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Geldsegen für den Landkreis

Freuen sich auf weitere Anträge: Hanna Fenske und Olaf Muus
 
Renate Preuß, Vorsitzende des Todtglüsinger SV, zeigt auf die Fläche am Baggersee, wo das neue Sportzentrum entstehen soll. Dafür gibt es eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro

Das kann sich sehen lassen: Insgesamt zehn Projekte aus der Region werden mit 320.000 Euro aus dem regionalen EU-Fonds "Leader" gefördert. Am meisten profitiert die Samtgemeinde Tostedt von den EU-Mitteln. Gleich vier Vereine erhielten jetzt von den Mitgliedern der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Naturparkregion Lüneburger Heide grünes Licht für ihre Projekte. Die größte Summe geht an den Sportverein Todtglüsingen. Der etwa zwei Millionen Euro teure Sportzentrum-Neubau am Baggersee wird mit 100.000 Euro unterstützt. Das teilte jetzt Olaf Muus, Vorsitzender der Naturparkregion Lüneburger Heide, mit. Mit 70.000 Euro unterstützt die Arbeitsgruppe zudem weiterführende Schulen in Salzhausen und Tostedt. Weitere Mittel gehen unter anderem nach Egestorf und Wilsede.
Bislang wurden Fördergelder in Höhe von 815.000 Euro für insgesamt 33 Projekte durch die Lokale Arbeitsgruppe bezuschusst. Und das Beste: Noch sind nicht alle Fördermittel verplant. "Interessierte Vereine und Verbände sollten sich zeitnah bewerben", sagt Regionalmanagerin Hanna Fenske. Sie ist für die Förderanträge zuständig.

(mum). Olaf Muus, der Vorsitzende der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) Naturparkregion Lüneburger Heide, ist zufrieden: Insgesamt zehn Projekte aus dem Landkreis werden mit 320.000 Euro aus dem regionalen EU-Fonds "Leader" gefördert. Das teilte Muus, der auch Bürgermeister der Samtgemeinde Hanstedt ist, während eines Treffens der Arbeitsgruppe mit.  
Besonders stark vertreten ist Tostedt, wo gleich vier Projekte unterstützt werden. So wurden der Gemeinde 7.200 Euro zur Verfügung gestellt, um eine Studie zur Entwicklung einer zwölf Hektar großen Fläche in Todtglüsingen durchzuführen. Mit weiteren 5.600 Euro werden Infotafeln finanziert, mit denen auf vorhandene Radwege sowie das Angebot des ADFC hingewiesen wird. Beide "Projekte sollen einen Anreiz zur Bewegung schaffen", so Muus.
Der Todtglüsinger Sportverein hatte einen Antrag über 100.000 Euro gestellt, um ein Sportzentrum am Todtglüsinger Baggersee zu bauen. Die Räumlichkeiten sollen vor allem für "langsame Sportarten", wie Reha- und Lungensport genutzt werden. Das Gesamtvolumen des Projektes liegt im Millionenbereich. Die Lokale Aktionsgruppe stimmte dem Antrag einstimmig zu und hob das Projekt als modellhaft für andere Sportvereine hervor.
Die Tostedter LandFrauen erhielten laut Muus großen Zuspruch für ihr Projekt zur Vermittlung von Baumpatenschaften. Insgesamt 70 Obstbäume sollen an Privatpersonen vermittelt werden. Die Paten erhalten eine kostenfreie Qualifizierung durch einen Schnittkursus und verpflichten sich im Gegenzug, den Baum zu pflegen. Die LAG hat eine Förderung von bis zu 8.000 Euro beschlossen.
70.000 Euro gibt es für drei weiterführende Schulen in Salzhausen und Tostedt. Mit dem Geld sollen die Fahrradabstellanlagen durch moderne ADFC-qualifizierte Reihenabstellanlagen ausgetauscht werden. "Der Landkreis will damit erreichen, dass mehr Fahrräder abgestellt werden und diese sicherer vor Diebstahl und Schäden geschützt sind", so Muus. Nebenbei soll ein Anreiz geschaffen werden, das Fahrrad zu nutzen.
Der Verein Naturschutzpark (VNP) und die Hebrok Stiftung erhielten grünes Licht für ihr Vorhaben im Bereich der Umweltbildung. Der VNP wird den Garten am Heidemuseum "Dat ole Huus" in Wilsede im Stile einer Hofanlage um 1850 umgestalten. Die Pflege wird zum Teil mit den Kindern des Schulbauernhofes durchgeführt.
Die Hebrok Stiftung wird auf dem "NaturCampus" Bockum direkt an der Lopau bei Amelinghausen die Möglichkeiten verbessern, um mit Schulklassen die Natur zu beobachten und zu erleben. Der "NaturCampus" bietet Angebote für mehrtägige Klassenfahrten an. Dafür entstehen ein Steg und eine Beobachtungsplattform. Die Hebrok Stiftung erhält knapp 60.000 Euro für die Umsetzung der Maßnahme.
Für die Gemeinde Egestorf gibt es knapp 5.000 Euro für den Ausbau der Wege zu den beiden Naturblicken "Zur Birkenbank" und dem "Auf dem Auberg". Bürgermeister Marco Schreiber betonte bei der Projektvorstellung die Bedeutung vor allem für ältere Mitmenschen, die gern die Wege nutzen, um ins Naturschutzgebiet zu kommen.
Britta Alpers, Kutscherin aus Döhle und Mitglied in der LAG, bestätigte die touristische Relevanz der Standorte.
Um das Thema Kutschfahrten dreht sich alles beim Projekt "DialogKutsche 2.0". Hier sollen Vereinbarungen, die zwischen den unterschiedlichen Parteien wie Kutschern, den Gemeinden, den Flächeneigentümern und der Unteren Naturschutzbehörde getroffen wurden, in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Der Verein Naturparkregion Lüneburger Heide erhält dafür einen Zuschuss in Höhe von 24.000 Euro.
Mit der Zukunft des Naturparks Lüneburger Heide wird sich ein weiteres Projekt des Vereins beschäftigen. In einer Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, ob, wie und wo ein Naturparkhaus künftig Gäste willkommen heißen soll. Dabei sollen technisch innovative Lösungen zum Einsatz kommen. Der Naturpark erhält einen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro.

1,2 Millionen Euro stehen zur Verfügung

Trotz der Vielzahl an Projekten, die bereits unterstützt wurden, weist Regionalmanagerin Hanna Fenske darauf hin, dass noch Fördermittel zur Verfügung stehen. Insgesamt stehen noch 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Sie fordert Interessenten dazu auf, Konzepte einzureichen. Eine Förderung von bis zu 60 Prozent ist möglich. Die Aktionsgruppe wird sich das nächste Mal am 16. Oktober in Jesteburg treffen, um über weitere Projekte zu beraten.
• Interessenten berät Fenske gern unter der Rufnummer 04171 - 693145 oder via E-Mail an hanna.fenske@naturpark-lueneburger-heide.de zu den Fördermöglichkeiten. Weitere Informationen zum Förderprogramm gibt es unter www.naturpark-lueneburger-heide.de.