„Stolz auf das Gemeinschaftszentrum!“

Hans-Heinrich Höper schaut auf 2015 zurück
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Jahresrückblick: Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Heinrich Höper zu Flüchtlingssituation, Ganztagsbetreuung und ehrenamtliches Engagement.

mum. Jesteburg. Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit für ein Fazit. Jesteburgs Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Heinrich Höper schaut auf ein bewegtes Jahr zurück.
„In der Samtgemeinde und in den Gemeinden Bendestorf, Harmstorf und Jesteburg ist viel passiert und umgesetzt worden. Spätestens im zweiten Halbjahr 2015 wurden alle Themen und Aufgaben in der Kommune durch den Zustrom notleidender Menschen aus Krisengebieten beherrscht. Den ehrenamtlichen Helfern innerhalb und außerhalb der Hilfsorganisationen sowie den hauptamtlichen Mitarbeitern in der Kreisverwaltung und in den Kommunalverwaltungen ist zu danken, dass sie sich engagieren und über das übliche Maß hinaus ihren Dienst leisten. Dieses Thema wird uns auch im nächsten Jahr einen erheblichen Einsatz in der täglichen Arbeit abverlangen.
Mein Dank geht an alle ehrenamtlich Tätigen in unserer Samtgemeinde. Allzu oft werden dabei die ehrenamtlichen Ratsmitglieder in den Räten vergessen.
• In 2016 finden am 11. September die Kommunalwahlen statt. Gewählt werden die Abgeordneten für den Kreistag, für den Samtgemeinderat und für die Räte in den Mitgliedsgemeinden. Bringen Sie sich ein, stellen Sie sich zur Wahl, und bitte, nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr!
• Nach Beginn der neuen Legislaturperiode ab dem 1. November 2016 müssen dann die Räte den Ratsvorsitzenden bei der Samtgemeinde (heute Dr. Hans-Heinrich Aldag), die Bürgermeister in den Mitgliedsgemeinden (Hans-Peter Brink, Udo Heitmann und Andreas Maack) sowie die Gemeindedirektoren (Bettina Jägersberg in Bendestorf und Hans-Heinrich Höper in Jesteburg) neu wählen.
• Der Samtgemeinderat hat die größte Baumaßnahme der Samtgemeinde, den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Jesteburg, auf den Weg gebracht. Die Kosten betragen rund 3,85 Millionen Euro. Aufgrund der planerischen Entwicklungen und der eingetretenen Baukostensteigerungen stand der Samtgemeinderat vor der schwierigen Frage, die zusätzlichen Baukosten von rund 470.000 Euro nach zu bewilligen oder das ganze Projekt einzukürzen. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile hat der Samtgemeinderat entschieden, das Projekt unverändert durchzuführen. Mit dem Bauvorhaben wird nach Erteilung der Baugenehmigung und nach entsprechender Wetterlage Anfang 2016 begonnen.
• In der Gemeinde Jesteburg war das größte kommunale Bauprojekt der Umbau der ehemaligen Schule ‚Sandbarg‘ zu einem Gemeinschaftszentrum. Die Bürger können stolz auf ein Gemeinschaftszentrum blicken, wie es selten an anderer Stelle zu finden sein wird. Der Gesamtkomplex rund um den Niedersachsenplatz besteht aus den beiden Rathäusern, der Bücherei, dem Heimathaus und den neuen Einrichtungen der Tagespflege ‚Ole School‘, der Krippe, der Seniorenbegegnungsstätte und dem Sitzungsraum, der Kleiderkammer sowie dem bereits vorhandenen Kindergarten und der Turnhalle. In 2016 wird dann noch die Werkstatt und das Lager für die Kunststätte Bossard eingerichtet.
• Ein weiteres neues Zentrum entsteht durch die Investitionen von Privatpersonen in der Ortsmitte von Jesteburg. Das ‚Försters Huus‘ wurde wieder aufgebaut und der Investor wird im nächsten Jahr als weiteres Gebäude den „Markt der Möglichkeiten“ bauen lassen.
• Die Gemeinde hat eine Fläche aus diesem Grundstücksbereich an einen Investor zum Bau des ‚Gesundheitszentrums‘ veräußert. Zu dieser Maßnahme beginnen gerade die Arbeiten zum Bebauungsplan. Nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens in 2016 kann der Investor mit der Umsetzung des Bauvorhabens beginnen.
• In der Ortsmitte wurde ein B-Plan zum Bau von Wohnungen geändert. Somit wird im nächsten Jahr einiges in der Ortsmitte von Jesteburg entstehen.
