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Der erste Ehrenbürger

Kantor Heinrich Schulz (Mitte) mit einer Schulkasse. Das Foto entstand 1915 Foto: Gemeinde Egestorf

Egestorf feiert 150 Jahre Kantor Heinrich Schulz mit Gedenkfeier und Ausstellung.

mum. Egestorf. Am Freitag, 7. September, feiert Egestorf den 150. Geburtstag von Kantor Heinrich Schulz, dem ersten Ehrenbürger des Ortes. Er wurde am 6. September 1868 in Grabow (Kreis Lüchow) geboren und verstarb am 15. Januar 1953 in Lüneburg. Kantor Schulz wirkte zu Zeiten von Pastor Wilhelm Bode von 1902 bis 1928 als Lehrer und Schulleiter, Chorleiter sowie Organist und war auch im weiteren Umkreis als Chronist und Heimatforscher bekannt.
Schulz ist Verfasser von mehr als 50 Schriften sowie heimatkundlichen Aufsätzen. Er schrieb Dorf- und Höfechroniken, unter anderem "Egestorf von 1902 bis 1928" und die Chroniken von Sahrendorf, Schätzendorf und Wilsede. Zahlreiche Berichte wurden seinerzeit in den "Winsener Geschichtsblättern", den "Heimatglocken" und in der Lüneburger Landeszeitung veröffentlicht.
1904 gründete Kantor Schulz den Männergesangverein Frohsinn sowie den Kirchenchor Egestorf. Er leitete auch beide Chöre bis 1928. Das bekannte Lied "Erinnerung an Egestorf" stammt aus seiner Feder. 1910 gründete Schulz zudem einen Verschönerungsverein, der sich für die Landschaftspflege einsetzte und den Dorfpark mit vielen Wanderwegen anlegte. Ebenso wirkte er viele Jahre für den Kriegerverein als Schriftführer und war auch zeitweilig als Kreisschulinspektor tätig.
Die evangelische Kirchengemeinde Egestorf wird anlässlich einer Gedenkfeier gemeinsam mit dem Kirchenchor am Freitag, 7. September, um 17 Uhr in der St. Stephanus-Kirche an Heinrich Schulz erinnern. Die Gemeinde Egestorf ehrt den Jubilar und Ehrenbürger im Anschluss im Heimathaus "Dresslers Hus" (Im Sande 1). Dort wird Dr. Friedrich Wilhelm Reineke aus Salzhausen die Verdienste des Ehrenbürgers für die Heimatforschung würdigen. Gleichzeitig eröffnet der Heimatverein eine Kantor-Schulz-Erinnerungsausstellung mit zahlreichen Dokumenten und Fotos. Die Ausstellung kann bis zum 15. Oktober montags bis samstags von 10 bis 12 Uhr sowie nachmittags von Montag bis Freitag von 15 bis 17 Uhr besichtigt werden (Eingang über die Tourist-Information).