Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus erläutert Betreuungsgebühren

Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus hätte sichgewünscht, dass das Land die Kommunen finanziell unterstützt
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mum. Hanstedt. Ein Brief des DRK an die Hanstedter Eltern hat jüngst für Irritationen gesorgt. So hätte man einen Satz so verstehen können, dass die Samtgemeinde Hanstedt den Eltern die Corona-bedingte Notbetreuung während der Schulzeit in Rechnung stellen wird. "Dem ist nicht so", klärt Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus auf. Das Angebot sei selbstverständlich kostenfrei.
Allerdings müssen Eltern dennoch damit rechnen, dass sie künftig für die Betreuung ihrer Kinder etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Auf WOCHENBLATT-Nachfrage erläutert Muus die unterschiedlichen Gebühren, die vermutlich im Zuge der nächsten Samtgemeinderatssitzung am Donnerstag, 9. Juli, auf den Weg gebracht werden.
So steigen die Gebühren für eine zusätzliche Betreuungsstunde in der Krippe (betroffen sind Kinder bis drei Jahre) je nach Einkommen der Eltern zwischen sechs und acht Prozent. "Konkret sind das zwischen zehn und 35 Euro im Monat", so Muus. Auch die Kindergartengebühren steigen. Acht Stunden pro Tag sind laut Muus beitragsfrei. Je nach Einkommen der Eltern werden für eine weitere Betreuungsstunde am Tag monatlich bis zu 52 Euro fällig.

Auch bei der Nachmittags-Betreuung an den Grundschulen in Egestorf und Hanstedt gibt es eine Anpassung bei der Gebühren. Ab Sommer wird pro Stunde ein Beitrag in Höhe von zwei Euro fällig. "Hier berücksichtigen wir das Ergebnis einer Elternbefragung", erklärt Muus. Demnach seien die Eltern sogar bereit gewesen, einen noch höheren Eigenanteil zu zahlen. Wie berichtet, hatten sich die Eltern voriges Jahr mit großer Mehrheit für den Erhalt der bisherigen Angebote (verlässliche Grundschulen mit hortähnlicher Betreuung) an den Grundschulen in Egestorf und Hanstedt ausgesprochen. Diesem Votum folgte der Samtgemeinderat. "In seinem einstimmigen Beschluss respektiert der Samtgemeinderat den Elternwunsch, die bisherige nachschulische Betreuung unverändert beizubehalten, und stellt den Antrag auf Einführung der offenen Ganztagsschule zunächst zurück", so Muus.

• Auch in Bezug auf die Krippengebühren während der Corona-Zeit liegt dem Samtgemeinderat eine Empfehlung vor. Demnach erstattet die Kommune den Eltern die Beträge für die Zeit vom 30. März bis zum 30. April. "In dieser Zeit wurden zwischen 14 und 45 Kinder betreut - ausschließlich Eltern aus systemrelevanten Berufen", so Muus. Ab dem 1. Mai stieg die Zahl der zu betreuenden Kinder wegen der aufgeweichten Zugangskriterien schnell an - von 81 am 1. Mai bis 236 Jungen und Mädchen Anfang Juni. "Der Vorschlag sieht vor, dass die Betreuung ab Mai kostenpflichtig ist", so der Verwaltungschef. Je nach Einkommen der Eltern wird dann für sechs Stunden am Tag eine Gebühr zwischen 119 und 320 monatlich Euro fällig. Die Kosten richten sich aber nur nach den tatsächlich genutzten Betreuungsstunden. Wer in der Notfallbetreuung nur sechs Stunden nutze, zahlt auch nur sechs Stunden.
"Leider folgt das Land Niedersachsen nicht dem Beispiel Schleswig-Holsteins", so Muus. "Dort erstattet das Land den Kommunen die Gebühren."

Kita-Notbetreuung ist beendet
Nach gut drei Monaten endete am 21. Juni die Notbetreuung in den Kitas. Seit Montag, 22. Juni, läuft der sogenannte eingeschränkte Betrieb und alle Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder in die Kita zu schicken. "Zeitliche Einschränkungen können allerdings möglich sein", teilt das Rathaus mit. Genaueres können Eltern in den jeweiligen Einrichtung nachfragen. Für Anträge ist dann nicht mehr die Samtgemeinde zuständig.
Weitere Informationen zum "eingeschränkten Betrieb" erfahren Eltern in den Leitlinien des niedersächsischen Kultusministeriums. Das Land Niedersachsen strebt weiter den Beginn für den Regelbetrieb ab dem 1. August an.
• Für Fragen zur Notbetreuung in den Grundschulen und zur Sommerferienbetreuung können sich Eltern an das Rathaus beziehungsweise direkt an die Grundschulen wenden. Ansprechpartnerin im Rathaus ist Martina Lüdtke unter der Rufnummer 04184-80339 oder via E-Mail an m.luedtke@hanstedt.de.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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