• Das Leitungspersonal der Samtgemeinde hat sich in diesem Jahr verändert. Holger Schölzel hat die Samtgemeinde im Juni in Richtung Landkreis Harburg verlassen. Nachfolgerin wurde zum 1. Oktober Melanie Ritter aus Jesteburg, die damit den Bereich für Familien mit den Schulen und Kindertagesstätten sowie den Ordnungsbereich mit den Feuerwehren, Einwohnermeldeamt und Standesamt führt.
• In diesem Jahr wurde der Internetauftritt der Samtgemeinde überarbeitet. Die Angebote sollen ständig weiter wachsen. Zum 1. Juli hat die Gemeinde Jesteburg die Tourismusinformation (TI) vom Verkehrsverein übernommen.
• Die Gemeinde ist mit einem jährlichen Betrag von 25.000 Euro fester Partner bei der Kunststätte Bossard geworden. Eine Aufgabe der TI wird es sein, die Kunststätte Bossard touristisch noch besser zu vermarkten. Auf Zukunft gesehen ist zu prüfen, ob diese Aufgabe auch auf Ebene der Samtgemeinde gehoben wird.
• Wenn wir gerade beim Personal sind, der größte personelle Anteil liegt bei den Kindertagesstätten. Da das Angebot an Kindertagesstätten ständig wächst, wird es zunehmend schwieriger, dafür notwendiges Personal zu finden. Die Angebote der Kindertagesstätten haben sich in den letzten vier bis fünf Jahren gravierend verändert. Konnte man damals noch von einem ungefähren Verhältnis 80 Prozent im Halbtagsbereich, Vormittags- und Nachmittagsangebote und 20 Prozent im Ganztag ausgehen, so hat sich dieses Verhältnis heute umgekehrt. Die Umkehr dieses Verhältnisses macht es notwendig, über die Schaffung weiterer Plätze zu beraten. Es gibt bereits seit längerer Zeit Gespräche zur Umgestaltung unserer beiden Grundschulen in Bendestorf und Jesteburg zu Ganztagsschulen.
• Das Freibad Jesteburg ist um eine Attraktion reicher, in der zweiten Hälfte der Saison konnte dann doch noch das Kleinkindbecken gebaut werden. Die Kosten liegen bei etwa 145.000 Euro.
• Mit dem Beschluss zum Bau von zehn Sozialwohnungen hat sich die Gemeinde Jesteburg dem dringend notwendigen Bau von bezahlbarem Wohnraum gestellt. • In der Gemeinde Jesteburg wurden weitere Bebauungspläne im Rahmen der Innenentwicklung überarbeitet. Die Erschließung kleinerer Baugebiete als Lückenschluss ‚Alter Sportplatz‘ und ‚Brettbeekskoppeln‘ wurden abgeschlossen.
• In der Gemeinde Bendestorf wird der Bebauungsplan für das ehemalige Filmstudiogelände fortgeschrieben. Im Plangebiet sollen maximal 30 Wohneinheiten entstehen. Außerdem hat auf dem Areal das Filmmuseum eine neue Heimat gefunden.
• Die Gemeinde Bendestorf hat Ivar Buterfas die Ehrenbürgerwürde verliehen.
• In Bendestorf wurden ein gut besuchtes Sommerfest im Freibad zur Einweihung des Kneippbeckens und das Dorffest im September gefeiert. In Jesteburg gab es die Kunst- und Kulturwoche mit über 60 Veranstaltungen. Ein Höhepunkt war das Fest der Kulturen. Viele Flüchtlinge und Helfer wirkten mit.
• Die Anhebung der Kreisumlage hat die Haushalte belastet. Zum Ausgleich wurde in Jesteburg die Gewerbesteuer auf 380 Prozent angehoben.
• Die Schulden der Samtgemeinde sind mit 161.000 Euro (14,37 Euro pro-Kopf, Landesdurchschnitt 376 Euro) weiterhin sehr gering. Die Schulden werden mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses deutlich steigen. Die Verschuldung der Gemeinde Jesteburg ist durch diverse Baumaßnahmen und die Vorfinanzierung der Schießsportstätte auf 2,9 Millionen Euro gestiegen. Mit der Veräußerung des Festhallengeländes sollen diese wieder reduziert werden.
• Die Gemeinden Bendestorf und Harmstorf sind weiterhin schuldenfrei. Wenn die Haushalte zum Jahresende noch ausgeglichen sind, hängt das mit der sehr guten Entwicklung der Steuereinnahmen zusammen.“
• Einen Ausblick auf 2016 lesen Sie in Kürze im WOCHENBLATT.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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