(mum). Eine schöne Tradition lebt wieder auf. Am Martinstag, 11. November, ziehen Kinder, Eltern und Großeltern wieder mit Laternen durch die Straßen. Sie singen Martinslieder und hören die Geschichte vom Heiligen St. Martin. Der Legende nach hat er seinen Mantel am Stadttor von Amiens in Frankreich mit einem frierenden Bettler geteilt. Nach dem Laternelaufen laden viele Kirchengemeinden noch zu wärmenden Getränken, Waffeln oder Würstchen ein.

Eine Übersicht der Laternenumzüge:
• Buchholz: Nach einer Andacht um 16.30 Uhr in der katholischen St. Petrus-Kirche (Lüneburger Straße) setzt sich der Laternenumzug zum Paulus-Haus (Kirchenstraße) in Bewegung. Dort erwartet alle ein kleiner Imbiss mit Getränken (Trinkbecher bitte mitbringen).
• Nenndorf: Start um 17 Uhr an der Nenndorfer Kreuzkirche, anschließend folgt das Martinsspiel in der Kirche - danach gibt es Würstchen und heiße Getränke.
• Maschen: Der Laternenumzug beginnt um 18 Uhr an der Kirche. Er wird begleitet vom Spielmannszug des Schützenvereins Maschen und vom Bläserchor Fleestedt. Der Zug geht bis zum Dorfplatz. Dort gibt es ein kleines Theaterstück, danach geht es zurück zur Kirche, wo ein kleiner Imbiss wartet.
• Meckelfeld: Los geht es um 17.15 Uhr mit einem St. Martinsspiel auf dem Kirchplatz und mit Speisen und Getränken für Klein und Groß. Der Laternenumzug beginnt um 18 Uhr mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Over-Bullenhausen.
• Jesteburg: Nach einer Andacht um 17.30 Uhr setzt sich der Laternenumzug in Bewegung. Zum Abschluss kommen alle zum Martinsfeuer zusammen.
• Hittfeld: Beginn um 17.30 Uhr an der katholischen Kirche. Es gibt Waffeln und heiße Getränke. Der Laternenumzug startet um 18.30 Uhr mit St. Martin hoch zu Pferd und geht bis zur Mauritiuskirche. Dort erzählt Pastor Bernhard Kuhlmann die Martinsgeschichte.
• Neu Wulmstorf: Nach einem ökumenischen Gottesdienst um 17 Uhr in der Lutherkirche ziehen die Teilnehmer mit Laternen dem Heiligen Martin hinterher, der hoch zu Pferde sitzt. Der Umzug endet an der St. Josef-Kirche, wo alle „Martinsbrötchen“ miteinander teilen.
• Tostedt: Die katholische Herz-Jesu- und die evangelisch-lutherische Johannes-Gemeinde gestalten gemeinsam um 18 Uhr einen Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche (Poststr. 14), an den sich ein Laternenumzug zur Johanneskirche (Himmelsweg) anschließt.

Außerdem finden folgende Veranstaltungen statt:
• In Handeloh startet der Laternenumzug am Donnerstag, 12. November, um 18 Uhr am Gemeindehaus.
• Der TSV Eintracht Hittfeld feiert ein Laternenfest am Freitag, 13. November. Start ist um 18 Uhr an der Sportarena (Schützenplatz 1) in Hittfeld.
• Der Martinsmarkt der Martin-Luther-Kirchengemeinde in Holm-Seppensen findet bereits am heutigen Samstag, 7. November, von 14 bis 17 Uhr statt - mit Bücherflohmarkt, Weltladen, Punsch und Würstchen. Um 17 Uhr setzt sich der Laternenumzug mit Unterstützung der Bläser des St. Paulus-Posaunenchores in Bewegung.

Die Legende des Heiligen St. Martin
Martin, Sohn eines römischen Tribuns im 4. Jahrhundert, wurde in Pavia, der Heimatstadt des Vaters, christlich erzogen. Seit dem 15. Lebensjahr diente er als Soldat bei einer römischen Reiterabteilung in Gallien. Mit 18 Jahren wurde er getauft. Später schied er vor einem neuen Feldzug gegen die Germanen aus dem Militär aus, weil er Christsein und Kriegsdienst nicht vereinbaren konnte. Zuvor geschah nach der Legende, was Martin berühmt machte: Martin begegnete am Stadttor von Amiens (Frankreich) als Soldat hoch zu Ross einem frierenden Bettler, ihm schenkte er die mit dem Schwert geteilte Hälfte seines Mantes. In der darauffolgenden Nacht erschien ihm dann Christus mit dem Mantelstück bekleidet. Er war es, der Martin als Bettler prüfte. Später wurde Martin Bischof von Tours.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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