Mehr als nur ein Spielplatz

Wollen mit ihrer Aktion am heutigen Samstag den Grundstein für einen neuen Spielplatz legen (v. li.): Anne Lemcke, Hendrik Weiß und Stefan Lemcke
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Arbeitsgruppe präsentiert überzeugendes Konzept für Neugestaltung / Fördervereins-Gründung geplant.

mum. Jesteburg. Spiel- und Bewegungspark, Treffpunkt für Jung und Alt, Anziehungspunkt für Touristen - die Arbeitsgruppe "Spielplatz Jesteburg" hat sich mit ihren Vorschlägen für den in die Jahre gekommenen Spielplatz am Seeveufer einiges vorgenommen. Das unter der Leitung von Hansjörg Siede erarbeitete Konzept der Eltern stellte Vanessa Veh (Vorsitzende der Interessengemeinschaft Jesteburger Kindergärten) jetzt im Ausschuss für Jugend, Senioren, Sport und Soziales der Gemeinde Jesteburg vor. Alle Ausschussmitglieder waren zwar beeindruckt, mochten sich aber - noch nicht - auf eine konkrete finanzielle Unterstützung festlegen. Die Arbeitsgruppe will den Spielplatz mit viel ehrenamtlichem Engagement umgestalten. Dass sie es ernst meint, konnte man bereits daran erkennen, dass ein Förderverein gegründet wird, der - nach dem Vorbild des Freibad-Fördervereins - finanzielle Mittel einwerben und durch ehrenamtliche Arbeiten den Spielplatz auch langfristig erhalten will.
"Mich hat besonders das Engagement der Eltern und die große Welle der Zustimmung vieler Bürger für dieses Projekt beeindruckt. Das vorgestellte Konzept zeigt Jesteburg eine zum Dorf passende Chance auf, einen Ort der Begegnung für Jesteburger und Touristen zu schaffen", sagt Joachim Paulun (UWG Jes!). "Es ist den Eltern gelungen, einen Vorschlag zu unterbreiten, der das Miteinander in den Mittelpunkt stellt: Die Integration von Menschen mit körperlicher Behinderung wird ebenso berücksichtigt wie der Wunsch, Angebote für unterschiedliche Altersgruppen anzubieten", so Hansjörg Siede. Mit dem Vorschlag, das Gelände durch Bepflanzungen und langlebige Spielgeräte aus Holz in das idyllische Umfeld aus Seeve und Wiesen einzuweben, sei den Eltern ein Brückenschlag zwischen den Wünschen nach einem attraktiven Spielplatz für die Kinder vor Ort und einer Attraktion für Touristen gelungen.
Den Eltern ist es gelungen, ein positives Signal für bürgerliches Engagement in Jesteburg zu setzen. Sie planen durch Eigenleistungen und die von ihnen durchgeführte Einwerbung von Fördermitteln und Spenden etwa zwei Drittel der voraussichtlichen Kosten für die Umsetzung des Spiel- und Bewegungsparks zu stemmen.
"Aus den Wünschen vieler Eltern und Kinder nach einem attraktiven Spielplatzangebot ist etwas viel Größeres entstanden. Gewerbetreibende und Bürger ziehen an einem Strang für ein Projekt mit dem sie sich identifizieren können", so Siede. Die Planungen der Arbeitsgruppe für ein Benefiz-Sommerfest auf dem Gelände des Spielplatzes sind angelaufen. Die Bäckerei Weiss und die Jesteburger Firma Ankerkraut haben bereits vorgelegt. Sie werden alle Einnahmen aus ihrer Benefiz-Grill-Veranstaltung am heutigen Samstag, 19. Mai, ab 11 Uhr auf dem "Peets Hoff" in Buchholz (das WOCHENBLATT berichtete) für die Neugestaltung und Instandsetzung des Spielplatzes spenden.
Die Arbeitsgruppe wird jetzt in eine detailliertere Planung einsteigen und in der nächsten Fachausschuss-Sitzung eine erste Kostenschätzung vorlegen.

Wollen mit ihrer Aktion am heutigen Samstag den Grundstein für einen neuen Spielplatz legen (v. li.): Anne Lemcke, Hendrik Weiß und Stefan Lemcke
Stellte das Konzept im Ausschuss vor: Vanessa Veh (Vorsitzende der Interessengemeinschaft Jesteburger Kindergärten)
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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