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Der "Grandseigneur" des Landkreises Harburg

Zum 80. Geburtstag von Professor Dr. Jens-Rainer Ahrens (3. v. li.) gratulierten Gerhard Oestreich (Sparkasse Harburg-Buxtehude, v. li.), Uwe Harden (stv. Landrat), Landrat Rainer Rempe, Thomas Grambow (Vorsitzender SPD-Unterbezirk) und Dr. Manfred Lohr (Vorsitzender SPD-Ortsverein Hanstedt) (Foto: SPD)

SPD ehrt Professor Dr. Jens-Rainer Ahrens anlässlich seines 80. Geburtstags mit einem Empfang

mum. Asendorf. Zu einem Empfang aus Anlass des 80. Geburtstags von Professor Dr. Jens-Rainer Ahrens luden die Sozialdemokraten im Landkreis Harburg nach Asendorf ins "Kaffee tied". Geehrt wurde Ahrens für seine politische Lebensleistung und sein vielfältiges Engagement in der Landes- und Kommunalpolitik.
So ließ Uwe Harden, stellvertretender Landrat, Ahrens persönlichen Werdegang von seiner Lehre als Buchhändler, seinem Abitur über den zweiten Bildungsweg, seinem Universitätsabschluss als Betriebswirt über seine Promotion in Soziologie bis zu seiner Berufung als Professor an der Hamburger Bundeswehrhochschule Revue passieren. Gleichzeitig begann seine politische Laufbahn, zunächst als ehrenamtlicher Landrat, dann als Landtagsabgeordneter, um sich danach wieder intensiv der Kreispolitik zuzuwenden, wo er über Jahre die SPD-Fraktion leitete, die er 2017 in andere Hände übergab. "Es gab in den ganzen Jahren keine politischen Händel, keine Anfeindungen, keine Skandale", skizzierte Harden den Weg von Ahrens.
Landrat Rainer Rempe erinnerte an die Anfänge von Ahrens Kreistätigkeit und als erste schwere Bewährungsprobe die Kreisreform sowie die letztendlich erfolgreiche Bemühung um die Erfolgsgeschichte "Integrierte Gesamtschule" (IGS),, zuerst in Buchholz, dann Winsen und zuletzt in Seevetal. "Wenn ich Ruth Zuther einmal als 'Grande Dame' des Landkreises“ bezeichnet habe, dann ist es nur recht, wenn ich Sie als 'Grandseigneur' des Landkreises bezeichne", so Rempe und würdigte die fast fünf Jahrzehnte des Wirkens in der Kreispolitik.
Gerhard Oestreich, Vorstandsvertreter der Sparkasse Harburg-Buxtehude, in der Ahrens als von der SPD-Kreistagsfraktion entsandter Vorsitzender des Verwaltungsbeirats fungierte und noch heute stellvertretender Vorsitzender ist, hob den langjährigen Einsatz des Jubilars zu Gunsten des Finanzinstituts hervor; als herausragendes Ereignis nannte er die Fusion mit der Stadtsparkasse Buxtehude im Jahr 2000. "Er ist immer hervorragend vorbereitet, stellt gezielt Fragen und liest die Unterlagen wirklich", so Oestreich.
Die Glückwünsche des SPD-Ortsvereins Hanstedt verband Vorsitzender Manfred Lohr mit dem Dank an Ahrens, der nach seinem erfolgreichen Wirken in Landes- und Kreispolitik nun dem Ortsverein und der Samtgemeinderats-Fraktion mit seinem reichen politischen Erfahrungsschatz beratend zur Seite steht.
In seiner Erwiderung ließ Ahrens seine Lebens- und Arbeitsstationen Revue passieren und erinnerte sich an eine seiner schwierigsten Unterfangen - die Begleitung der Gebietsreform 1972. "135 Bürgermeistern zu erklären, dass am Ende noch zwölf große Gemeinden und Verwaltungen bleiben, war schwer." Den 30-jährigen Einsatz im Landkreis für ein alternatives Schulmodell bezeichnete er mit der Gründung der "Integrierten Gesamtschule" letztendlich als erfolgreich. "Man muss den Jüngeren erklären, dass so etwas auch mal 30 Jahre dauern kann", so Ahrens.
Zusammen mit seiner Frau Brigitte hat er sich über Jahre für Bedürftige, insbesondere für ausländische Mitbürger, eingesetzt. "Brigitte hat schon vor vielen Jahren Integrationspolitik betrieben, als man dieses Wort noch nicht kannte", so Ahrens. 2016 wurde Ahrens für sein Lebenswerk in der Politik das Verdienstkreuz am Bandes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch die damalige Staatssekretärin und heutige Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Niedersachsen, Birgit Honé, verliehen.

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