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Auf der Suche nach alten Film-Schätzen

Die Jury steht fest (v. li.): Stephan Schrader, Rainer Östlind, Ilona Johannsen, Gerhard Schierhorn, Rainer Böttcher, Jan Bauer, Heiner Schönecke, Jürgen A. Schulz, Klaus Schulz und Ekkehard Brüggemann
 
Günter Menke sichtet altes Filmmaterial der WOCHENBLATT-Leser. Er ist Mitglied der Jury

Filmemacher Jürgen A. Schulz und das WOCHENBLATT schicken die Landkreis Harburger in den Keller oder auf den Dachboden. Dort sollen sie nach alten, selbst gedrehten Filmen suchen. "Bevor die Leute begannen, alles mit ihren Handys zu filmen, wurden Familienfeste oder die ersten Schritte der Kinder auf Super-8 festgehalten", so Schulz. Diese Streifen möchte der Asendorfer zu neuem Glanz verhelfen. Vor allem Filme ab 1950, die auch für Fremde von Interesse sind, sucht Schulz. Spätestens im Herbst sollen die interessantesten Beiträge im Zuge eine Scheunenkino-Abends präsentiert werden. Und natürlich gibt es etwas zu gewinnen. 

(mum). "Entdecken Sie Ihre Schätze wieder. Holen Sie Ihre eingemotteten Super-8-Filme vom Dachboden oder die Doppel-8-Rollen aus dem Keller", fordert Jürgen A. Schulz die WOCHENBLATT-Leser auf. Gesucht werden Aufnahmen, die besondere Erlebnisse oder Aktivitäten aus dem Leben der Leser zeigen. "Wir möchten die Filme sehen, die die Leute früher einmal gedreht haben", so der Filmemacher aus Asendorf. Gemeint sind nicht die Aufnahmen von Großmutters Geburtstag, wenn die Torte angeschnitten wird. Der Asendorfer sucht Aufnahmen, die möglichst viele Menschen unterhaltsam, lustig oder spannend finden. Bereits das Heraussuchen der Filme, die vor 30, 40 oder 50 Jahren gedreht worden sind, dürfte vielen Leuten richtig Freude bereiten. "Oder erinnern Sie sich noch an Zeitabschnitte Ihres Lebens, als es noch keine Handyfilme gegeben hat?" so Schulz.
Die Asendorfer Filmproduktion Doku-pro und der WOCHENBLATT-Verlag wollen helfen, diese Filme zu retten, bevor sie ganz verloren gehen. Im Zuge eines Filmwettbewerbs werden die originellsten, besten und spannendsten Filme ausgesucht und prämiert. Nach Abschluss des Wettbewerbs im Herbst sollen die kleinen Streifen während eines  Scheunenkino-Abends öffentlich gezeigt werden. Eine fachkundige Jury wird die Filme auswählen und bewerten. Landrat Rainer Rempe hat die Schirmherrschaft für die Aktion "Scheunenkino 2018" übernommen.
Die Spielregeln sind einfach: Die Teilnehmer reichen das Material ein, von dem sie glauben, es könnte auch für andere interessant sein. Schulz denkt beispielsweise an besondere Ereignisse wie eine Sturmflut oder einen Waldbrand. Ebenso hofft er auf Aufnahmen von Dorffesten oder besondere Ereignisse ab 1950. Die Filme können auf Super-8, Doppel-Filme, 9,5-Millimeter-Parthe und 16-Millimeter sowie alle anderen Videoformate zwischen 1950 und heute eingereicht werden. Dazu zählen auch bereits überspielte Filme im VHS-Format. Die Beiträge sollten möglichst eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten, beziehungsweise nicht länger als 120 Meter lang sein. Jedem Medium muss zudem ein "Meldebogen" beigefügt sein. Im Internet ist extra dafür ein Vordruck abrufbar. Die Beiträge können in der WOCHENBLATT-Geschäftsstelle in Buchholz (Bendestorfer Straße 3-5) gern persönlich abgegeben werden. Ebenso können die Filme direkt an Schulz geschickt werden. Die Postanschrift lautet: Doku-pro, Hinnerkstraße 7, 21271 Asendorf. "Die Rücksendung des Materials ist garantiert, nachdem die Jury die Filme bewertet und eine Entscheidung getroffen hat", verspricht Schulz.
Der Jury gehören unter anderem an Jan Bauer, Rainer Böttcher, Ekkehard Brüggemann, Peter Dederke, Ilona Johannsen, Joachim Matz, Günther Menke, Gerhard Schierhorn, Rainer Östlind, Albert G. Paulisch, Maik Scheele, Heiner Schönecke, Stephan Schrader, Klaus Schulz und Jürgen A. Schulz an. Letzterer ist zugleich Ansprechpartner für alle Fragen zum Wettbewerb.
Wichtig: Mit der Einsendung des Filmes willigt jeder Teilmehmer ein, dass das eingesandte Material auch präsentiert werden darf. Jeder Teilnehmer erhält nach Abschluss des Wettbewerbes eine Urkunde. Die ersten drei Filme werden zusätzlich mit Plaketten prämiert. Die Filme sollten bereits geschnitten sein. Wenn aus technischen Gründen eine Überarbeitung des Beitrags erfolgen muss, wird das von einem Unternehmen übernommen. Die Teilnahme am Wettbewerb kostet je Medium 18 Euro. Bei entsprechender Eignung können die Medien auch an Archive weitervermittelt werden - die Zustimmung der Urheber vorausgesetzt.
Der Wettbewerb wird organisiert und abgewickelt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Internationale Filmwettbewerbe (AG Wettbewerb), die bereits seit 20 Jahren sehr erfolgreich Filmwettbewerbe durchführt.
• Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.dokupro.shop.