Expressiver Schaffensrausch
Willy-Dammasch-Ausstellung an der Kunststätte Bossard

Kuratorin Katharina Groth in der Ausstellung "Willy Dammasch: Expressiver Schaffensrausch"
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  • Kuratorin Katharina Groth in der Ausstellung "Willy Dammasch: Expressiver Schaffensrausch"
  • Foto: Kunststätte Bossard
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as/nw. Jesteburg. Der Künstlername Willy Dammasch ist zu Unrecht nur wenigen heute noch ein Begriff. Die Kunststätte Bossard (Bossardweg 95) widmet dem Zeitgenossen Johann Bossards eine Sonderausstellung im Neuen Atelier, die bis zum 8. Mai zu sehen ist. Während der Wintermonate ist sie von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Ausstellung mit dem Titel „Willy Dammasch – Expressiver Schaffensrausch“ zeigt Gemälde, Grafiken und Zeichnungen des Künstlers sowie historische Fotografien – insgesamt 90 Kunstwerke. Die farbintensiven Arbeiten von Willy Dammasch sind heute größtenteils in privaten Sammlungen zu finden, nur wenige Bilder werden in Museen verwahrt. „Dank der großzügigen Leihgabe der Sammlung Mario Jankowsky aus Lingen, der Sammlung Holthusen und zweier Privatsammlungen aus Worpswede und Bremen ist die Umsetzung der Ausstellung an der Kunststätte Bossard möglich“, so die Kuratorin der Ausstellung, Katharina Groth. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kunststätte Bossard beschäftigt sich bereits seit 2010 intensiv mit dem Leben, dem künstlerischen Werdegang und dem Werk des Künstlers, erfasste alle seine Gemälde und brachte 2016 eine Zusammenstellung des umfangreichen Gesamtwerks heraus. Die Werke des als Marinemaler ausgebildeten Willy Dammasch verdeutlichen exemplarisch die Wandlungen im 21. Jahrhundert. Seine Motive sind maritime Themen, Landschaftsdarstellungen, Porträts und Stillleben. Seine Lebensstationen auf Finkenwerder bei Hamburg und Worpswede hatten enormen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung.

Eine Besonderheit bei der Konzeption der Ausstellung für die Kunststätte ist das Gegenüberstellen von Werken der Künstler Willy Dammasch und Johann Bossard. „Beide Künstler haben unterschiedliche Biografien aber Parallelen im Werk, ein Beispiel dafür, wie der Zeitgeist beide Künstler geprägt hat“, so Katharina Groth. „Eine Gemeinsamkeit finden wir unter anderem in der intensiven Beschäftigung in den 1920er Jahren mit nordischen Themen, speziell mit den Gestalten der Edda. Die Edda ist ein zentrales Thema an der Kunststätte Bossard, aber auch ein Thema in Dammaschs Werk.“ Beispielsweise eine abstrakte Kopfstudie von Dammasch wird in der Ausstellung in Korrespondenz mit drei Werken von Johann Bossard gezeigt, die aus dem umfangreichen Gemäldedepot der Kunststätte den Weg in den Ausstellungsraum finden.

Die Ausstellungseröffnung fand coronabedingt digital statt und ist auf der Website der Kunststätte Bossard ab sofort online. Der Besuch der Ausstellung ist aktuell nach der 2-G-Regel ohne vorherige Anmeldung möglich. Eine intensive Einführung in das Leben und Werk des Künstlers Willy Dammasch ist im Rahmen eines Kuratorenvortrages mit Katharina Groth möglich. Anmeldungen für den Vortrag am Donnerstag, dem 17. Februar 2022, um 18 Uhr sind unter Telefon 0 41 83 / 51 12 oder per E-Mail an info@bossard.demöglich. Eintritt 6 Euro.  www.bossard.de.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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