Schadstoffe im Boden: Krippen-Pläne für die ehemalige Schule sind vorerst geplatzt!

Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper

Schlechte Nachrichten für Jesteburger Familien. Die geplante Errichtung der Krippe in dem alten Schulgebäude am Sandbarg (30 Plätze) muss verschoben werden. Es wurden gefährliche Schadstoffe im Boden und in den Wänden entdeckt.

mum. Jesteburg. Das sind schlechte Nachrichten für Jesteburg - vor allem aber für junge Familien! Die Pläne einer Krippe für 30 Kinder auf dem ehemaligen Schulgelände am Sandbarg sind nicht wie geplant möglich. Bei vorbereitenden Untersuchungen im Fußbodenbereich im Verbindungsbau (dort sollte die Krippe entstehen) wurde laut Verwaltungsunterlage eine Schadstoffbelastung festgestellt. Außerdem kam heraus, dass die Schadstoffe auch auf die Wände übergangen sind. „Die Schadstoffe werden erst dann freigesetzt, sobald Umbaumaßnahmen durchgeführt werden“, heißt es in der Unterlage weiter. Etwa für den Umbau zu einer Krippe. Die bisherigen Nutzung als Schule sei nicht betroffen gewesen.
In einem aufwendigen Verfahren könnte versucht werden, diese Schadstoffe zu entfernen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass dies erfolgreich ist, liegt bei etwa 90 Prozent“, heißt es in dem Papier weiter. Außerdem habe der Statiker festgestellt, dass die vorhandene Dachkonstruktion das erforderliche Dämmmaterial nicht aufnehmen kann. Dort müsste die Konstruktion verändert werden. Diese Maßnahmen führen zu erheblichen Mehrkosten. Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper betont, dass der neuere Gebäudeteil der ehemaligen Schule (dort soll unter anderem eine Begegnungsstätte entstehen) und die Turnhalle nicht betroffen sind
„Wir haben jetzt drei Möglichkeiten“, sagt Höper. Den Umbau wie geplant durchführen. Bislang war man von knapp einer Million Euro ausgegangen. Dazu müssten dann die zusätzliche Kosten für die Sanierung ermittelt werden. Die zweite Variante sieht den Abriss des Mitteltraktes vor. An seiner Stelle würde dann ein Krippen-Neubau entstehen. Geschätzte Kosten: 1.4 Millionen Euro. Die dritte Alternative sieht vor, dass der Mittelteil nicht abgerissen wird, sondern als Lagerraum und Kleiderkammer genutzt wird. Außerdem würde auf dem Sandbarg-Gelände eine neue Krippe gebaut werden. „Zur Zeit werden für diese Variante die Kosten ermittelt“, sagt Höper.
• Das Ergebnis wird am Mittwoch, 18. März, erst im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss und im Anschluss im Gemeinderat (20 Uhr, „Heimathaus“) diskutiert.
Ganz gleich wie die Entscheidung ausgeht: Eltern, die ihre Kinder im Oktober in der neuen Krippe unterbringen wollten, müssen sich jetzt eine Alternative suchen. Bis Oktober wird am Sandbarg keine Kinderbetreuung eingerichtet werden können.

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