Federvieh „feiert“ Stallpflicht-Ende

„Endlich!!!“ - fast scheint es so, als ob dieser Pelikan seine große Freude über die Aufhebung der Stallpflicht herausschreien möchte. Seit dieser Woche hat der Landkreis die Regelung weitestgehend aufgehoben. Das sorgt auch im Wildpark Lüneburger Heide für Erleichterung.
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  • „Endlich!!!“ - fast scheint es so, als ob dieser Pelikan seine große Freude über die Aufhebung der Stallpflicht herausschreien möchte. Seit dieser Woche hat der Landkreis die Regelung weitestgehend aufgehoben. Das sorgt auch im Wildpark Lüneburger Heide für Erleichterung.
  • Foto: Wildpark/Thomas Ix
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Geflügelpest: Für die Tiere im Wildpark Lüneburger Heide kommt das Ende der Schutzmaßnahme gerade recht.

mum. Hanstedt-Nindorf. Große Freude bei allen gefiederten Bewohner im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf. Für den größten Teil des Landkreises Harburg wurde jetzt die Stallpflicht für Vögel und Geflügel aufgehoben und mit den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen genossen die Tiere den langersehnten Ausflug ins Freigehege. Seit Ende November durften Nandus, Hühner, Puten, Pelikane, Störche, Enten und auch die Greifvögel im Wildpark ihre Ställe, Quartiere und Volieren nicht verlassen. Die Aufstallpflicht war als Vorsichtsmaßnahme zur Eindämmung der Vogelgrippe und zum Schutz vor einer Ansteckung mit den gefährlichen Viren verhängt worden.
Obertierpflegerin Alexandra Urban zeigt sich erleichtert, dass die Stallpflicht bereits jetzt aufgehoben wurde - zunächst war Ende März in Aussicht gestellt worden. „Besonders bei unseren Nandus hat man gemerkt, dass die lange Zeit im Stall aufs Gemüt geschlagen hat. Die Laufvögel waren schlecht gelaunt und ein wenig depressiv.“ Umso mehr genossen die jungen Nandus wieder die ersten Schritte ins Gehege. Nach erstem ungläubigem Zögern, ob sie auch wirklich den Stall verlassen dürfen, „explodierten“ sie nahezu und drehten gleich einige Runden in Höchstgeschwindigkeit auf dem weitläufigen Gelände. Bis zu 60 km/h können die Tiere erreichen und da tut man gut daran, ihnen nicht im Weg zu stehen. Auch für den Biorhythmus der Tiere ist es wichtig, regelmäßig Auslauf zu haben. „Im Stall eingesperrt zu sein, bedeutet Stress für die Tiere. Wir sind froh, dass sich noch vor Beginn der Paarungszeit alles wieder normalisiert“, sagt Alexandra Urban.
Auch im Freigehege auf dem „Hühnerhof“ ist nun wieder Leben eingekehrt. Tauben flattern fröhlich umher, Truthähne schütteln ihr Federkleid und die Hühner picken auf dem noch gefrorenen Boden - immer auf der Suche nach Essbarem. Im Nachbargehege - gleich gegenüber auf der anderen Seite des Weges - durften auch die beiden Pelikane ihren ersten Ausflug genießen. Mit kräftigen Flügelschlägen begrüßten sie die Freiheit. Bei einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern war daran im Stall nicht zu denken.
Die Wildpark-Falkner hatten auch schon das Ende der Stallpflicht herbei gesehnt - bis zum Beginn der spektakulären Flugshows müssen ihre Schützlinge noch einige Trainingseinheiten absolvieren. Dem steht nun nichts mehr im Wege.
• Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.wild-park.de.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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