder sich an das Landkreis-Team für die Briefwahlorganisation unter Tel. 04171 – 693 4940 bzw. per E-Mail an ichzaehle@lkharburg.de wenden.

Auf den Internetseiten der Gemeinden (Suchwort "Wahlhelfer") kann man sich jederzeit unverbindlich als Wahlhelfer vor Ort anmelden, dort gibt es auch weitere Infos.

Wahlen im Landkreis Harburg

Bei der Landtagswahl am 9. Oktober sind rund 203.000 Frauen und Männer im Landkreis Harburg wahlberechtigt. Sie sind aufgerufen, ihre Erststimme für eine Kandidatin oder einen Kandidaten als Direktabgeordneten in Hannover und ihre Zweitstimme für eine Partei abzugeben. Dabei ist der Landkreis in die drei Wahlkreise 50 Winsen, 51 Seevetal und 52 Buchholz aufgeteilt und stellt entsprechend auch drei Abgeordnete, die während der kommenden fünf Jahre die Interessen des Landkreises in Hannover wahrnehmen. Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung in den drei Wahlkreisen Seevetal bei 65,1 Prozent, in Buchholz bei 67,4 Prozent und in Winsen bei 66,1 Prozent (niedersachsenweit: 63,1 Prozent).
Gleichzeitig findet am 9. Oktober die Landratswahl statt, also die Wahl des Chefs der Kreisverwaltung. Die Stimmen für die Landratswahl – auch die Voten der Briefwählerinnen und Briefwähler – werden in den zwölf kreisangehörigen Gemeinden und Samtgemeinden ausgezählt. Dort werden dafür eigene Wahlvorstände gebildet.  

FAQ für Wahlhelfer

Welche Voraussetzungen muss ein Wahlhelfer mitbringen? Das Wahlhelfer-Ehrenamt dürfen alle deutschen Bürgerinnen und Bürger übernehmen, die für die entsprechende Wahl wahlberechtigt sind und nicht selbst kandidieren. Für Kommunalwahlen gilt ein Mindestalter von 16 Jahren. Für Landtags-, Bundestags- und Europawahlen sind es 18 Jahre. Wahlhelfer müssen seit mindestens drei Monaten in Niedersachsen wohnen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Haben Wahlhelfer besondere Pflichten? Wahlhelfer nehmen das Ehrenamt unparteiisch und neutral wahr und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Wird man auf den Einsatz vorbereitet? Nach der Berufung erhalten die Wahlhelfer Informationsmaterial über alles, was für den Wahltag wichtig ist. Außerdem werden für Wahlvorsteher sowie deren Stellvertretungen rechtzeitig vor der Wahl Schulungen angeboten.
Gibt es eine Vergütung? Wahlhelfer erhalten ein sogenanntes „Erfrischungsgeld“. Je nach Verantwortung und Arbeitsaufwand ist das eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 bis 70 Euro. Für Verpflegung ist gesorgt. 

Höchste Wahlbeteiligung in Niedersachsen
Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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